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Mit der Stadtbahnlinie U 79 auf direktem Weg zur Uni

Erster Spatenstich durch OB und Uni-Rektor / Projekt von 8,6 Millionen Euro / Fertigstellung im Juni 2010

Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität erhält einen Anschluss an das Stadtbahnnetz. Oberbürgermeister Dirk Elbers und der Rektor der Heinrich-Heine-Universität, Prof. Dr. Hans Michael Piper, haben am Mittwoch, 15. Juli, den ersten Spatenstich zur Verlängerung der Stadtbahntrasse der U 79 bis zur Universität vorgenommen. Damit ist ein wichtiger Schritt bei der Erfüllung eines lang gehegten Wunsches der Universität Düsseldorf und ihrer Studenten getan. In etwa einem Jahr rollt die U 79 bis zur Universität Ost. Das 8,6 Millionen Euro teure Projekt wird von Land und Bund gefördert.

Oberbürgermeister Dirk Elbers und Rektor Prof. Dr. Hans Michael Piper (rechts) enthüllten das Baustellenschild zur Verlängerung der U79 zur Heinrich-Heine-Universität.
Oberbürgermeister Dirk Elbers und Rektor Prof. Dr. Hans Michael Piper (rechts) enthüllten das Baustellenschild zur Verlängerung der U79 zur Heinrich-Heine-Universität.

Die neue Linie stellt eine erste direkte Stadtbahnanbindung zwischen dem Düsseldorfer Hauptbahnhof und der Heinrich-Heine-Universität dar und reduziert die Fahrzeit um rund neun Minuten. So können die Studenten und alle sonstigen Fahrgäste, die aus dem Düsseldorfer Norden, beziehungsweise aus Duisburg kommen, zukünftig die Universität ohne Umstieg erreichen. Dazu OB Elbers: "Ich möchte eine engere Verzahnung von Stadt und Universität erreichen. Die Verlängerung der U79 zur Universität nehme ich auch als ein gelungenes Symbol dafür, dass Universität und Stadt enger aneinander rücken. Zusätzliche sehe ich in dem Vorhaben auch ein Stück Investitionsprogramm, das der Wirtschaft in diesen Zeiten weiterhilft."

Für Uni-Rektor Prof. Dr. Hans Michael Piper wird mit dem Projekt "ein großer Schritt getan." Er freute sich besonders, dass zum Baustart auch eine große Zahl von Asta-Mitgliedern gekommen war, von deren Seite lange diese Verbindung gefordert worden war. Piper weiter: "Ein großer Teil des Einzugsbietes unserer Universität bis hinein ins Ruhrgebiet profitiert von dieser nun verbesserten Anbindung. Bei ihrer Gründung lag die Uni am Rande der Stadt. Die Verbindung zum Campus und zum Botanischen Garten wird deutlich verbessert. Den schnellen Weg von der Heinrich-Heine-Allee zur Heinrich-Heine-Universität sehe ich dabei sehr symbolhaft."

Teilweise auf vorhandenen Gleisen

Die U 79 wird über ihren bisherigen Endhaltepunkt "Kaiserslauterner Straße" über die Trasse der U 74/U 77 bis zum Haltepunkt "Werstener Dorfstraße" weiter geführt werden. Dort wird sie dann auf die Gleise der Straßenbahnlinie 701/713 und am zweiten Abzweig auf die Gleise der Linie 707 schwenken. Auf der Strecke zwischen dem Hauptbahnhof in Richtung Wersten verkehren heute die Stadtbahnlinien U 74, U 77 und U 79. Die Stadtbahnlinie U 79 endet bisher in der Kehrgleisanlage an der Kaiserslauterner Straße.

An der Haltestelle Südpark wird ein neuer Abzweig zur Universität gebaut.
An der Haltestelle Südpark wird ein neuer Abzweig zur Universität gebaut.

Durch den Neubau der Stadtbahnzulaufstrecke in Richtung Wersten wurde bereits eine wichtige Voraussetzung für die Stadtbahnverlängerung geschaffen. Hierfür wurde der Straßenaufbau von Siegburger- und Kölner Landstraße erneuert. Die Stadtbahn erhielt einen eigenen Gleiskörper, und es wurde eine Kehrgleisanlage an der Kaiserslauterner Straße errichtet.

Für die Verlängerung der U 79 ist es erforderlich, Gleiseckverbindungen an den Kreuzungsbereichen Kölner Landstraße/Werstener Straße (Werstener Kreuz) und Werstener Straße/Universitätsstraße (Südpark) zu bauen. Mit dem Bau der neuen Gleisabzweige werden die vorhandenen Haltestellen Werstener Dorfstraße um etwa 16 Meter und Südpark um 75 Meter verschoben und neu gebaut. Die Haltestelle Südpark erhält außerdem einen Hochbahnsteig, um eine Umsteigemöglichkeit für mobilitätsbehinderte Fahrgäste zu bieten. Die Bahnsteigkonstruktionen, Aufbauten und Materialien entsprechen denen der bereits in Düsseldorf errichteten Hoch- und Niedrigbahnsteigen.

Aufgrund der neuen Gleisabzweige müssen auch die angrenzenden Straßen- und Gleisanlagen, die Fahrleitungen und ausrüstungstechnischen Gewerke umgebaut werden. Für eine sichere Radfahrer- und Fußgängerführung über die Kölner Landstraße wird die Verkehrsinsel im Einmündungsbereich der Werstener Straße verbreitert und die Fahrspuren sowie die stadtauswärts führende Bushaltestelle Werstener Dorfstraße an die neue Verkehrssituation angepasst werden.

Daten und Fakten

Linienlänge: Rund 3,2 km zwischen der Haltestelle Kaiserslauterner Straße und der Endhaltestelle Universität Ost/Botanischer Garten.

Haltestellen: Werstener Dorfstraße - dort Umbau von zwei Niedrigbahnsteigen und Umbau von einem Busbahnsteig. Südpark - dort Neubau von zwei Niedrigbahnsteigen und einem Hochbahnsteig.

Gleisneubau: Gleiseckverbindung am Werstener Kreuz: Neubau von vier Weichen und zwei Kreuzungen mit elastischer Bettung zur Minimierung der Erschütterungen für die angrenzende Bebauung und Erneuerung einer Weiche. Gleiseckverbindung am Südpark: Neubau von vier Weichen und zwei Kreuzungen.

Bauherr ist die Stadt Düsseldorf mit dem Amt für Verkehrsmanagement. Die Rheinbahn übernimmt Planung, Bau und Bauüberwachung aller betriebstechnischen Gewerke (dazu gehören beispielsweise Gleisbau, Fahrleitungen, Nachrichtentechnik und Kabelwege).

(15. Juli 2009)


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10. Februar 2012 | 04:38 Uhr

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