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Kö-Bogen-Gestaltung: Politische Mehrheit folgt Verwaltungsvotum

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Bei der Pflastergestaltung machen Kombination aus Natur- und Betonstein das Rennen/ Empfehlung umfasst auch die Bankfamilie

Für eine Kombination aus Naturstein und Betonstein bei der Gestaltung der befestigten Freiflächen des Kö-Bogens hat sich die politische Mehrheit in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, des Planungs-, des Ordnungs- und Verkehrsausschusses und der zuständigen Bezirksvertretung am Freitag, 27. Januar, im Rathaus ausgesprochen. Nach der Auswertung eines "Stresstests" mit den vielfältigen Beanspruchungen der Musterflächen auf dem Schadowplatz durch den Weihnachtsmarkt, den anschließenden Belastungstests mit intensiven Reinigungen und auch nach der Auswertung des Votums der Bürgerbeteiligung hatte die Stadtverwaltung die Verwendung einer Kombination aus dem Naturstein Herschenberger Granit und dem Betonstein Decado Finerro grau empfohlen. Dieser Empfehlung ist nun die Mehrheit der Politiker in den drei Ausschüssen, nicht jedoch in der Bezirksvertretung gefolgt.

Naturstein Herschenberger Granit
Naturstein Herschenberger Granit

Insgesamt umfasst der erste Bauabschnitt Flächen von 17.450 Quadratmetern, davon sollen knapp 2.000 Quadratmeter mit Naturstein und der Rest mit Betonstein versehen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der Hofgarten-Terrassen. Für diese Lösung sprechen auch Kostengründe: Betonsteinplatten kosten rund 65 Euro pro Quadratmeter, der Naturstein dagegen mit rund 300 Euro mehr als das Vierfache. Hinzu kommt, dass die Auswertung des Belastungstests, bei dem die Wasseraufnahme, der Widerstand gegen Tausalz, die Schmutzabweisung, das Reinigungsverhalten und auch der Gleit- und Rutschwiderstand im Mittelpunkt gestanden haben, für die vorgeschlagene Lösung spricht. Der Herschenberger Granit, der aus Steinbrüchen in Niederösterreich kommt, setzt zudem die Gestaltqualität der Königsallee fort und hat sich dort bereits technisch bewährt.

Dem Herschenberger Granit fast ebenbürtig ist der granitgraue Betonstein Decano Finerro. Er verbindet hervorragend technische Eigenschaften eines standardisierten Betonsteins mit der Gestaltqualität des Naturproduktes Granit. Das Erfolgsrezept dieses Steines liegt im Zuschlagsstoff, der aus Granit und weiteren Edelsplitten gefertigt wird. Auf den übrigen Wegen und Plätzen des Kö-Bogens soll dieses Material eingesetzt werden, um Großzügigkeit und Ruhe auszustrahlen und um diese zu vernetzen.

Betonstein 'Decado Finerro grau'
Betonstein "Decado Finerro grau"

Insgesamt 21 Pflastersteinvarianten waren gesichtet worden, bevor die "Kleine Kommission Kö-Bogen" sieben Muster in die engere Wahl nahm. Diese wurden im Oktober 2011 auf dem Schadowplatz in Abschnitten von je 50 Quadratmeter Größe verlegt und öffentlich präsentiert. Darunter waren vier verschiedene Betonsteine und für eine mögliche Akzentuierung der oberen Promenade der Hofgartenterrassen und deren adäquate Anknüpfung an den hochwertigen Belag der Kö, drei Natursteine.

Verbunden mit der Empfehlung der Stadtverwaltung für die Pflasterflächen war auch eine Empfehlung für die weiteren Bestandteile der so genannten Möblierung. Dazu gehören die "Bankfamilie Kö-Bogen" mit Ergänzungsmodellen Kö, Hofgarten und Altstadt, durch die die Übergänge zu den angrenzenden historischen Bereichen geschaffen werden, die Modelle der Leuchtenfamilie "City Elements", die Abfallbehälter "Modell Tara", das Pfostenmodell "Morano 1" und die Fahrradbügel "Sondermodell Flachstahl".

Bank aus der Bankfamilie für den Kö-Bogen
Bank aus der Bankfamilie für den Kö-Bogen.

Die Leuchtenfamilie "City Elements" ist für alle lichttechnischen und atmosphärischen Situationen einsetzbar. Sie kann als Straßen- wie als Platzleuchte durch ihre unterschiedlichen Lichtpunkthöhen verwendet werden. Leuchten zur Anstrahlung von Fassaden und Objekten sind in die Stelen integrierbar. Das Design ist hochwertig, zurückhaltend und zeitlos, dazu sind sie gut mit anderen Ausstattungs-Elementen kombinierbar. Eine effiziente, funktionsgerechte und ohne Störwirkungen versehene Ausleuchtung kann damit nach Meinung der Verwaltung gewährleistet werden.

Die Barrierefreiheit ist für die Stadt Düsseldorf ein selbstverständiges Anliegen. Eine zusätzliche Rampe zwischen oberer und unterer Promenade soll in kurzen Abständen den barrierefreien Zugang zum Uferweg entlang der Landskrone gewährleisten. Details zur Barrierefreiheit werden in Fortführung der laufenden Gespräche, mit den Behindertenverbänden gemeinsam entwickelt werden.

(27. Januar 2012)

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Weitere Informationen:

Kö-Bogen, Ausschnitt Modellbild
Der Kö-Bogen


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