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Gärtnertipp für Februar: Schneeball und Zaubernuss

Städtisches Gartenamt wendet sich an Besitzer kleiner Gärten

In kleineren Hausgärten, Höfen oder Vorgärten muss sich ein Gärtner sehr gut überlegen, was er an welche Stelle pflanzt. Oft werden die städtischen Gärtner gefragt, was, wo am besten gepflanzt werden soll. Daher haben sie sich entschlossen, in einer Serie jeden Monat auch für kleinere Gärten geeignete Bäume und Gehölze vorzustellen. Im Februar lauten die Tipps: Duftender Schneeball und Zaubernuss. Die komplette Liste wird nach Ende der Serie im Internetangebot des Gartenamtes gezeigt.


Duftender Schneeball

Besucher der städtischen Gärten und Parks fällt in diesen Tagen der blühende und weithin duftende Strauch, den Duftenden Schneeball (Viburnum farreri, Synonym Viburnum fragrans) auf. Der Duftende Winterschneeball stammt aus China. Die Gärtner des Gartenamtes empfehlen dieses robuste Gehölz auch für den Vorgarten oder Kleingarten. Der Boden sollte feucht und durchlässig sein, der Standort sonnig bis halbschattig, so der Expertenrat. Wer also auch in der eher tristen Jahreszeit einen Farbtupfer für den heimischen Garten sucht, ist mit diesem winterharten und außerdem sehr wohlriechenden Gehölz gut beraten.

Denn der Duftende Schneeball übt einen besonderen Reiz auf Menschen aus, denn seine hübschen, zarten Blüten öffnen sich unabhängig von der Temperatur. Sie blühen auch bei Eis und Schnee und nicht aufgrund der aktuell milden Temperaturen. Besonders auffällig ist beim Duftenden Schneeball der schwere, geradezu betörende Duft des Strauches. Die Gattung Schneeball (Viburnum) ist in der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet und mit dem Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) kommt auch eine Art bei uns wild vor. In den Düsseldorfer Parkanlagen ist der Duftende Schneeball zum Beispiel am Eingang zum Mauergarten im Schlosspark Benrath und im Südpark (Heckengärten) zu finden.


Zaubernuss

Die Zaubernuss (Hamamelis) gibt es als Solitärstrauch oder Kleinbaum. Damit er richtig zur Geltung kommt, so empfehlen die Stadtgärtner, sollte er immer frei in Einzelstellung gepflanzt werden. Für den kleinen Hausgarten eignet sich eine Zaubernuss besonders gut, da sie sehr langsam wächst. Es dauert etwas bis sich ein ausladender Solitärstrauch entwickelt, der dann aber zusätzlich zur Winterblüte im Herbst durch eine wunderschöne Laubfärbung besticht.

Es gibt sechs Arten der Zaubernuss, die ursprünglich in Nordamerika und Ostasien ihre Heimat haben. Besonders beliebt ist sie wegen der auffälligen winterlichen Blüten. Das Farbspektrum umfasst kupferrot, tieforange oder goldgelb. Die Blütezeit reicht von Dezember bis in den Februar. Der Kleinbaum liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen humosen, frischen Boden. Die Zweige machen sich auch geschnitten in der Vase sehr gut. Außerhalb der Blütezeit wirkt der Strauch wie eine Haselnuss, ist aber botanisch damit nicht verwandt. Aufgrund dieser Ähnlichkeit im Blatt wird die Zaubernuss in England gerne Witch-Hazel (Hexenhasel) genannt. Weitere schöne Winterblüher sind zum Beispiel der Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum), die Winterkirsche (Prunus subhirtella 'Autumnalis Rosea' ) oder die Winterblüte (Chimonanthus praecox).

Das Gartenamt plant, pflegt und unterhält die öffentlichen Grün- und Freiflächen, darunter bekannte Parkanlagen wie den Nordpark oder den Schlosspark Benrath. Solche großzügigen Flächen stehen den privaten Gartenbesitzern in der Regel nicht zur Verfügung. Spätestens wenn Bäume gefällt werden sollen, kommt das Gartenamt ins Spiel. Denn die Düsseldorfer Baumschutzsatzung regelt, welche Bäume gefällt werden dürfen und welche erhalten werden sollen. Damit es erst gar nicht dazu kommt, dass ein Baum fallen muss, weil er zu groß geworden ist, sollten Gartenbesitzer sorgfältig auswählen, welches Gehölz zu ihrem Garten passt.

(23. Februar 2012)

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