VHS Düsseldorf - Historische EDV-Sammlung
Computerentwicklung (ab 1950)

Die Lochkartentechnik mit ihren überwiegend elektromechanischen Verarbeitungsgeräten war relativ langsam. Um die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu steigern, wurde die Elektronik in Form der Elektronenröhren eingesetzt! Zuerst in den bearbeitenden Lochkartengeräten, dann aber zunehmend in voll elektronisch gesteuerten Rechnern, die keine mechanischen Komponenten mehr hatten und deren Verarbeitungsgeschwindigkeit um ein Vielfaches höher war als die der elektromechanischen Geräte, wie zum Beispiel der Tabelliermaschinen.
Mit den Elektronenrechnern kam die Forderung nach Speicherkapazität für Daten im Bereich ihrer Elektronik, um damit den Datendurchsatz weiter zu erhöhen. Es wurden Magnettrommeln – rotierende Metallzylinder, auf welche Daten in Form magnetischer Impulse aufgebracht wurden – in die Rechner integriert. Der Schritt zum speicherbaren Anwendungsprogramm wurde getan!

Konrad Zuse baute den ersten Computer. Er bestand aus elektromechanischen Bauteilen (Telefonrelais) und später dann aus den oben genannten Elektronenröhren und Magnettrommeln. Der hohe Energiebedarf an elektrischer Leistung der Röhrenrechner trieb die Entwicklung in Richtung elektronischer Schaltelemente mit geringem Energie- und Raumbedarf. So wurde 1950 der Transistor erfunden. Er fand Eingang in Radio-, Funk-, Fernmelde- und Computertechnik. Der erste kommerziell genutzte, durch ein speicherresidentes Programm gesteuerte und nur mit Transistoren arbeitende Computer wurde hergestellt und an Anwender ausgeliefert!
Diese rasante Entwicklungsphase können Sie in der EDV-Sammlung der VHS Düsseldorf anhand interessanter Exponate und Präsentationen nachvollziehen.

