PFT- Grundwasserverunreinigung in Gerresheim
Im Jahr 2009 wurde eine Grundwasserverunreinigung durch perfluorierte Tenside (PFT) in Gerresheim, westlich der Straße Nach den Mauresköthen festgestellt, die offensichtlich ursächlich mit dem Löschschaumeinsatz beim Großbrand einer Lagerhalle im Jahr 2001 zusammenhängt.
Lage und Ausmaß der eigentlichen Absickerungsstellen im Boden und davon ausgehend ins Grundwasser werden zurzeit erkundet und deren Sanierungsmöglichkeiten geprüft.
Die Schadstoffe haben sich bereits im Grundwasser ausgebreitet. Das Verunreinigungsgebiet und die bislang im Grundwasser festgestellten PFT- Gehalte sind in einer Karte dargestellt.
Durch die Nutzung von Gartenbrunnen in dem betroffenen Gebiet können die Schadstoffe mit dem Gießwasser in bisher nicht verunreinigte Bodenbereiche sowie in Nutz- und Zierpflanzen verlagert werden. Die bisher untersuchten Boden- sowie Obst- und Gemüseproben lassen aber keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus der zurückliegenden Nutzung und der damit verbundenen Schadstoffverlagerung erwarten.
Eine Gefährdung bei weiterhin uneingeschränkter langfristiger Nutzung des verunreinigten Grundwassers kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Verwendung von Grundwasser zu Bewässerungszwecken wurde deshalb im Sinne eines vorbeugenden Boden- und Gesundheitsschutz per Allgemeinverfügung untersagt. Die Allgemeinverfügung wurde im Amtsblatt der Stadt Düsseldorf am 01.05.2010 bekannt gemacht und ist für 15 Jahre gültig.
Die Betroffenen Anwohner sind informiert.
Die Nutzungsuntersagung soll regelmäßig auf Grundlage der fortlaufenden Untersuchungen räumlich angepasst werden.
Mehr Informationen zum Thema PFT finden Sie in einem ausführlichen Informationsblatt.

