
Bürgermeisterin Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann überreichte in Vertretung von Oberbürgermeister Dirk Elbers im Rahmen eines kleinen Empfanges im Jan-Wellem-Saal des Rathauses am Dienstag, 24. November, Werner Stegemann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Aufgrund seiner mehr als dreißigjährigen Tätigkeit als stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes und Leiter von dessen Treuhandverwaltung verfügt Rechtsanwalt Werner Stegemann über herausragende Kenntnisse auf dem Gebiet des Stiftungswesens. Diese setzte er nicht nur im Stifterverband, sondern auch außerhalb seiner beruflichen Tätigkeit mit großem Erfolg für die Belebung des Stiftungswesens ein. Mehrere bedeutende Unternehmerstiftungen verdanken ihre Entstehung seiner Initiative. So war er bei der Gründung der Otto-Junker-Stiftung maßgeblich an der Formulierung der Stiftungssatzung und auch an der Bestimmung des Destinatärs beteiligt. Einziger Mittelempfänger ist danach die Technische Hochschule Aachen. Nach dem Tod des Stifters Dr. Junker im Jahr 1982 übernahm Stegemann den Vorsitz des Kuratoriums und nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Stifterverband auch den Vorstandsvorsitz. In dieser Doppelfunktion gelang es ihm nicht nur die Wissenschaft und Forschung nachhaltig zu fördern, sondern auch den Bestand des Unternehmens im Interesse seiner langjährigen Mitarbeiter zu sichern.
Ähnliche Verdienste hat Werner Stegemann auch bei der Gründung der ERTOMIS Stiftung in Wuppertal erworben. Von April 1998 bis April 2007 war er Vorsitzender des Kuratoriums ERTOMIS Stiftung GmbH und während seiner Tätigkeit maßgeblich an der Programmfindung und Projektförderung der Stiftung beteiligt.Von 1974 bis 1985 war Stegemann zudem stellvertretender Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins "Modellversuche im Bildungswesen e.V." der später in "Bildung und Begabung" umbenannt wurde. Das Interesse an der Förderung Hochbegabter hat bei Stegemann nie nachgelassen, so dass er auch nach Abgabe seines Vorstandsamtes bis heute aktives Mitglied des Vereins ist.
Seit einem Autounfall im Oktober 1959 ist die Ehefrau von Werner Stegemann an den Rollstuhl gefesselt. Seither pflegt und betreut Stegemann seine Frau aufopferungsvoll und organisiert den gesamten Haushalt. Die Pflege stellt sowohl große physische als auch psychische Anforderungen an ihn und bedarf eines hohen Maßes an Einfühlungsvermögen und Zuwendung. Dass Frau Stegemann nach all den Jahren, wenn auch eingeschränkt, noch am Leben teilnehmen kann, hat sie in erster Linie ihrem Ehemann zu verdanken.