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Lärmaktionsplan Düsseldorf

Im Rahmen der 2007 durchgeführten Lärmkartierung des Stadtgebiets Düsseldorf konnten bereits großflächige Problembereiche ausgehend vom Straßen-, Schienen- und Flugverkehr aufgezeigt werden. Auf der Basis dieser Ergebnisse sind zur Abwehr von Gesundheitsgefährdungen Schutzmaßnahmen zu prüfen und ein Lärmaktionsplan aufzustellen. Lärmbrennpunkte, die sich insbesondere aus dem Straßenverkehr und dem in vielen Fällen parallel verlaufenden Straßenbahnnetz ergeben, sind im Stadtgebiet Düsseldorf in großer Zahl anzutreffen.
Es wird deutlich, dass ein langfristig ausgerichtetes Lärmschutzkonzept notwendig wird, um hier Abhilfe zu schaffen. Daraus sind anschließend konkrete ortsbezogene Maßnahmen abzuleiten. Der Lärmaktionsplan stellt die strategische Grundlage für die Lärmbekämpfung in Düsseldorf dar.

Bisherige und geplante Maßnahmen
In Düsseldorf sind in den letzten Jahren bereits eine Vielzahl von Aktivitäten zur Lärmbekämpfung initiiert und umgesetzt worden, die es aufzugreifen und fortzuentwickeln gilt. Dies sind insbesondere:

Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Minderung des Schienenverkehrslärms (DB AG und Rheinbahn) und des Fluglärms Gegenstand des Lärmaktionsplans Düsseldorf. Hier werden in erster Linie die bewährten Instrumente (z.B. Lärmsanierungsprogramm des Bundes an Schienenwegen, Nachtflugbeschränkungen etc.) weiter entwickelt. Belastungen aus Industrie und Gewerbe sind eher kleinräumig und können in Verbindung mit dem Vollzug der Technischen Anleitung Lärm eingeschränkt werden.

Daneben sind Bund und Land in ihrer Zuständigkeit aufgefordert, wirksame Maßnahmen an der Quelle zu ergreifen. So bieten Fahrzeugantrieb, Reifen und Schienenlagerung noch erhebliche Minderungspotentiale. Letztlich kann eine umfassende und effektive Senkung der Lärmbelastungen in den Städten nur auf diesem Weg erfolgen.

Ein weiteres Ziel der Lärmaktionsplanung ist der Schutz sog. ruhiger Gebiete. Verbindliche Kriterien und Regelungen, in welcher Form der Schutz erfolgen soll, gibt es dabei für "ruhige Gebiete in einem Ballungsraum" nicht. Empfehlungen der europäischen Kommission setzen "einen besonderen Schwerpunkt auf Freizeit- und Erholungsgebiete, die für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind und die Erholung von den häufig hohen Lärmpegeln in der geschäftigen Umgebung der Städte bieten können".

Wie soll der Lärmaktionsplan umgesetzt werden?
Das ausgearbeitete Rahmenkonzept für die Lärmaktionsplanung umfasst quellenbezogen Maßnahmen zur Lärmreduzierung, die von Seiten der Stadt bzw. Trägern anderer öffentlicher Belange umzusetzen sind. Als dominante Lärmquelle in Düsseldorf ist der öffentliche Straßenverkehr maßgeblich. Im vorliegenden Lärmaktionsplan werden die verschiedenen laufenden wie auch zukünftigen Handlungsansätze bzw. Aktivitäten integriert und koordiniert. Die Umsetzung von Maßnahmen der Lärmaktionsplanung obliegt dabei dem jeweils zuständigen Träger der Verkehrsanlagen, so dass dessen Einvernehmen erforderlich ist. Die Stadtverwaltung ist hier entweder selbst in der Pflicht (kommunale Hauptverkehrsstraßen) oder hat koordinierende Funktion.

Mit Blick auf die sich anschließenden Arbeiten zur Umsetzung konkreter Maßnahmen an lokalen Lärmschwerpunkten bildet der Lärmaktionsplan Düsseldorf den notwendigen konzeptionellen Rahmen. Detaillierte ortsbezogene Lärmschutzmaßnahmen sollen nach bewährter Vorgehensweise in Verbindung mit dem Masterplan "Reduzierung des Straßenverkehrslärms" entwickelt und umgesetzt werden. Die Stadt Düsseldorf kommt damit ihrer rechtlichen Verpflichtung zur Aufstellung eines Aktionsplans nach.

Mitwirkung am Lärmaktionsplan Düsseldorf
Der vorliegende Lärmaktionsplan Düsseldorf ist Ergebnis der Abstimmung der damit befassten Ämter der Stadtverwaltung und externer Behörden, deren Anregungen und Hinweise eingearbeitet worden sind.

Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in den weiteren Abwägungsprozess und die Entscheidungen im Rahmen der Umsetzung des Lärmaktionsplans ein. Der Rat der Stadt hat den Lärmaktionsplan Düsseldorf per Beschluss vom 14. Juli 2011 in Kraft gesetzt.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

UBA "Silent city"
http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/index.html
http://www.umgebungslaerm.nrw.de/

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22. Oktober 2014 | 08:20 Uhr

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