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Heizen und Kühlen mit Erdwärme im Kommen

28. Juli 2009

Umweltamt informiert Hausbesitzer mittels Broschüre und im Internet zu Möglichkeiten rund um die Geothermie

Die Nutzung von Geothermie - das Heizen und Kühlen mit Erdwärme oder -kälte - ist nach Angaben des Umweltamtes der Landeshauptstadt stark im Kommen. Allein in den letzten fünf Jahren wurden in Düsseldorf 230 Geothermieanlagen realisiert. Zum Vergleich: In den 15 Jahren davor waren es nur 50 Erdwärmenutzungen, die eingerichtet wurden.

Das Umweltamt unterstützt die ökologisch vorteilhafte und ökonomisch attraktive Nutzung der im Boden und Grundwasser gespeicherten Wärmeenergie im Stadtgebiet durch Information. So wurde die Broschüre "Geothermie in Düsseldorf" herausgegeben. Sie kann unter Ruf 89-25076 angefordert werden. Im Internet unter www.duesseldorf.de/umweltamt finden sich ebenfalls Informationen zur Geothermie. Dort kann zum Beispiel ein Antragsformular für die Beantragung der erforderlichen wasserbehördlichen Erlaubnis heruntergeladen oder die Karte zum geothermischen Potenzial eingesehen werden.

Das Spektrum der Geothermieanlagen reicht von schlichten Erdsonden für Einfamilienhäuser bis hin zu aufwändigen Klimatisierungssystemen für gewerblich genutzte Gebäudekomplexe. Für letztere ist das Düsseldorfer Stadttor ein prominentes Beispiel. Dort werden jährlich rund 600.000 Kubikmeter Grundwasser entnommen, um es für die Kühlung des Gebäudes zu verwenden. Weitere Beispiele geothermischer Nutzung sind das Interconti-Hotel an der Königsallee und das Haus vor dem Wind im Hafen. Zukünftig soll auch in dem geplanten Baugebiet "An der Piwipp" konsequent geothermische Energie genutzt werden.

Hintergrund: Geothermie

Energie lässt sich nicht nur aus Sonne und Wind, sondern auch aus dem Boden und dem Grundwasser gewinnen. Der Fachbegriff für die im Untergrund gespeicherte Energie ist Geothermie. Die Geothermienutzung zeichnet sich durch geringe Verbrauchs- und Betriebskosten aus. Sie ist gleichzeitig Klima schonend, weil bei der Energiegewinnung selbst kein Kohlendioxid entsteht. Es wird allerdings Strom für Nebenaggregate, insbesondere Pumpen, benötigt.

Durch den Einsatz von Erdsonden zu Heizzwecken können mit einer Kilowattstunde elektrischer Energie für Pumpen vier Kilowattstunden Heizenergie gewonnen werden. Dadurch werden die fossilen Energieträger wie Erdöl und Erdgas geschont und der Ausstoß von Kohlendioxid verringert. Beispielsweise können bei einem Einfamilienhaus durch Geothermie rund 30 Prozent Kohlendioxid gegenüber einem Erdgas-Brennwertkessel eingespart werden.

Im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf hat der geologische Dienst Nordrhein-Westfalen das geothermische Potenzial in Düsseldorf ermittelt. Die Ergebnisse werden in Form einer Karte von der Stadt zur Verfügung gestellt. Aufgrund der gegebenen Untergrundverhältnisse und des gut zugänglichen umfangreichen Grundwasservorkommens liegen in Düsseldorf günstige Voraussetzungen für die Nutzung der Geothermie vor. Die Karte findet sich im Internet unter der Adresse: www.duesseldorf.de/umweltamt/boden/geothermie.shtml


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