"Tuborine" wird am 20. September an ihrem Ziel erwartet

Erster Teil der Röhre der Wehrhahn-Linie einen Monat schneller fertig
Die für den Bau der Wehrhahn-Linie im Einsatz befindliche Tunnelbohrmaschine "Tuborine" ist fast am Ziel. Voraussichtlich am 20. September wird sie nach 1.310 Metern die unterirdische Röhre zwischen dem Startschacht in Bilk und dem Zielschacht in der Kasernenstraße vollendet haben. Damit wird der ursprüngliche Zeitplan um einen Monat unterschritten. Neben dem präzisen Funktionieren der Maschine und der guten Arbeit der Bedienmannschaft hat dazu vor allem die Beschaffenheit des Düsseldorfer Untergrundes beigetragen, in dem keine unliebsamen Überraschungen, wie beispielsweise große Findlinge, im Weg gelegen haben.
Rechts im Bild der Zielschacht in der Kasernenstraße: Hier wird der Tunneldurchstich voraussichtlich am 20. September 2010 erfolgen.
Dazu Oberbürgermeister Dirk Elbers: "Ich gratuliere allen beteiligten U-Bahnbauern zu dieser hervorragenden Leistung. Der Bau der ersten Röhre unserer Wehrhahn-Linie kommt damit sehr präzise und ohne Probleme erfolgreich zum Abschluss. Wir haben das Ziel vorzeitig erreicht. Damit kann die Demontage der Maschine ohne Beeinträchtigungen des Weihnachtsverkehres vorgenommen werden."
Nach dem Erreichen des Zieles wird die Maschine, wie angekündigt, in mehrere Teile demontiert. Dies geschieht vom 4. bis zum 29. Oktober im Mehrschichtbetrieb. Während der Demontage wird sie im Zielschacht in Großsegmente zerlegt und die einzelnen Teile werden aus dem Schacht gehoben. Dazu wird in der Kasernenstraße ein Hubgerüst aufgebaut, mit dessen Hilfe die Einzelteile in den nächtlichen Betriebspausen der Rheinbahn aus der Baugrube gehoben werden. Das übergroße Hubgerüst ist in der Lage, das 136 Tonnen schwere Schneidrad nach dem Tunneldurchstich in einem Stück zu heben.
Zum Ausheben wird die Kasernenstraße zwischen Benrather Straße und Bastionstraße jeweils nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr am Morgen für den Individualverkehr gesperrt, eine lokale Umleitung wird eingerichtet. Der Straßenbahnbetrieb wird während der Demontagearbeiten aufrecht erhalten. Die Maschinenteile werden in der Zeit ab 11. Oktober bis 24. Oktober per Schwertransport über Bastionstraße, Königsallee West und Theodor-Körner-Straße bis zum zweiten Startschacht am Corneliusplatz transportiert.
Aufgrund der Transportabmessungen muss in diesem Zeitraum entlang der Transportroute ein Großteil der Parkplätze gesperrt werden. Am Startschacht Corneliusplatz werden die Großsegmente entladen und bis zur Wiedermontage der Tunnelvortriebsmaschine für den Ostabschnitt bis Januar 2011 zwischengelagert.
Die Arbeiten zur Herstellung der Fundamente für das mächtige Hubgerüst beginnen am Montag, 6. September. Dazu muss die rechte Spur der Kasernenstraße für die Fußgängerführung eingezogen werden, so dass in der Zeit vom 6. September bis 31. Oktober die Kasernenstraße zwischen Benrather Straße und Bastionstraße großteils nur einspurig befahren werden kann.
(3. September 2010)


