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Rheinbahn: Arbeiten und Veränderungen im Liniennetz

Wehrhahn-Linie
Wehrhahn-Linie

Neue Gleise und Haltestellen auf der Strecke nach Ratingen/Neue Routen in der City

Rund um den Bau der Wehrhahn-Linie ergeben sich schon jetzt für die Rheinbahn einige Arbeiten und Veränderungen im Liniennetz. Das gilt zunächst für die Strecke zwischen Grafenberger Allee und Ratingen, wo die Haltestellen und die oberirdische Bahnstrecke auf den künftigen Verkehr der deutlich längeren Züge der Wehrhahn-Linie vorbereitet werden. Im Gefolge der Bauaktivitäten von Kö Bogen und Wehrhahn-Linie werden sich zudem im Innenstadtbereich einige Änderungen bei den Linienwegen mehrerer Straßenbahnen ergeben.

Ersatzbus für die Straßenbahnlinie 712
Busse ersetzen zur Zeit eine Teilstrecke der Straßenbahnlinie 712.

Auf der Strecke der Straßenbahnlinie 712 (Richtung Ratingen) werden zwölf Haltestellen und fast neun Kilometer Gleise erneuert. Die Arbeiten laufen bis Ende Oktober. Installiert werden zudem leistungsfähigere Oberleitungen. Es entstehen barrierefreie Zugänge und längere Bahnsteige für die neuen Stadtbahnen des Typs NF8U ("Niederflurbahn 8-achsig, Untergrund"), von denen zwei gekoppelte Züge 60 Meter Länge erreichen. Rund 8,5 Millionen Euro kostet der Umbau.

Busse als Ersatz

Den während des Baus unterbrochenen Bahnverkehr ersetzen 16 ausgeliehene Gelenk-Omnibusse. Sie bringen die Fahrgäste von Ratingen in Richtung Düsseldorf und umgekehrt. Bis zum 27. Oktober fahren keine Bahnen auf der Strecke zwischen "Ratingen Mitte" und "Schlüterstraße / Arbeitsagentur". Es fahren stattdessen Busse mit der Liniennummer 712 und der Beschriftung "Ersatzverkehr". An der Schlüterstraße steigen die Fahrgäste zur Weiterfahrt in Richtung Volmerswerth in die bereitstehenden Bahnen um. In den Verkehrsspitzen fahren pro Richtung zwei dieser Fahrzeuge im Fünf-Minuten-Takt, um die Beförderungskapazitäten der Bahnen aufrecht zu erhalten. Schließlich handelt es sich bei der 712 um die nach der 701 am stärksten frequentierte Straßenbahnlinie der Rheinbahn: Werktags sind mit ihr - auf der gesamten Strecke - rund 38.000 Fahrgäste unterwegs.

Gleisbauarbeiten auf der Simrockstraße
Gleisbauarbeiten auf der Simrockstraße.

Erneuert wird die Strecke von der Düsseldorfer Station "Vautierstraße" bis zur Haltestelle "Weststraße" in Ratingen. Eines der wichtigsten Merkmale dieses Umbaus ist die Anhebung der Haltestellen, die künftig ein stufenloses Ein- und Aussteigen ermöglicht. Dazu kommen mehrere Rampen für Rollstuhl- oder Rollatorfahrer pro Haltepunkt. Taktile Leitelemente erleichtern Blinden und Menschen, die in ihrer Sehkraft beeinträchtigt sind, die Orientierung. Zwölf Haltestellen werden umgebaut. Auf Ratinger Gebiet sind das sechs Haltestellen, in Düsseldorf acht: "Vautierstraße", "Graf-Recke-Straße", "Mörsenbroicher Weg", "Rather Broich", "Rather Waldstadion", "Oberrath", "Hirschweg" und "Hubertushain".

Nach dem Umbau wartet die Strecke mit besseren Fahrgastinformationen auf - die gesamte Strecke erhält sprechende Dynamische Fahrgastinformationen ("DyFa"), also Anzeigetafeln, die die Ankunftszeiten der Fahrzeuge auf elektronischen Displays anzeigen. Nach Beendigung der Arbeiten fahren hier nur neue Niederflur-Fahrzeuge ("Silberpfeile") mit erhöhter Platzkapazität. 170 Steh- und Sitzplätze (bei 50 Sitzgelegenheiten) bietet ein NF8U.

701, 706 und 715 mit geänderten Führungen

Geänderte Führungen erhalten die Straßenbahnlinien 701, 706 und 715 im Rahmen der Bauprojekte Kö-Bogen und Wehrhahn-Linie. Im Umfeld des Jan-Wellem-Platzes kreuzen sich die geplanten Tunnel des Kö-Bogens sowie der Wehrhahn-Linie kreuzen. Um eine termingerechte Ausführung beider Maßnahmen zu gewährleisten, müssen die benötigten Baustelleneinrichtungsflächen sowie die Bau- und Verkehrsphasen eng aufeinander abgestimmt werden. Dabei ist es unumgänglich, in die Verkehrsräume einzugreifen und Teile des Individualverkehrs und des ÖPNV einzuschränken.

701, 706 und 715 mit geänderten Führungen
Fahrgäste der Linien 701, 706 und 715 müssen sich mit geänderten Führungen vertraut machen.

Deshalb müssen die Linienwege der Linien 701, 706 und 715 geändert werden. Die Gleisumbauarbeiten, die in vier Bauphasen verwirklicht werden, beginnen Ende September und dauern voraussichtlich bis Ende Januar 2011. Die Linien 706 und 715 werden ab 25. Oktober wieder über ihren alten Linienweg geführt. Die baulich bedingte Umleitung für die Linie 706 über den Gleisabzweig Jacobistraße ist nicht mehr erforderlich. Somit kann auch künftig wieder die Haltestelle Sternstraße angefahren werden. Ebenfalls ist die Umleitung der Linie 715 ab der Haltestelle Berliner Allee über die Berliner Allee zur Haltestelle Jan-Wellem-Platz nicht mehr notwendig. Die Haltestellen Graf-Adolf-Platz, Benrather Straße und Heinrich-Heine-Allee werden dann wieder von der Linie 715 in beide Richtungen bedient.

Aufgrund der bevorstehenden Bauaktivitäten ist es ab 25. Oktober nicht möglich, die Linie 701 über die Berliner Allee in Richtung Norden direkt zum Jan-Wellem-Platz zu führen. Der künftige Linienweg in Richtung Norden verläuft dann von der Berliner Allee über den Graf-Adolf-Platz weiter über die Breite Straße und Heinrich-Heine-Allee zum Jan-Wellem-Platz. Dadurch wird die Haltestelle Steinstraße nicht mehr durch die Linie 701 bedient. In Gegenrichtung bleibt die Linienführung unberührt.

Ab Februar 2011 wird die Süd-Nord-Trasse auf der Berliner Allee voraussichtlich wieder hergestellt sein. Die Linie 701 kann dann den alten Linienweg über die Berliner Allee zum Jan-Wellem-Platz in Richtung Norden wieder aufnehmen. Mit Beginn der Bauphase 3 am 15. November entfallen die heutigen Bahnsteige 7 und 8 auf dem Jan-Wellem-Platz. Der Bahnsteig 4 der Haltestelle Jan-Wellem-Platz wird direkt gegenüber dem Bahnsteig 3 in Betrieb genommen. Somit ist eine eindeutige Zuordnung der Bahnsteige für die Haltestelle Jan-Wellem-Platz geschaffen. Die Gesamtanlage wird wieder für Fahrgäste übersichtlicher und verständlicher.

(9. September 2010)

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25. Mai 2012 | 06:19 Uhr

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