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Ausstellung: "Bringen Scherben Glück?"

Wehrhahn-Linie
Wehrhahn-Linie

Neue Funde der Düsseldorfer Stadtarchäologie im Hetjens-Museum

Die umfassenden archäologischen Untersuchungen der vergangenen Jahrzehnte auf Düsseldorfer Stadtgebiet förderten zahlreiche Belege über die Geschichte von Architektur und Leben in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu Tage. Mit der Ausstellung "Bringen Scherben Glück? - Neue Funde der Düsseldorfer Stadtarchäologie" bietet das Hetjens-Museum/Deutsches Keramikmuseum nun erstmals einen größeren Überblick für ein interessiertes Publikum.

Scherben aus Düsseldorfer Grabungen.
Scherben aus Düsseldorfer Grabungen.

So konnten beispielsweise beim Bau des Rheinufertunnels (1985-1992) Teile der Stadtbefestigung und des ehemaligen Stadtschlosses am Burgplatz erfasst und dokumentiert werden. Die Auswertung von Grabungen am Hetjens-Museum führte sogar zur Wiedererrichtung des alten Hafens. Bisher wurden jedoch nur wenige Funde öffentlich präsentiert.

Im Rahmen der jüngeren Bauprojekte, unter anderem Wehrhahn-Linie und Breidenbacher Hof, werden und wurden in der Düsseldorfer Innenstadt mehrere Baustellen archäologisch begleitet. Unter den zahlreichen Funden vom Mittelalter bis zur Neuzeit finden sich viele Keramiken wie Steingut, Steinzeug und Porzellan, die in der Ausstellung gezeigt werden.

Keramik als archäologischer Fund wird als Träger mehrerer Deutungsebenen vorgestellt. So dient sie im Kontext ihres Fundortes der Datierung und weist aufgrund ihrer Zusammensetzung auf die ehemalige Nutzung der Fundstelle hin. Der Herstellungsort der Stücke kann zudem rege Handelsbeziehungen belegen. Verarbeitung und Verzierung lassen Rückschlüsse auf ihre historische Gebrauchsfunktion zu.

Die Studioausstellung des Hetjens-Museums präsentiert eine Auswahl an Gebrauchkeramik wie blauweiße Fayence aus Delft, Irdenware des Niederrheins, Mineralwasserflaschen und Senftöpfe aus Steinzeug des Rheinlandes sowie bemaltes Porzellan. Sie gehören zu den charakteristischen Grabungsfunden der Düsseldorfer Baustellen Grabbeplatz, Corneliusplatz, Breidenbacher Hof, Theresienhospital und Stadthaus. Funde aus Glas, Knochen und Metall, wie beispielsweise eine Granate aus dem 18. Jahrhundert ergänzen die Präsentation.

Die Baustellen in der Landeshauptstadt sind wichtige Investitionen in die Zukunft. Die Studio-Ausstellung des Hetjens-Museums bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über die Entwicklung und die neuesten Forschungsergebnisse der Düsseldorfer Stadtarchäologie anhand der keramischen Funde zu informieren. Auf diese Weise soll auch die Bedeutung der Stadtarchäologie herausgestellt werden, die zur Bewahrung des kulturellen Erbes Düsseldorfs beiträgt.

(7. Dezember 2010)


Hintergrund-Informationen

Die Ausstellung im Hetjens-Museum/Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4, läuft vom 8. Dezember 2010 bis 22. Mai 2011. Sie ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre haben freien Eintritt. Das Begleitheft zur Ausstellung ist für vier Euro an der Museumskasse erhältlich.

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25. Mai 2012 | 06:21 Uhr

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