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Pressemitteilung Umweltamt

30. April 2007

Startschuss zum Projekt Ökoprofit gefallen

Einsparpotenziale für Firmen in Energie, Wasser, Abfall werden aufgezeigt/Zehn Unternehmen machen mit

Den Startschuss zu dem ein Jahr lang laufenden Projekt Ökoprofit gab am Montag, 30. April, Beigeordneter Wilfried Kruse. Zehn Unternehmen beteiligen sich an diesem Zertifizierungsprojekt, das von Umweltamt und Wirtschaftsförderung in die Landeshauptstadt Düsseldorf geholt wurde. Ziel ist es, Einsparpotenziale der Unternehmen im Hinblick auf Energie- und Wasserverbrauch sowie Müllgebühren und Beschaffung zu finden. Auf diese Weise werden die Betriebskosten gesenkt und natürliche Ressourcen geschont. Die zehn teilnehmenden Düsseldorfer Unternehmen sind IKEA, FD Textil, KS Druckteam, Educon GmbH, Unifrax GmbH, Behr Labor-Technik GmbH, Fachhochschule Düsseldorf, Jugendberufshilfe gGmbH, Lamiflex und Zamek.

"Der Grundgedanke von Ökoprofit ist ebenso einfach wie einleuchtend: Das Konzept verbindet ökonomischen Gewinn mit ökologischem Nutzen", erklärte Wirtschaftsdezernent Wilfried Kruse. Um Sparpotenziale zu ermitteln wird im Zuge des Projektes zunächst anhand von Betriebsbegehungen eine Bestandsaufnahme gemacht. Gemeinsam mit den Ansprechpartnern in den Firmen wird ein Fachteam eine Projektübersicht fertigen. Ergänzend zu den Vor-Ort-Terminen finden während der Projektlaufzeit acht Workshops statt. Darin tauschen sich die Teilnehmer untereinander und mit dem Fachteam aus.

Die vorgeschlagenen Verbesserungen reichen nach bisherigen Erfahrungen von geänderten Einstellungen an den Kühl- oder Heizanlagen bis zur verbesserten Mülltrennung. Nach einer erfolgreichen Teilnahme werden die Unternehmen am Ende des Verfahrens offiziell mit dem Ökoprofit-Siegel ausgezeichnet. Teilnehmen können Betriebe aller Branchen. Der Eigenanteil der Firmen ist nach Beschäftigtenzahl gestaffelt und beträgt 2.500 bis 8.000 Euro. Enthalten sind darin die Kosten für die Workshops, die Betriebsbegehungen und die Projektberatung.

Bundesweit haben bisher etwa 1.500 Unternehmen Ökoprofit absolviert. Davon entfallen allein 670 auf Nordrhein-Westfalen, wo die Landesregierung das Projekt unterstützt und es bisher 58 Zertifizierungsverfahren gab. Zu den Ausrichtern gehören kleine Gemeinden ebenso wie Großstädte, zudem einige Regionen und kommunale Zusammenschlüsse. Oft kommt es zu Neuauflagen: So läuft das Projekt derzeit in Wuppertal, Dortmund und Münster zum fünften, in Essen und Bielefeld zum vierten Mal.

Ebenso vielfältig wie das Spektrum der Träger ist das der Teilnehmer: Es reicht von Betrieben mit zehn Mitarbeitern bis zu solchen mit über 1.000, wobei der Schwerpunkt auf den kleinen und mittleren Unternehmen liegt. Nach einer Ende Juni 2006 erstellten Statistik konnten die nordrhein-westfälischen Ökoprofit-Betriebe ihren Stromverbrauch um jährlich 181,5 Millionen Kilowattstunden drosseln. Das Abwasser reduzierte sich um 900.000 Kubikmeter und die Abfallmenge um über 36.000 Tonnen pro Jahr.

In Geld umgerechnet bedeuten diese Zahlen allein in NRW eine Ersparnis von jährlich 18,4 Millionen Euro. Um dies zu erreichen, setzten die Betriebe insgesamt 40,5 Millionen Euro ein. Im Schnitt machen sich die Investitionen also nach rund zwei Jahren bezahlt. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat werbewirksam dokumentiert.

Neben dem Ausrichter Stadt sind als Partner die Industrie- und Handelskammer, die Stadtwerke Düsseldorf, die Energieagentur NRW und die Effizienzagentur NRW mit im Boot. Mit der fachlichen Beratung wurde die B.A.U.M. Consult GmbH aus Hamm und das Beratungsunternehmen Consulting - Dr. Saumweber und Partner beauftragt.


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