Zurück zur Natur am Urdenbacher Altrhein
10. September 2009
Umweltamt gibt neues Faltblatt zur Gewässerrenaturierung heraus
Der Urdenbacher Altrhein soll im Herbst 2010 auf einer Länge von 2,3 Kilometern aus seinem bisherigen künstlichen Bett befreit werden und künftig neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten. Um die Arbeiten und ihre Ziele vorab näher zu erläutern, hat das Umweltamt ein Faltblatt heraus gebracht. Es liegt unter anderem in den Bezirksverwaltungsstellen und Bürgerbüros des Düsseldorfer Stadtsüdens, beim Umweltamt, Brinckmannstraße 7, im Umweltinfozentrum am Rheinufer (UIZ) in Höhe der Schulstraße und bei der Biologischen Station Haus Bürgel in der Urdenbacher Kämpe aus. Auch aus dem Internet lässt sich das Faltblatt herunterladen: www.duesseldorf.de/umweltamt/service/infmater/publikat.shtml
Möglich wird der naturnahe Altrhein-Umbau durch den Erwerb wertvoller Grünland- und Waldflächen seitens der NRW-Stiftung und der Landeshauptstadt Düsseldorf. Mittlerweile handelt es sich um eine Fläche von 120 Hektar. Die Baukosten für die Renaturierung liegen bei rund 700.000 Euro. An der Finanzierung beteiligen sich die Landeshauptstadt Düsseldorf, die NRW-Stiftung und der Bergisch-Rheinische Wasserverband. Die Awista GmbH wird die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen bezuschussen. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat eine anteilige Finanzierung in Aussicht gestellt. Die Biologische Station Haus Bürgel koordiniert das Projekt.
Um dem Urdenbacher Altrhein wieder eine natürliche Entwicklung zu ermöglichen, soll der Deich an zwei Stellen geöffnet werden. Nach der Deichöffnung sucht sich der Fluss auf der anderen Deichseite sein Bett selbst. Das Faltblatt schildert die ökologischen Vorzüge des so entste- henden neuen Gewässers und veranschaulicht mit Karte und Fotos die erwarteten Ergebnisse der geplanten Renaturierung. Der bestehende Wanderweg bleibt den Fußgängern, Radfahrern und Joggern erhalten, er wird sogar deutlich an Attraktivität gewinnen. Zwei neue Brücken über die Deichöffnungen ermöglichen wechselnde Blickperspektiven auf den Altrhein. Infotafeln sollen die ökologischen Besonderheiten des Gebietes erläutern. Bänke laden zukünftig zum Verweilen und Schauen ein.
Weitere Informationen zum Thema gibt es beim Umweltamt unter Telefon 89-26866.

