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Die Deiche immer fest im Blick (2 / 5)

Herbert-Eulenberg-Weg

Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 15.10.2007 der Bezirksregierung Düsseldorf wurde die Deichsanierung am Herbert-Eulenberg-Weg genehmigt. Im Zuge der 2008 erstellten Ausführungsplanung und Ausschreibungsuntertagen wurden die aktuellen Gesamtprojektkosten mit 4,75 Millionen Euro ermittelt. Seitens der Bezirksregierung wurde für die genannten Kosten ein Fördermittelbescheid iin Höhe von 80 Prozent erteilt.

Deich am Herbert-Eulenberg-Weg in Kaiserswerth
Abgeschlossen sind die Arbeiten zur Sanierung des Deiches am Herbert-Eulenberg-Weg in Kaisesrwerth. Während der Arbeiten gab es spektakuläre Funde: mächtige Mauerreste der alten Festung sowie ein vollständig erhaltenes Plattbodenschiff.

Im Ergebnis der Ende 2008 erfolgten öffentlichen Ausschreibung wurde der Auftrag an eine im Deichbau versierte Arbeitsgemeinschaft aus der Region erteilt. Nach vorbereitenden Baumfällungen wurde im April 2009 mit den Deichbauarbeiten begonnen. Dabei wurde abschnittsweise der alte, etwa 650 Meter lange Deich aufgenommen und mit zusätzlich angelieferten Bodenmassen nach dem Stand der Technik als Dreizonendeich mit landseitigem Deichverteidigungsweg neu aufgebaut. Insgesamt wurden 50.000 Kubikmeter Erdreich angeliefert.

Der neue Deich wurde aufgrund der wesentlich flacheren Böschungen sowie einer Anpassung an das neue Bemessungshochwasser von 2004 mit zusätzlich ein Meter Freibord erheblich breiter als der alte Deich. Aus diesem Grund war umfangreicher Grunderwerb erforderlich. Im Genehmigungsverfahren deutete sich bereits an, dass mit dem geforderten Erhalt des alten, denkmalgeschützten Pumpstationgebäudes am Deich und des in Rheinnähe ausgewiesenen Bodendenkmalbereiches den Belangen des Denkmalschutzes besondere Aufmerksamkeit beim Deichbau zu widmen ist. Es wurde deshalb bereits zu Baubeginn eine archäologische Fachfirma mit der Überwachung der Baumaßnahme beauftragt.

Spektakuläre archäologische Funde

Spektakuläre archäologische Funde in Kaiserswerth: Festungsmauerreste und Plattbodenschiff
Spektakuläre archäologische Funde in Kaiserswerth: Festungsmauerreste und Plattbodenschiff

Im Zuge des Rückbaus einer alten Ablaufleitung unter dem Deich kam es dann zu den spektakulären archäologischen Funden von Festungsmauerresten und des Plattbodenschiffes, welches im perfekten Zusammenspiel zwischen Stadt, Arge, Archäologen und Bezirksregierung am Ende komplett geborgen werden konnte. Die zusätzlichen Kosten für die Freilegung und Dokumentation der archäologischen Funde belaufen sich auf 750.000 Euro. Da das finanzielle Ergebnis der Bauausschreibung aufgrund der zum Ausschreibungszeitpunkt (Januar 2009) gesunkenen Baupreise entgegen der Kostenberechnung günstiger ausfiel, kann der Aufwand für die Archäologie kostenmäßig kompensiert werden, ohne dass der Gesamtkostenrahmen überschritten wird. Eine Förderung der archäologischen Arbeiten durch das Land wurde von der Bezirksregierung zugesichert.

Trotz der aufgetretenen Behinderungen durch die archäologischen Funde wurde mit erhöhtem Arbeitseinsatz das wichtige Ziel der Wiederherstellung des durchgehenden Hochwasserschutzes bis zum Beginn der hochwassergefährdeten Zeit (1. November 2009) planmäßig erreicht. Nach noch erforderlichen Restarbeiten beim Wegebau und den Pflanzarbeiten für die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen wird der neue Deich, der eine wesentliche Verbesserung der Hochwassersicherheit für Kaiserswerth bedeutet, Mitte 2010 fertig gestellt sein.

Mehr zum Thema archäologische Funde:

 

Themen und Deichabschnitte im Überblick:

  • Teil 1
    44 Kilometer Deiche schützen die Stadt vor Hochwasser des Rheins | Wittlaer
  • Teil 2
    Herbert-Eulenberg-Weg | Spektakuläre archäologische Funde
  • Teil 3
    Rheinufermauer zwischen Kaiserpfalz und Mühlenturm | Hochwasserschutzanlage Burgallee
  • Teil 4
    Lohauser Deich | Hafen | Projekt Hafenspitze | Zollhafen
  • Teil 5
    Rückstaudeiche am Brückerbach | Ortslage Himmelgeist | Himmelgeister Rheinbogen | Hochwasserschutzmaßnahme Benrath, Im Diepental | Meerbusch-Büderich des Deichverbandes Neue Deichschau Heerdt

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23. April 2014 | 20:17 Uhr

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