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Aktuelle Themen:

Neues aus dem Museum

Theatermuseum nimmt Abschied von Eva Böttcher und Johannes Heesters

Die Schauspielerin Eva Böttcher ist am 23. Dezember im Alter von 83 Jahren gestorben. Am 24. Dezember verstarb der Theater- und Filmschauspieler Johannes Heesters. Mehr lesen ...

Auf den Spuren Gustav Lindemanns in Tallin

Der Leiter des Theatermuseums Dr. Winrich Meiszies nahm an einer Tagung zu Theaterfotografie und Dokumenation in der estnischen Hauptstadt Tallin teil und fand Belege für die Gastspieltätigkeit von Gustav Lindemann dort im Jahr 1902, die in der internationalen Theatergeschichtsforschung bisher unbekannt waren. Mehr lesen ...

Heinz Edelmanns Plakatikonen

Volker Canaris schenkt dem Theatermuseum Plakatentwürfe. Er brachte aus Köln die Idee für das neue Logo des Schauspielhauses mit, für die Gestaltung der Stückplakate für die erste Spielzeit bietet sich freiwillig und ohne Honorar der weltbekannte Grafiker Prof. Heinz Edelmann an. Mehr lesen ...

Helmut Fehn-Porträt dem Theatermuseum geschenkt

Das Ehepaar Silvia und Frank Fehn hat der Landeshauptstadt Düsseldorf für der das Theatermuseum eine Gemädle des Berliner Malers Wilhelm Kohlhoff (1893-1971) mit dem Titel "Helmut Fehn als Boris Gudonow" aus dem Jahr 1958 übereignet. Mehr lesen ...

Teile des Kom(m)ödchen-Produktionsarchivs sind online recherchierbar

Das Düsseldorfer Kabarett Kom(m)ödchen brachte in den mittlerweile 63 Jahren seines Bestehens 72 offiziell gezählte Programme sowie etliche Sonderprogramme hervor, über die ein umfangreiches Produktionsarchiv Auskunft gibt. Der Sohn des Gründerehepaars, Kay Sebastian Lorentz, übergab 2005 das Produktionsarchiv des Kom(m)ödchens im Namen der Kay und Lore Lorentz-Stiftung an die Landeshauptstadt Düsseldorf, da die Bestände in den Büroräumen der Kom(m)ödchen-Verwaltung nicht mehr angemessen erhalten werden konnten. Im Gegenzug übernahm die Landeshauptstadt die Verpflichtung, das Archiv zu erschließen und konservatorisch zu sichern. Seither lagerte das Kom(m)ödchen-Archiv als Dauerleihgabe in der Sammlung des Theatermuseums, das damit auch die Aufgabe der Bearbeitung übernahm, im Februar 2010 ging es endgültig in den Besitz der Stadt Düsseldorf über.

Seit dem Sommer 2008 unterstützt die Fritz Thyssen-Stiftung für Forschungsförderung eine auf drei Jahre geplante Maßnahme zur Katalogisierung des Bestandes und zur Grundlagenforschung der Kom(m)ödchen-Geschichte am Theatermuseum. Einen ersten Eindruck vom Bestand können sich Interessierte nun auf den Seiten der Stadt Düsseldorf im Rahmen von d:kult-online verschaffen. Hier sind seit kurzem die ersten 500 Datensätze zur Plakatsammlung, das Verzeichnis der Einzelprogramme, der Programmhefte, der über 1300 Programmtexte und 455 Noten sowie einiger Alben recherchierbar.

Alle bisher für das Internet freigegebenen Objekte aus dem Kom(m)ödchen-Produktionsarchiv in d:kult online anzeigen lassen ...

Alle bisher für das Internet freigegeben Objekte aus der Sammlung des Theatermuseums in d:kult online anzeigen lassen ...

Dokumente zur Theatergeschichte Band 17 erschienen

Die Publikation "Szenographie im Aufbruch : Die junge Kunst und das Schauspielhaus Düsseldorf 1905-1908" des verstorbenen Theaterwissenschaftlers Helmut Grosse, dessen Nachlass sich im Theatermuseum Düsseldorf befindet, ist gerade erschienen. Am Beispiel konkreter Inszenierungen beschreibt Helmut Grosse den komplexen künstlerischen Findungsprozess um 1900. Gleichzeitig gibt er einen Einblick in die quasi feudale Hierarchie des Theaterbetriebs, dessen Denk- und Arbeitsstrukturen noch sehr den vorausgegangenen Jahrhunderten verpflichtet waren. Dabei wird die Vorreiterrolle des Schauspielhauses Düsseldorf für diese Umbruchszeit im Bereich der Szeneographie herausgearbeitet und ihre Wirkungsgeschichte bis in die 1950er Jahre belegt. Ergänzt wird die Publikation durch Kurzbiographien wesentlicher Protagonisten des gesamtkünstlerischen Aufbruchs und durch eine Auswahlbibliographie Helmut Grosses.

Das Buch umfasst 344 Seiten und erscheint in zwei Ausgaben: im Format DINA4 mit festem Einband zu einem Preis von EUR 38,- sowie im Format DINA5 mit flexiblem Einband zum Preis von EUR 20,-. Weitere Auskünfte zur Publikation erhalten Sie bei dem Herausgeber des Buches und Leiters der Sammlungen des Theatermuseums Dr. Michael Matzigkeit, wo Sie das Buch auch bestellen können.

