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Mobiltätsbedingungen und Mobilitätsanforderungen von Frauen in Düsseldorf

Mobilität stellt eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am öffentlichen Leben dar. Das Mobilitätsverhalten von Frauen unterscheidet sich aufgrund unterschiedlicher Rollenteilungen in der Gesellschaft von dem der Männer.
Im Auftrag des Amtes für Verkehrsmanagement wurden die "Mobilitätsbedingungen und Mobilitätsanforderungen von Frauen in Düsseldorf" untersucht. Die breit angelegte Untersuchung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro.

Im Rahmen dieser Untersuchung wurden die spezifischen Mobilitätsfaktoren der Frauen in Düsseldorf ermittelt. Dabei wurden soziale und demografische Faktoren wie auch spezifische Mobilitätsfaktoren (z.B. PKW -Verfügbarkeit, Mobilitätsrate) betrachtet. Die Untersuchung zeigte, dass sich die Mobilitätsbedingungen von Frauen und Männern in Düsseldorf aufgrund des vorherrschenden Rollenverständnisses und somit unterschiedlichen Lebenssituationen voneinander unterscheiden. Frauen legen im Alltag eine größere Anzahl von Wegen und, durch die Verknüpfung einer Vielzahl von Aktivitäten und Wegen, komplexere Wegeketten zurück.

Des weiteren wurden im Rahmen einer problemorientierten Bestandsanalyse die Mobilitätsbedingungen von Frauen exemplarisch in zwei ausgewählten Stadtteilen (Oberbilk und Holthausen) untersucht und die dort vorhandenen relevanten Problemfelder für die unterschiedlichen Verkehrsarten (öffentlicher Personennahverkehr, Auto- sowie Fuß- und Radverkehr) ermittelt. Hierauf aufbauend wurden zur Verbesserung der Mobilität von Frauen mögliche Maßnahmenfelder und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass bei der Mobilität der Frauen der Nahmobilität und somit insbesondere der Erhöhung der Qualitätsstandards eine besondere Bedeutung zukommt. Insgesamt zeigte sich anhand der Bestandsanalysen, dass die infrastrukturellen Voraussetzungen und Qualitäten im Düsseldorfer Stadtverkehr ein hohes Niveau haben und sich insgesamt als frauenfreundlich darstellen. Ziel ist es, das bestehende hohe Qualitätsniveau zu halten und weiter auszubauen.

Mit den vorliegenden Empfehlungen für mehr Qualität in der Mobilität von Frauen in Düsseldorf werden Anregungen für die Planungspraxis gegeben. Kernergebnis ist, die Qualität in der Nahmobilität weiter zu verbessern. Verbesserungen in der Mobilität von Frauen kommen allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zugute. Dies deckt sich mit den Zielsetzungen des Gender Mainstreaming.

Die Handlungsempfehlungen sind so ausgestaltet, dass sie grundsätzlich auch auf andere Düsseldorfer Stadtteile übertragbar sind. Die einzelnen Empfehlungen fließen in alle zukünftigen Planungsprozesse ein und bilden die Grundlage für eine systematische Berücksichtigung der Belange von Frauen bei der Planung verkehrlicher Projekte.


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