Logo Landeshauptstadt Düsseldorf
Aktuelle Themen:

Edelmanns Plakatikonen - Canaris schenkt Plakatentwürfe

Plakatentwurf von Heinz Edelmann

Als Prof. Dr. Volker Canaris 1986 sein Amt als Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses antritt, hat er sechs Jahre an der Seite von Jürgen Flimm das Kölner Schauspiel geleitet. Er bringt aus Köln die Idee für das neue Logo des Schauspielhauses mit, für die Gestaltung der Stückplakate für die erste Spielzeit bietet sich freiwillig und ohne Honorar der weltbekannte Grafiker Prof. Heinz Edelmann an.

Nach einem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf arbeitete Edelmann seit 1958 als freischaffender Grafiker, Buchillustrator und Grafikdesigner. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehört u. a. das Lay-out der Zeitschrift "Twen" und der Zeichentrickfilm "Yellow Submarine". Heinz Edelmann unterrichtete von 1972 bis 1976 Gebrauchsgraphik im Fachbereich Design der FH Düsseldorf. Danach war er Dozent für Kunst und Design an der Fachhochschule Köln (Kölner Werkschulen) und zuletzt bis 1999 Professor für Illustration an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Plakatentwurf von Heinz Edelmann


Die 17 Entwürfe im A 3-Format weisen eine sehr reduzierte Formen- und Farbsprache auf. Edelmann hat jedes der für die Aufführung geplanten Stücke auf eine Person bezogen und diese grob gerastert oder holzschnittartig vor einen weißen Hintergrund gestellt. Im Zeitalter der digitalen Bildbearbeitung muten die aus farbigem oder schwarzem Karton geschnittenen Gesichter oder figürlichen Darstellungen sehr grob aber auch überaus fernwirksam. Neben historisch anmutenden grafischen Elementen nutzt Edelmann für seine Kollagen auch Fotografien. Das Schauspielhaus veröffentlichte seinerzeit eine Mappe mit den Plakaten. Die Originale sind eine wesentliche Bereicherung der Bestände des Theatermuseums.

Plakatentwurf von Heinz Edelmann


Edelmann ist bereits mit grafisch aufwändig und für jedes Stück individuell gestalteten Programmheften für die Kammerspiele (1952 - 1997) und mit Plakaten und Programmheften für das Düsseldorfer Kom(m)ödchen (1947 ff.) in den Sammlungen des Theatermuseums vertreten.

Die Plakatsammlung reicht vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und enthält Arbeiten von Malern und Grafikern wie Hans Deiters, Adolf Uzarsky, Heinrich Hörle, Jan Lenica, Charles Wilp, Manfred Spies, Uwe Lösch, von Bühnenbildnern wie Knut Ström, Pit Fischer, Teo Otto, Werner E. Zimmer.

Ausgewählte Objekte sind der Ausstellung "Museum für Zuschaukunst. Theater: Bild, Körper, Raum, Stimme" ab 2.7.2011 zu sehen.


Sprachauswahl und Hauptnavigation:

dein.düsseldorf

24. Mai 2012 | 21:20 Uhr

Do
28°
Details Fr
23°
Details Sa
24°
Details