Verkehrsentwicklungsplan (VEP)
Analyse des Verkehrs
Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist tagtäglich Ziel unterschiedlichster Verkehre. Als Dienstleistungsstandort und Sitz wichtiger Konzerne und Verwaltungen, als Einkaufsstadt mit einem breiten Kulturangebot und als Messestadt mit einem großen Flughafen zieht sie Menschen aus Stadt und Region an, die sich mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Hauptziel sind dabei vor allem die zentralen Bereiche der Stadt. Allein 55 % der circa. 400.000 Beschäftigten arbeiten in den Stadtbezirken 1 und 3.
Die Strukturdaten für Düsseldorf 2001
Die Analyse hat ergeben, dass ca. 400.000 Menschen täglich von außerhalb in die Stadt kommen. Diese Personen benutzen zu 75 % den PKW, was maßgeblich das Verkehrsgeschehen in Düsseldorf beeinflusst. So kommt es auf einigen Einpendlerstrecken zu Überlastungen, wobei dies häufig Straßenabschnitte mit empfindlicher Umfeldnutzung wie Wohnen sind. Die Düsseldorfer dagegen legen zu 60 % ihre Wege mit dem Öffentlichen Verkehr, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurück. In den zentralen Stadtbezirken 1 und 3 werden sogar fast 40 % aller Wege zu Fuß zurückgelegt und nur 30 % mit dem PKW.
Der Modal-Split für Düsseldorf
Ein Grund für diese Unterschiede ist vor allem die Qualität des Öffentlichen Personennahverkehrs. Das ÖPNV-Netz deckt 30 % der Fahrtenwünsche innerhalb Düsseldorfs mit einem Direktangebot ab. Aus dem Umland werden weniger als 10 % direkt abgedeckt. Ähnliche Unterschiede gibt es hinsichtlich der Taktfolge des ÖPNV. Die Düsseldorfer Nutzen den ÖPNV vor allem dort, wo der ÖPNV direkt und im dichten Takt fährt. Fast 60 % aller Düsseldorfer nutzen Direktverbindungen, und es sind kaum Bereiche in der Stadt vorhanden, von denen die nächste Haltestelle mehr als 300 Meter entfernt liegt. 75 % der Einpendler hingegen müssen aufgrund des Netzangebotes mindestens einmal umsteigen.
Die Qualität des ÖPNV in Düsseldorf
Bei einem Vergleich der Erreichbarkeit von 32 verschiedenen Standorten mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) hat sich die gute Netzstruktur des
ÖPNV im Innenstadtbereich ebenfalls bestätigt. So können die Standorte im Innenstadtbereich mit dem
ÖPNV und dem MIV in annähernd gleicher Reisezeit erreicht werden. In Bereichen außerhalb der Innenstadt kann der
ÖPNV jedoch nicht mit dem MIV mithalten.
Der Erreichbarkeitsvergleich zwischen MIV und ÖV
An circa 300 Kilometer Straße sind die Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer systematisch bewertet worden. Gegenüber anderen Städten vergleichbarer Größe und Struktur ist in Düsseldorf der Anteil des Radverkehrs am Gesamtwegeaufkommen mit 6 % unterdurchschnittlich. Die ?Verträglichkeitsanalyse" hat vor allem Verbesserungsbedarf bei der Ausstattung der Hauptverkehrsstraßen mit Radverkehrsanlagen festgestellt. In den Stadteilzentren sind die straßenräumlichen Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer verbesserungswürdig.
Die Gesamtbewertung der Straßenräume
Die Untersuchungen zum Parken haben ergeben, dass in einigen Stadtbereichen die Nachfrage nach Parkmöglichkeiten im Straßenraum größer ist als das Angebot. Hauptsächlich in der Innenstadt, den innenstadtnahen Wohnquartieren und den Stadtteilzentren konkurrieren Berufspendler, Kunden/Besucher und Anwohner um den Parkraum. Gleichzeitig sind jedoch in den Parkhäusern und Tiefgaragen der Innenstadt fast immer noch ausreichend freie Stellplätze vorhanden.
Auswertung einer Parkerhebung in Gerresheim, Benderstraße
Im Wirtschaftsverkehr (Personen- und Güterwirtschaftsverkehr) werden in Düsseldorf werktäglich rund 300.000 Wege zurückgelegt. Insgesamt beträgt der Anteil des Lkw-Verkehrs an der gesamtstädtischen Straßenverkehrsleistung 6,5 %.
Das Lkw-Aufkommen in Düsseldorf
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stadt Düsseldorf ein leistungsfähiges Verkehrssystem bereitstellt, das allerdings zu bestimmten Zeiten und bei bestimmten Netzteilen an seine Grenzen stößt. Bedingt durch die hohe Verkehrsbelastung in dichtbebauten und bewohnten Straßen ist die straßenräumliche Verträglichkeit des Kfz-Verkehrs vor allem in den Stadtteilzentren als problematisch anzusehen.
Infomaterial VEP - Verkehrsentwicklungsplan
Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an
verkehrsentwicklung@duesseldorf.de

