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Architektur und Kunst für die Wehrhahn-Linie

Wehrhahn-Linie
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Ein "unterirdisches Kontinuum" entsteht / Bei der Gestaltung der sechs neuen U-Bahnhöfe geht die Stadt völlig neue Wege

Bei der Gestaltung der sechs neuen U-Bahnhöfe, die im Zuge des Baus der Wehrhahn-Linie errichtet werden, ist die Landeshauptstadt Düsseldorf einen vollkommen neuen Weg gegangen. Die künstlerische Gestaltung der Stationen folgt nicht baulichen Vorgaben, sondern Künstler und Architekten haben das Konzept für die Bahnhöfe gemeinsam in einem internationalen Architektenwettbewerb erarbeitet. Sieger wurde das Darmstädter Team der "netzwerkarchitekten" mit der Idee eines "unterirdischen Kontinuums", das sich wie eine eigenständige Parallelwelt unter Tage durch die Stadt schlängelt. Die abgeschlossenen Entwürfe der künstlerischen Arbeiten liegen jetzt vor.

Bildershow Wehrhahn-Linie

Bilder-Show Wehrhahn-Linie (16 Bilder)
 

Zunächst werden sie am Donnerstag, 12. Mai, im Kulturausschuss vorgestellt. Nach dem Votum des Haupt- und Finanzausschusses am Montag, 16. Mai, ist die Beschlussfassung im Stadtrat am Donnerstag, 26. Mai, vorgesehen. Die Gesamtinvestition für die künstlerische Gestaltung beläuft sich auf rund 3 Millionen Euro.

"Die neuen U-Bahnhöfe sollen zum Verweilen einladen und zur Stadt Düsseldorf passen: weltoffen, innovativ, anspruchsvoll und kreativ", erklärt Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller. "Künstlerische Aspekte sollten von Anfang an in die Gestaltung der Bahnhöfe einfließen. Dies ist hervorragend gelungen", betont Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. "Der Weg des Zusammenspiels von Künstlern und Ingenieuren war spannend", erläutert der verantwortliche Architekt Jochen Schuh von den "netzwerkarchitekten". Richtet sich die Gestaltung von U-Bahnhöfen gewöhnlich nach baulichen Vorgaben, folgte in diesem besonderen Fall die Planung der unterirdischen Bahnhöfe den künstlerischen und architektonischen Konzepten.

Neben der bereits im Architekturwettbewerb mit eingebundenen Künstlerin Heike Klussmann wurden in einem Realisierungswettbewerb zur Kunst, den das Kulturamt der Stadt eingeleitet hatte, weitere Künstler für die kreative Gestaltung der neuen U-Bahnhöfe ausgewählt. Es handelt sich um die Künstlergruppe Ralf Brög/Petra Rinck und die Künstler Thomas Stricker, Manuel Franke, Ursula Damm und Enne Haehnle.

Im architektonischen Wettbewerb hatte Heike Klussmann die Idee entwickelt, das Konzept des "Kontinuums" mit einer reliefartigen Bearbeitung der Betonwände zu verbinden. Auf die Oberflächen aus hochwertigen Betonfertigteilen wird eine dem Sicherheitsmuster von Dokumenten wie Reisepass oder Personalausweis nachempfundene Reliefstruktur aufgebracht. Die sich verdichtenden Linien aus den Fügungen der Plattenbauteile geben den Eindruck von Räumlichkeiten und erzeugen eine Dynamisierung der Bahnhofsröhre. Die Oberfläche wirkt wie eine "mathematisch definierte Schlangenhaut". Der Fahrgast befindet sich durch die Gestaltung der ihn umgebenden Wände, Böden und Decken innerhalb des Sicherheitsmusters.

Die Bahnhöfe sollen dabei als Aufweitung des U-Bahntunnels ausgearbeitet werden. Sie werden nach oben durch Einschnitte mit dem Stadtraum verbunden und durch kegelförmige Schlitze mit natürlichem Licht versehen. Mit diesen Einschnitten und der künstlerischen Gestaltung erhalten die Stationen innerhalb des Kontinuums ihre eigene Identität. Blickbeziehungen und Einsehbarkeiten in die verschiedenen Verkehrsebenen garantieren den Fahrgästen eine einfache Orientierung, Übersichtlichkeit und soziale Kontrolle in den Bahnhöfen.

(12. Mai 2011)


 

Der Düsseldorfer U-Dax

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25. Mai 2012 | 06:22 Uhr

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