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Die Deiche immer fest im Blick (4 / 5)

Lohauser Deich

Die Planungen für den Lohauser Deich wurden erforderlich, nachdem eine Standsicherheitsuntersuchung aus dem Jahre 2004 ergeben hatte, dass der Deich auf Grund seiner Lagerungsdichte, zu steiler Böschungen sowie der auf dem Deich stehenden Bäume, nicht dem aktuellen Stand der Technik entspricht, Hinzukommen ein Fehlmaß von 0,5 Meter zum Bemessungshochwasser inklusiv 1,0 Meter Freibord sowie das Fehlen eines Deichverteidigungsweges. Die Planung zur Sanierung des Lohauser Deiches ist zurzeit im Stadium der Vorplanung. Hier werden die konstruktiven Varianten (Erdbau, Spundwand, Betonwand) zur Sanierung untersuch.t

Lohauser Deich mit dem großen Überflutungsbereich auf der rechten Seite
Der Lohauser Deich mit dem großen Überflutungsbereich auf der rechten Seite.

Die Vermessungsarbeiten des fünf Kilometer langen Deichabschnitts wurden im November 2009 abgeschlossen, nachdem im September 2009 zusammen mit der Bezirksregierung festgelegt wurde, dass eine Sanierung ausschließlich in der vorhandenen Trasse Sinn macht. Die Konflikte und die Kosten, die eine Rückverlegung mit sich bringen, würden den Gewinn an Retentionsraum nicht rechtfertigen. Zuvor hatte die mit der Planung beauftragte Arbeitsgemeinschaft im Juni 2009 eine "Entscheidungsvorlage zur Findung der Vorzugsvariante" vorgelegt, die im Wesentlichen auf der Ermittlung des Konfliktpotentials im gesamten Deichabschnitt basiert. Dazu waren umfangreiche Gespräche insbesondere mit den Stadtwerken Düsseldorf (Wasserwerk ,"Am Staad"), Straßen NRW (Autobahnbrücke) sowie dem Stadtentwässerungsbetrieb als Betreiber des Rheindükers und einer weiteren querenden Regenwasser-Auslassleitung zu führen. Nach einer weiteren detaillierten Baugrunduntersuchung soll im Jahre 2010 die Vorplanung zu einer Vorzugsvariante führen und eine Entwurfsplanung ausgearbeitet werden.

Neben der Altstadt sind auch die angrenzenden Flächen mit Landtag und Rheinpark Bilk vor Hochwasser geschützt
Hochwasserschutz am Rheinpark Bilk.

Hafen

Mit Bescheid der Bezirksregierung Düsseldorf vom 7.11.2002 wurde das Hochwasserschutzkonzept für das Plangebiet Franzius-/Speditionstraße genehmigt. Inhalt des Konzeptes ist die schrittweise Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen zur Erreichung einer geschlossenen Hochwasserschutzlinie bis zum Bemessungshochwasser. Mittlerweile wurde das Konzept weitgehend umgesetzt Die letzte dafür erforderliche Teilmaßnahme ist der Einbau eines mobilen Hochwasserschutztores im Bereich des Durchganges zum Julo-Levin-Ufer zwischen Port Event-Center und dem Gebäude Speditionstraße 5. Nach der endgültigen Fertigstellung des Objektes Speditionstraße 1-3 (SIGN) kann im Anschluss mit der Umsetzung des mobilen Verschlusses begonnen werden. Die voraussichtlichen Baukosten werden rund 60.000 Euro betragen.

Projekt Hafenspitze

Hafenspitze am Kopf der Speditionstraße mit der Neubebauung
Die Hafenspitze am Kopf der Speditionstraße mit der Neubebauung.

Nach der bereits 2005 erfolgten Fertigstellung des Hochwasserschutzes im Bereich der Westseite der Speditionstraße wurde im Zuge der Baumaßnahme "Hafenspitze" der Hochwasserschutz für die Halbinsel Speditionstraße komplettiert. Auf der Grundlage einer wasserrechtlichen Plangenehmigung wurde dabei umlaufend von der Hafenbrücke im Handelshafen bis zum Hochwasserschutzdamm der Kranbahn im Hafenbecken A eine Hochlegung der Bauköpers bis zur Höhe des Bemessungshochwassers hochgelegt. Die Eingriffbereiche in die historische, vorgelagerte Pflasterböschung wurden auf Kosten des Investors Hafenspitze ebenfalls wieder hergestellt.

Zollhafen

Bereits bei den extremen Niedrigwasserständen 2003 wurden im Bereich der nördlichen Uferwand im Zollhafen (entlang des Parlamentsufers, Länge 370 Meter), örtlich massive Schäden im Mauerfußbereich festgestellt. Für eine gutachterliche Beurteilung dieser Schäden hinsichtlich der Standsicherheit der Uferwand war eine Reihe von Untersuchungen, wie z.B. Kernbohrungen und Unterstützung durch Taucher erforderlich. Die Bohrarbeiten waren stark wasserstandsabhängig, so dass es eines erheblichen Zeitaufwandes bedurfte, ehe diese Arbeiten aussagefähige Ergebnisse erbrachten. Außerdem waren Recherchen im Stadtarchiv zu Planung und Bau der um 1890 erbauten Wand erforderlich. Ein Sachverständigen-Gutachten liegt nun seit Ende 2009 vor und weist auf Ausspülungen und Hohlräume im Pfahlgründungsbereich hin. Mittelfristig muss eine Gründungssanierung der Uferwand erfolgen. Als Sofortmaßnahme wird auf Anraten des Statikers eine Kontrollvermessung von Wand und Hinterfüllungsbereich vorgesehen.

 

Themen und Deichabschnitte im Überblick:

  • Teil 1
    44 Kilometer Deiche schützen die Stadt vor Hochwasser des Rheins | Wittlaer
  • Teil 2
    Herbert-Eulenberg-Weg | Spektakuläre archäologische Funde
  • Teil 3
    Rheinufermauer zwischen Kaiserpfalz und Mühlenturm | Hochwasserschutzanlage Burgallee
  • Teil 4
    Lohauser Deich | Hafen | Projekt Hafenspitze | Zollhafen
  • Teil 5
    Rückstaudeiche am Brückerbach | Ortslage Himmelgeist | Himmelgeister Rheinbogen | Hochwasserschutzmaßnahme Benrath, Im Diepental | Meerbusch-Büderich des Deichverbandes Neue Deichschau Heerdt

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17. Sept. 2014 | 23:34 Uhr

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