Tag des Wassers
20. März 2008
Hausbesitzer müssen auf Abwasserleitungen achten
Umweltdezernentin Helga Stulgies appelliert, mit Sanierungen nicht zu lange zu warten
Hausbesitzer sollten Abwasserleitungen ihrer Immobilien regelmäßig überprüfen lassen und mit notwendigen Sanierungen nicht bis auf den letzten Drücker warten. "Wer Abwasserleitungen rechtzeitig in Ordnung bringt, leistet nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch zur Werterhaltung seines Hauses", betont Umweltdezernentin Helga Stulgies anlässlich des diesjährigen Tags des Wassers am Samstag, 22. März. Dieses Jahr lautet das Motto der Vereinten Nationen für den Weltwassertag "Siedlungshygiene, Abwasserentsorgung".
Die Umweltdezernentin rät, Leitungssanierungen vorausschauend bei Umbauten und Unterhaltungsarbeiten an Gebäuden mit einzuplanen. Denn für den Zustand der Abwasserleitungen auf privaten Grundstücken sind nach den wasserrechtlichen Regelungen die Grundstückseigentümer verantwortlich. Dazu sind die unterirdisch verlegten Abwasserleitungen im Abstand von 20 Jahren auf Dichtheit zu prüfen und, wenn Schäden festgestellt werden, sanieren zu lassen. Bei bestehenden Gebäuden ist die erstmalige Dichtheitsprüfung spätestens bis zum 31. Dezember 2015, bei baulichen Änderungen am Haus auch früher, vorzunehmen.
Mit der Gesetzesregelung wird unterstrichen, dass die geordnete Abwasserbeseitigung eine Grundvoraussetzung für gesunde Lebensbedingungen und Grundlage der Lebens- und Aufenthaltsqualität in besiedelten Gebieten ist. Die geordnete Abwasserbeseitigung war und ist darüber hinaus auch der entscheidende Schritt zu sauberen Gewässern.
Im Untergrund von Düsseldorf gibt es zur Sammlung des Abwassers und Fortleitung zu den Kläranlagen rund 1.600 Kilometer öffentliche Kanäle. Daran sind über 99 Prozent der Gebäude im Stadtgebiet angeschlossen. Der Anschluss erfolgt über unterirdisch verlegte Abwasserleitungen. Das in den Gebäuden anfallende Abwasser kann darüber jedoch nur dann tatsächlich die Kläranlagen erreichen, wenn sowohl die Abwasserleitungen auf den privaten Grundstücken als auch die öffentlichen Kanäle dicht sind. Aus undichten Kanälen und Leitungen würde das Abwasser versickern und letztlich zu Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers führen.
Hintergrund: Weltwassertag
Der 22. März eines jeden Jahres wurde im Dezember 1992 in einer Resolution von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" erklärt. Dadurch soll der besondere Stellenwert des Wassers für den Menschen und die Natur ins Bewusstsein gerufen und vor Augen geführt werden, dass sauberes Wasser im wahrsten Sinne des Wortes überlebensnotwendig ist.

