Umwelt-Aktivisten ausgezeichnet
1. September 2009
Umweltdezernentin Helga Stulgies vergibt Umweltpreis der Stadt
Gleich drei Preisträger hat Umweltdezernentin Helga Stulgies am Dienstag, 1. September, mit dem Umweltpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde geteilt. Geehrt wurden die Abteilung Düsseldorf des Sauerländischen Gebirgsvereins, die Journalistin Lika Weingarten und die Initiative für die Himmelgeister Kastanie. Die Mitglieder des Umweltausschusses hatten die drei Preisträger auf der Grundlage eines Juryvotums bestimmt.

Umweltdezernentin Helga Stulgies mit den Umweltpreisträgern
Die Abteilung Düsseldorf des Sauerländischen Gebirgsvereins erhielt für ihre schon seit vielen Jahren vorgenommenen Naturschutz-Einsätze im Forst 1.000 Euro. Seit über 25 Jahren pflanzt eine engagierte Gruppe von im Schnitt zehn Wanderern im Stadtwald heimische Bäume und Sträucher wie zum Beispiel Stieleichen, Hainbuchen, Haselnuss oder Hartriegel. Auch der herumliegende Müll wird eingesammelt. Die letzte Aktion fand im Frühjahr statt. Mehr als 7.000 Jungpflanzen sind so seit Beginn der Aktion gesetzt worden. Der Wald bekommt dadurch Jahr für Jahr Nachwuchs im Umfang von etwa 300 Bäumen und Sträuchern. Die Baumpflanzaktivisten des Sauerländischen Gebirgsvereins sind im Schnitt bereits über 70 Jahre alt, das älteste Mitglied ist 86 Jahre. "Es ist alles andere als selbstverständlich, sich in diesem Alter noch mit Freuden einer so schweißtreibenden ehrenamtlichen Tätigkeit hinzugeben", lobte die Dezernentin. Stellvertretend für die Gruppe nahm der Vorsitzende des Vereins, Mario Tranti, den Preis aus seinen Händen entgegen.
Lika Weingarten, als zweite Preisträgerin, bekam 750 Euro des Preisgeldes für die langjährige ehrenamtliche Betreuung des Düsseldorfer Umweltmagazins "Grünstift". Der Grünstift erscheint dreimal im Jahr in einer Auflage von 4.000 Exemplaren und er greift durchaus kontrovers, aber immer interessant Themen auf, die mit Natur- und Umweltschutz in Düsseldorf zu tun haben. Viele Artikel und Fotos stammen von Lika Weingarten selbst und als verantwortliche Redakteurin sorgt sie für das informative Gesamtkonzept, wozu auch die zeitgemäße Gestaltung des Umweltmagazins gehört. "Seit Anfang 2002 haben Sie hervorragende Leistungen vollbracht", betonte Helga Stulgies. Für die Ehrung vorgeschlagen worden war die Journalistin vom Naturschutzbund Deutschland NABU, der den Grünstift mit trägt.
Ebenfalls 750 Euro des Umweltpreisgeldes erhielt die Initiative für die Kastanie im Himmelgeister Rheinbogen, besser bekannt als "Freundeskreis der Himmelgeister Baumgeister". Der Baum leidet, wie viele andere Kastanien auch, an der Miniermotte und sollte schon einmal gefällt werden. Das war die Geburtsstunde der Initiative, die sich seit dieser Zeit, dem Jahr 2006, liebevoll und einfallsreich um ihn kümmert. Triebfeder des Ganzen ist Andreas Vogt, der mit anderen Aktiven - darunter seiner Ehefrau, die in ihrem Baumgeist-Kostüm zur Feier kam - eine lange Reihe von Aktionen auf die Beine gestellt hat: Jahr für Jahr werden Postkartensets produziert, eine DVD mit Fotos, Gedichten und Zeitungsartikeln ist entstanden, die Kastanie hat eine eigene Postanschrift und eine eigene Internetadresse. Über 2.000 Briefe aus der Umgebung und der ganzen Welt hat die Kastanie bisher erhalten. Vor kurzem erst übermittelten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler ihre Grüße. Damit die Kastanie noch lange steht, helfen Kinder der Astrid- Lindgren-Förderschule, wenn das von der Miniermotte befallene Laub gesammelt und zum Schutz des Baums entsorgt wird. Der Leiter der Schule hatte die Initiative für den Umweltpreis vorgeschlagen und war von der Bezirksvertretung 9 unterstützt worden. "Das Preisgeld haben die Himmelgeister Baumgeister bereits dem Verein Sterntaler gespendet, der Menschen in Not hilft", verkündete die Umweltdezernentin.
Hintergrund: Umweltprojektförderung
Per Beschluss des Umweltausschusses hatten 15 weitere Projekte Fördermittel
im Umfang von einigen hundert bis hin zu einigen tausend Euro
zugesprochen bekommen, darunter Dachbegrünungen und naturpädagogische
Projekte von Kindergärten und Schulen. 59 Projekte erhielten
im Rahmen der Aktion "Mach was draus!" für kleine Umweltprojekte
direkt durch das Umweltamt jeweils bis zu 150 Euro, zum Beispiel für
Hochbeete, Kräutergärten, Schmetterlingswiesen oder die Pflanzung alter
Obstbaumsorten. Einsendeschluss für die diesjährige Ausschreibung
ist der 30. September. Interessenten wenden sich an das Umweltamt, Telefon
89-25003,
E-Mail: ernst. schramm@duesseldorf.de

