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Aktuelle Themen:

Neues aus dem Theater

Heute und vor 100 Jahren: "Schweden-Theater" in Düsseldorf

Mit der Theatersaison 2011/12 hat die Intendanz des Düsseldorfer Schauspielhauses gewechselt. An der Spitze steht nun Staffan Valdemar Holm. Er gilt als der profilierteste Theatermacher Schwedens. Vor 100 Jahren gab es schon mal einen schwedischen Theatermann, der am Düs- seldorfer Schauspielhaus an herausragender Stelle wirkte: Knut Ström (1887 - 1971). Mehr lesen ...

Vor 60 Jahren eröffnet das Düsseldorfer Schauspielhaus

Gustaf Gründgens, seit 1947 Generalintendant der Städtischern Bühnen Düsseldorf, fühlte sich durch die Einbindung in die hierarchische Struktur der städtischen Verwaltung in seinem künstlerischen Spielraum eingeschränkt. Schon 1949 hatte es Überlegungen, die Städtischen Bühnen aus dem Zuständigkeitsbereich des Amtes für kulturelle Angelegenheiten herauszunehmen, gegeben. Als er und mit ihm die Spitzenkräfte des Ensembles Düsseldorf verlassen wollten, wurden Stadt, Land, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Freunde des Düsseldorfer Schauspielhauses aktiv. Mehr lesen ...

Theaterstatistik 2009/2010 erschienen - Stabile Lage bei den Theatern und Orchestern

Die soeben erschienene Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins zeigt, dass Theater und Orchester mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln umsichtig haushalten und dabei weiterhin ein umfangreiches Programm bieten. Mehr lesen ...

Goldstück Schneider Wibbel - Uraufführung 1913 bei Louise Dumont und Gustav Lindemann

Aus Sorge um ihren Ruf und aus Furcht vor einem Reinfall verlegten die Theaterleiter des Schauspielhauses Düsseldorf die Uraufführung von Hans Müller-Schlössers erstem abendfüllenden Stück auf die sommerliche Nachsaison. Neben Paul Henckels, dem Freund des Autors, der die Titelrolle übernommen hatte, stand damals auch der heute geheimnisumwitterte Autor B. Traven unter dem Namen Ret Marut auf der Bühne des Schauspielhauses an der Kasernenstraße. Mehr als 500mal ging das Stück über die Rampe. Louise Dumont nannte es "unser Goldstück".
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Faust-Theaterpreis - Theater in NRW unter den Ausgezeichneten

Der Deutsche Bühnenverein, das Land NRW, die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste vergeben seit 2006 jährlich den Faust für herausragende Leistungen in Tanz, Musik-, Sprech- und Kindertheater. Der Ehrenpreis ging an den Bühnenbildner und Regisseur Wilfried Minks, der Preis des Präsidenten des Bühnenvereins an die 24 deutschen Landesbühnen für ihre Verdienste um die Kultur für alle.

Roger Vontobel, Hausregisseur am Schauspiel Bochum, bekam den Preis in der Kategorie Regie Schauspiel für seine Dresdener Don Carlos- Inszenierung. Der 1977 geborene Vontobel studierte Regie in Hamburg. Seine Studienproduktion von Lessings "[fi'lo:tas]" sowie seine Deutung von Kleists "Hermannsschlacht" (Theaterhaus Jena), wurden zum Festival "Impulse" eingeladen. Roger Vontobel arbeitet u.a. am Staatstheater Stuttgart, am Grillo-Theater in Essen und an den Münchner Kammerspielen. Am Schauspielhaus Hamburg inszenierte er die Uraufführung von Juli Zehs Roman "Spieltrieb", in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung", die Uraufführung von "Me and You and the EU", Ibsens "Die Helden auf Helgeland" sowie zuletzt Kleists "Das Käthchen von Heilbronn". 2006 wurde Roger Vontobel zum Nachwuchsregisseur des Jahres gekürt, 2007 erhielt er den Bensheimer Nachwuchspreis für Regie. Beim NRW-Theatertreffen in Düsseldorf 2010 wählten die Juroren die Produktion "Peer Gynt" von Henrik Ibsen in der Regie von Roger Vontobel am Schauspiel Essen zur besten Inszenierung.

Der Preis für die beste Ausstattung (Kostüm/Bühne) ging an die Kostümbildnerin Maria Roers und den Bühnenbildner Thomas Dreißigacker für "Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen" am Schauspiel Köln. Maria Roers, geboren 1957, arbeitete nach dem Studium von 1980 bis 1984 als Kostümassistentin in Bochum (Direktion Claus Peymann). Seit 1985 ist sie als freiberufliche Kostümbildnerin tätig. Seit 1992 besteht eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Karin Beier u. a. am Schauspielhaus Düsseldorf, wo sie Kostüme für "Weihnachten bei Ivanows" (A. Vvedenskij) und den "Sommernachtstraum" entwarf. Der gebürtige Mainzer Dreißigacker (Jg. 1955 ) studierte an der Hochschule der Künste Berlin in der Bühnenbildklasse bei Achim Freyer. Assistenzen bei Achim Freyer, Robert Wilson, Axel Manthey, Johannes Grützke. Seit 1983 arbeitet er als freischaffender Bühnenbildner am Schauspielhaus Köln, am Staatstheater Hannover, den Kammerspielen München, Schauspiel Frankfurt, dem Hamburger Schauspielhaus und, in den letzten Jahren besonders häufig, am Burgtheater Wien. Gastprofessuren u. a. an der Hochschule der Künste Berlin und am Institut für angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Thomas Dreißigacker arbeitet mit verschiedensten Regisseuren zusammen; besonders langjährige Arbeitsbeziehungen hat er zu Valentin Jeker und zu Karin Beier.

Die beiden anderen Nominierungen in dieser Kategorie waren ebenfalls NRW-Produktionen: Wolfgang Gussmanns Gesamtausstattung von "Moses und Aron" bei der Ruhrtriennale in Bochum und Kaspar Zwimpfers Bühnenbild zu "Peter Grimes" an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Zu den 24 preiswürdigen Landesbühnen gehören ebenfalls vier nordrhein-westfälische Theater: das Landestheater Detmold, das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel, das Landestheater Burghofbühne Dinslaken und das Rheinische Landestheater Neuss.


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10. Februar 2012 | 00:51 Uhr

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