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Graf-Adolf-Straße: Neues Gesicht für eine Pulsader der Stadt

4,4 Millionen Euro investiert/Yuccas am Stresemannplatz

Die Graf-Adolf-Straße, eine der wichtigsten Pulsadern im Straßensystem der Landeshauptstadt, hat nach einem mehrjährigen Umbau ein neues Gesicht erhalten. Rund 4,4 Millionen Euro investierten Stadt und Rheinbahn in das Vorhaben. Die Immobilien- und Stadtortgemeinschaft Graf-Adolf-Straße beteiligte sich an dem Umbauvorhaben mit rund 300.000 Euro.

Rasengleise im Verlauf der Graf-Adolf-Straße bedeuten mehr Ruhe für die Anlieger und sichern der Bahn einen eigenen Gleiskörper.
Rasengleise im Verlauf der Graf-Adolf-Straße bedeuten mehr Ruhe für die Anlieger und sichern der Bahn einen eigenen Gleiskörper.

Dazu Verkehrsdezernent Werner Leonhardt: "Neben beschleunigtem ÖPNV, barrierefreiem Ausbau der Haltestellen und zusätzlichen oder verbreiterten Fußgängerüberwegen finden die Besucher der Graf-Adolf-Straße mit Grüngleis, neuem Gehwegpflaster und einem umgestalteten Stresemannplatz eine attraktive Verkehrs- und Einkaufsstraße vor." Am Stresemannplatz, dessen Umbau einer der wichtigen Pfeiler in dem Gesamtvorhaben war, wachsen nach der von Tita Giese entwickelten Planung jetzt sogar Yuccas.

Verkehrsdezernent Werner Leonhardt, Ralf Lüdeking, Bereichsleiter Infrastruktur der Rheinbahn, und Alarik Graf Wachtmeister, Chef des Holiday-Inn-Hotels  (v.l.)
Freude nach dem abgeschlossenen Umbau der Graf-Adolf-Straße (v.l.) bei Verkehrsdezernent Werner Leonhardt, Ralf Lüdeking, Bereichsleiter Infrastruktur der Rheinbahn, und Alarik Graf Wachtmeister, Chef des Holiday-Inn-Hotels, das direkt an der Graf-Adolf-Straße liegt.

Mit der Umgestaltung des letzten Teilstückes ist die Graf-Adolf-Straße als wichtige Hauptverkehrsstraße und traditionsreicher Standort für Handel, Dienstleistungen und Kultur zwischen Graf-Adolf-Platz und Stresemannplatz insgesamt aufgewertet. Rund 2,4 Millionen Euro wurden seit September 2008 in den Umbau der eigentlichen Graf-Adolf-Straße investiert. Davon entfielen 1,4 Millionen auf die Rheinbahn-Arbeiten, der Rest auf den Straßenbau inklusive Ampeln. Aufgrund der Komplexität der Verkehrsabläufe war die Anpassung der Ampelsteuerung von besonders hohen Ansprüchen geprägt, nämlich Fußgängern, Radfahrern, Straßenbahnen und dem Kraftfahrzeugverkehr nach dem Umbau wieder einen möglichst optimalen Ablauf zu ermöglichen.

Die Umgestaltung der Straße auf einer Länge von rund 875 Metern dient der Beschleunigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und ist Bestandteil des Nahverkehrsplans der Landeshauptstadt Düsseldorf. Der ÖPNV wurde größtenteils baulich vom sonstigen Verkehr getrennt. Dafür hat die Rheinbahn neue Gleise in ein eigenes begrüntes Gleisbett gelegt. Dies ist auch städtebaulich ein Gewinn. Gleichzeitig wurden die Haltestellen barrierefrei umgebaut.

Neue Haltestelle

Die früher versetzt angelegte Haltestelle "Graf-Adolf-Platz" wurde konzentriert im Vorfeld des Gebäudes GAP 15 angelegt. Sie wurde im Hinblick auf die Wehrhahn-Linie gebaut, damit die Umsteigewege von den Linien 704, 709 und 719 zur künftigen U-Bahn kürzer werden. Die 715 hält weiter am Graf-Adolf-Platz. Dieser Haltepunkt fällt erst weg, wenn die Wehrhahn-Linie fertig ist.

Die neue Straßenbahnhaltestelle am Graf-Adolf-Platz ist komplett nach Westen verschoben worden. Die Haltestelle ist barrierefrei und und liegt jetzt nah beim künftigen U-Bahnhof Graf-Adolf-Platz der Wehrhahn-Linie.
Die neue Straßenbahnhaltestelle am Graf-Adolf-Platz ist komplett nach Westen verschoben worden. Die Haltestelle ist barrierefrei und und liegt jetzt nah beim künftigen U-Bahnhof Graf-Adolf-Platz der Wehrhahn-Linie.

Im Bereich westlich der Königsallee sowie an der Hüttenstraße wurden zusätzliche Fußgängerquerungen errichtet. Der Überweg östlich der Königsallee wurde zudem verbreitert. Im Zusammenhang mit den baulichen Maßnahmen wurde auch eine Überarbeitung und Optimierung der Signalisierung für den ÖPNV vorgenommen. Darüber hinaus wurden neben den Gleisbegrünungen zehn neue Bäume gepflanzt.

Die beidseitigen Gehwegbereiche der Graf-Adolf-Straße waren bereits 2006 und 2008 in Abstimmung mit der Immobilien- und Standortgemeinschaft Graf-Adolf-Straße - unter anderem auch durch die Pflanzung von sieben Bäumen - aufgewertet worden.

Zwei Millionen Euro für den Stresemannplatz

Stresemannplatz mit Yukkas
Stresemannplatz mit Yukkas (Archiv-Foto von Mai 2007)

Der Stresemannplatz bekam 2007 für rund zwei Millionen Euro (davon rund 980.000 Euro Anteil Arbeiten der Rheinbahn) ein neues und ungewöhnliches Gesicht. Im Mittelpunkt stand dabei die Verbesserung der Verkehrssicherheit an einem Platz, an dem nicht weniger als sechs Straßenaufeinander treffen und der auch noch von der Straßenbahn durchfahren wird. Ins Auge fallen dort jetzt besonders die neuen Inseln nach Plänen von Tita Giese mit 114 bis zu 4,50 Meter hohen Yuccas in fünf verschiedenen Arten. Der Stresemannplatz ist zudem ein wichtiger Verkehrsknoten im Zuge der südöstlichen Innenstadtumfahrung. Verbessert wurde die Verkehrssicherheit unter anderem mit Hilfe modernster Signalsteuertechnik. Gleichzeitig wurde die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs in diesem Bereich gesteigert. Die Haltestellen der Straßenbahn wurden im östlichen Bereich des Platzes konzentriert. Der Bereich der Graf-Adolf-Straße östlich des Stresemannplatzes wurde für den Durchgangsverkehr abgeriegelt, so dass hier ein verkehrsberuhigter Bereich entstanden ist, der einer Fußgängerzone ähnelt.

(3. Juli 2009)


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