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Klimabericht 2012 der Landeshauptstadt Düsseldorf

14. Juni 2012

Es geht voran: Der Düsseldorfer Klimaschutz macht Fortschritte

Nach dem Klimabericht 2009 ist jetzt der Klimabericht 2012 erschienen. Er belegt auf über 90 Seiten, was Düsseldorfer Akteure und Projekte in den letzten Jahren erreicht und was sie sich für die Zukunft als Ziele gesetzt haben. Oberbürgermeister Dirk Elbers: "Der Bericht belegt eindrucksvoll, welche Bedeutung das Thema Klimaschutz in Düsseldorf hat. Allein im eigenen Verantwortungsbereich hat die Verwaltung innerhalb von vier Jahren fast 20 Prozent an Treibhausgasemissionen vermeiden können. Wir arbeiten stetig an neuen Projekten und gewinnen neue Partner für unser Klimaengagement."

Klimabericht 2012
Titelseite des Klimaberichts 2012

Zusätzliche Bedeutung erfahren die Düsseldorfer Erfolge vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende. Die Landeshauptstadt zeigt, dass bereits viel erreicht wurde. "Von dem Ziel, bis Ende 2012 23.000 Tonnen klimaschädliche Gase einzusparen, trennt die Stadtverwaltung Düsseldorf nur noch ein kleines Stück", erklärte Umweltdezernentin Helga Stulgies bei der Vorstellung des Klimaberichtes.

Erfolgsgrundlage sind zahlreiche Einzelprojekte. So wird zum Beispiel über einen Energieschirm in den städtischen Gewächshäusern Wärmeenergie im Umfang von 1,2 Millionen Kilowattstunden pro Jahr eingespart. Auch der gezielte Einsatz von Blockheizkraftwerken, die neben Wärme auch Strom produzieren, verringert den Energiebedarf der Verwaltung. Das in den Klärwerken entstehende Biogas deckt mittlerweile 50 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs bei der Abwasserreinigung. Besonders Strom sparende LED-Leuchten werden in zahlreichen Straßenleuchten und Verkehrsampeln eingesetzt.

Gebäude energetisch zu modernisieren und damit ihren Energiebedarf deutlich zu senken, ist ein besonders wichtiger Baustein beim Schutz des Klimas. Die Verwaltung geht auch hier - etwa mit der Sanierung von Schulgebäuden - konsequent voran. Aber auch die Wohngebäude hat sie im Visier: Von den 68.000 Düsseldorfer Wohngebäuden wurden 55.000 vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 erbaut. Sie haben damit aus heutiger Sicht erheblichen Nachholbedarf in Sachen Wärmedämmung und umweltfreundlicher Heizung.

Über die Serviceagentur Altbausanierung SAGA und das Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen in Düsseldorf" unterstützt die Stadt die Gebäudemodernisierung. Bisher hat das Umweltamt rund 1.300 Anträge auf finanzielle Förderung bearbeitet. Die SAGA kann für den Zeitraum seit ihrer Gründung im Jahr 2007 an die 5.000 Beratungskontakte vorweisen.

Das Solarkataster informiert schnell und unkompliziert über die Eignung von Dächern für Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Mit ein Grund dafür, dass sich der Anteil von privaten Solaranlagen im Berichtszeitraum weiter erhöht hat. Mieter, die kein eigenes Dach besitzen, können sich alternativ an einer Bürgersolaranlage beteiligen. 22 sind bereits auf städtischen Dachflächen installiert.

Düsseldorfer nutzen mehr und mehr auch die Energie in Boden und Grundwasser, die so genannte Geothermie. 535 Anlagen versorgen bislang Wohn- oder Gewerbegebäude mit Wärme. Erfreulich sind auch die Erfolge der städtischen Töchter. Effiziente und klimafreundliche Technologien wie Blockheizkraftwerke, Solaranlagen oder intelligente Steuerungen kommen beispielsweise bei Messe, Flughafen, Stadtsparkasse, Bädergesellschaft, Werkstatt für angepasste Arbeit oder Jugendberufshilfe zum Einsatz.

Der Industrie-, Gewerbe-, Handel- und Dienstleistungssektor engagiert sich ebenfalls. 32 Unternehmen haben bisher am Programm "Ökoprofit" teilgenommen und damit ihren Energieverbrauch um 3,1 Millionen Kilowattstunden gesenkt. In der aktuellen Ökoprofit-Auflage sind weitere 12 Unternehmen beteiligt.

Ziel der städtischen Aktivitäten ist die "klimaneutrale Stadt" im Jahr 2050. Bis dahin will die Landeshauptstadt Düsseldorf ihre Kohlendioxid-Emissionen um rund 80 Prozent und die pro-Kopf-Emissionen auf zwei Tonnen pro Bürger und Jahr gesenkt haben.

Düsseldorf ist angetreten, die vorhandenen großen Potenziale immer weiter zu erschließen. Im neuen Klimabericht beschreibt die Stadt ermutigende Erfolge auf dem Weg zum ehrgeizigen Ziel. Der 92-seitige Klimabericht 2012 wird in Kürze in vielen städtischen Dienststellen ausliegen und kann kostenlos beim Umweltamt, Brinckmannstraße 7, 40225 Düsseldorf, und via Telefon 49 49 49, bestellt werden. Der Download im Internet ist ebenfalls möglich, und zwar unter www.duesseldorf.de/umweltamt/download/klimabericht2012 (pdf-Datei, 8,4 MB).

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