Museum für Zuschaukunst: Zwischen "Krähwinkel" und "Kunstanstalt"

Costüme aus dem 16. u. 17. Jahrhundert zum Künstlerfest des Malkasten am 14. Febr. 1852 zu Düsseldorf - Lithografie von Wilhelm Camphausen (1818-1885). Druck: Arnz & Co in Düsseldorf.
Theater und Maler im 19. Jahrhundert zwischen Mummenschanz und Reformidee - Ausstellung vom 7. Oktober 2011 bis 15. Januar 2012 (verlängert bis 4. März 2012)
Als das Theater im Laufe des 19. Jahrhunderts zum Massenmedium avanciert, wird es zum beliebten Gegenstand der bildenden und grafischen Künste, so auch für die Düsseldorfer Malerschule. Lokale Theaterreformer wie Johann Gottfried Wohlbrück oder Karl Immermann setzen auf die Zusammenarbeit mit den Künstlern, um eine zunehmende Perfektion der Bühnenillusion zu erreichen. In hoher Auflage produzierte Druckgraphiken etwa der Düsseldorfer Firma Arnz & Co. halten seit etwa 1817 für Theaterenthusiasten die Erinnerung an Aufführungen fest und dienen den Theaterpraktikern als Vorlage für eigene Produktionen.
Die Ausstellung entdeckt die Geschichte des Düsseldorfer Theaters im 19. Jahrhunderts anhand von bislang unbeachteten Bildern und Dokumenten neu. [Neben eigenen Beständen präsentiert das Theatermuseum Leihgaben u.a. aus der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln, der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, der Stiftung Sammlung Volmer und dem Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv.
Begleitprogramm zur Ausstellung
Angebot für Schulen
Papiertheaterworkshops für Schüler und Schülerinnen ab Klasse 2
Kosten: Euro 5,- pro Schüler (inklusive Material)
Dauer: 3 Stunden
Kontakt: 0211/8994660

Der Marktplatz zu Düsseldorf mit dem Stadttheater (links), Aquatintaradierung von Rudolf Bodmer nach Franz Paul Massau, um 1840.
Auschnitt aus "Rollenvertheilung" - Illustration von Wilhelm Camphausen (1818-1885) In: Düsseldorfer Monathefte , 3. Jg., No. 28 (1848).

