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Faszination Gottesanbeterin

Studioausstellung im Aquazoo vom 1. Februar bis 28. April

"Schrecklich oder göttlich? Faszination Gottesanbeterin" - so lautet der Titel einer Studioausstellung, die vom 1. Februar bis 28. April im Aquazoo - Löbbecke Museum gezeigt wird. Sie gibt einen Einblick in die beeindruckende Vielfalt der Fangschrecken, vielen Menschen besser unter dem Namen "Gottesanbeterin" oder "Mantide" bekannt. Die Studioausstellung, eine Zusammenarbeit mit den Mantidenfreunden Niederrhein, leitet das "Jahr der Biodiversität" im Düsseldorfer Aquazoo ein.

Das häufig sehr eigenwillige Aussehen der Gottesanbeterin, ihre graziöse Anmut und ihr spannendes Verhaltensspektrum weckten seit frühester Zeit Neugier und Interesse des Menschen. Kaum ein anderes Insekt vereint leidenschaftliche Verehrung und Faszination ebenso wie Abneigung und Aberglauben. Ihr typisches Aussehen mit dem beweglichen dreieckigen Kopf, den großen Facettenaugen und nicht zuletzt ihren wie Klappmesser funktionierenden, dornenbewehrten Fangarmen verhalfen ihr zu diesem ganz besonderen, unvergleichlichen Stellenwert.

Der wissenschaftliche Gattungsname "Mantis" wurde von Naturforscher Carl von Linné 1758 vergeben. Er stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Prophet", "Wahrsager" oder "Seher". Namensgeberin war wahrscheinlich die Prophetin Manto aus der griechischen Mythologie.

Dreieckiger Kopf und Arme wie Klappmesser

Bereits aus dem alten Reich Ägyptens, das heißt etwa 2.000 v. Chr., fanden die Archäologen schriftliche Hinweise auf Mantiden. Sie wurden Gräbern beigelegt und selbst mumifiziert. Die Römer prägten eine Münze mit ihrem Konterfei. Doch auch Mystik und Aberglaube umgeben diese Tiere. Werden sie in einigen Regionen des südlichen Afrikas noch heute als Ahn aller Lebenden verehrt, wurden sie in Europa eher mit Angst, Unglück und Krankheit in Verbindung gebracht.

Diese Meister der Tarnung waren und sind Inspiration für Künstler, Vorbild für die Darstellung von Aliens und begehrtes Forschungsobjekt. Ihrer geheimnisvollen Faszination kann man sich nur schwer entziehen. Ob nun schrecklich oder göttlich, das kann der Einzelne bei einem Besuch selbst entscheiden.

Die Ausstellung im Aquazoo - Löbbecke Museum, Kaiserswerther Straße 380, umfasst Informationstafeln, Fotos, Insektenkästen, kurze Filme und lebende Tiere. Der Aquazoo ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

(2. Februar 2010)

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Gottesanbeterin
Der bewegliche dreieckige Kopf ist typisch für die Gottesanbeterin

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