Von der Bühne hinter die Kamera. Theatermuseum erwirbt das Archiv des Theaterfotografen Eduard Straub

Das Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf hat das Produktionsarchiv des Düsseldorfer Fotografen Eduard Straub mit Fotografien zum Musiktheater und Ballett von 1984 bis 2009 erworben. Das Fotoarchiv umfasst mehr als 13.000 Fotografien und 70.000 Negative und dokumentiert wesentliche Phasen der Deutschen Oper am Rhein, der Vorzeigebühne Nordrhein-Westfalens. Der Ankauf wird vom Land gefördert.

Eduard Straub, Jahrgang 1942

Nach dem Ballettstudium bei so gegensätzlichen Ballettgrößen wie Tatjana Gsovsky und Mary Wigman war Eduard Straub als Tänzer an der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper und an der Deutschen Oper am Rhein engagiert. Der Düsseldorfer Choreograph Erich Walter erkannte sein fotografisches Talent und ermutigte ihn zu freien fotografischen Arbeiten. Seit 1972 begleitete er die Theaterarbeit von J. P. Ponnelle und August Everding. Seit 1982 unterhielt er ein eigenes Fotostudio für Werbefotografie und war gleichzeitig der Hausfotograf der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf/Duisburg für Ballett- und Opernproduktionen.

Portrait Eduard Straub
Porträt Eduard Straub

Fotoarchiv Eduard Straub

Schwerpunkte des Bestandes sind inszenierungsbezogene Fotos, Rollenporträts aus den Bereichen Oper und Ballett der Deutschen Oper am Rhein. Dazu gehören die letzten Jahre der Intendanz Grischa Barfuss (bis 1986), nahezu die komplette Intendanz Kurt Horres (1986 - 1996) und die Intendanz Tobias Richter (1996 - 2002), in der Straub analog fotografiert hat. Seither hat er seine Fotokunst im Wesentlichen digital ausgedrückt. Entstanden ist ein bedeutendes Stück Musiktheater- und Ballettgeschichte in Bildern aus NRW, die international wahrgenommen worden ist. Dem Ballett war Straub als ehemaliger Tänzer - zuletzt in einem langjährigen Engagement unter Erich Walter an der Deutschen Oper am Rhein - besonders verbunden. Bereits unter Walter, später unter Heinz Spoerli, zuletzt unter Youri Vàmos hat er diesen Bereich mit oftmals internationaler Wirkung im Bild festgehalten. Damit wird Eduard Straub zu einer zentralen Quelle, der mit seiner speziellen Sicht auf die Künstler und Inszenierungen nachhaltig das visuelle Gedächtnis für die Geschichte der Deutschen Oper am Rhein bis in die unmittelbare Gegenwart hinein bestimmt.

Hamlet-Transfer: Theatermuseum legt Publikation für internationales Forschungs- und Ausstellungsprojekt vor

Als eine Bestandsaufnahme verstand sich die internationale Konferenz "Hamlet-Transfer. Stage, Laguage, Politics" im Düsseldorfer Theatermuseum im Oktober 2008. Das Theatermuseum legt jetzt in einer ersten Publikation die Ergebnisse aus Theater-, Literatur- und Medienforschung vor. Mit sieben Vorträgen und zusätzlichen Präsentationen wurde die europäische Dimension des Hamlet-Themas deutlich umrissen. Ziel der Konferenz war es nicht - wie der Initiator Dr. Winrich Meiszies betont - "alle Fragen zu klären, sondern Fragestellungen für einen europäischen Forschungsaustausch aufzuwerfen", an dessen Ende ein gemeinsames Ausstellungsprojekt stehen wird.

"Eine europäische Ausstellung auf europäische Art und Weise zu erarbeiten", ist das Ziel dieses Netzwerkes. Wichtig ist den Düsseldorfer Initiatoren des Projektes dabei der Transfer-Gedanke, die wechselseitige Beeinflussung der unterschiedlichen Theaterkulturen zwischen London und Moskau, zwischen Stockholm und Madrid. Gemeinsamkeiten zu betonen, Unterschiede deutlich und verständlich zu machen, macht den europäischen Geist dieses Projektes aus.

Der Druck der Publikation (72 Seiten) wurde durch die Unterstützung ungenannter Sponsoren ermöglicht. Sie ist im Theatermuseum gegen einen Unkostenbeitrag von EUR 10,- erhältlich.

Das breit angelegte Feld exemplarischer Themen führte die Tragfähigkeit des Themas "Hamlet" eindrucksvoll vor Augen und bestärkte die Teilnehmer darin, die Forschung aufzunehmen und für eine Ausstellung aufzubereiten. In einem ersten Schritt wird das Themenfeld der polnisch-deutschen Hamlet-Geschichte in einer eigenen Ausstellung 2011/12 dargestellt werden. Dabei arbeiten das Düsseldorfer Theatermuseum, das Polnische Theaterinstitut, Warschau, und die Theaterabteilung des Stadtmuseums Krakau zusammen

Weitere Informationen zum Projekt ...


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10. Februar 2012 | 01:02 Uhr

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