A

Agenda 2030

"Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung"
unter diesem Titel haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 als Resolution am 25. September 2015 verabschiedet.
Mehr Informationen (Text, Übersicht SDG, Kurzfilme, Umsetzung)

 

Agenda 21

Die Agenda 21 ist ein weltweites Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Das Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) wurde von 178 Staaten auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro im Jahr 1992 beschlossen. Ziel ist ein ökologisch, sozial und wirtschaftlich verträgliches Handeln.

Vollständiger Text der Agenda 21 in deutsch (PDF-Datei 3,3 MB)

B

Bildung für nachhaltige Entwicklung - Düsseldorfer Netzwerk

In vielen Düsseldorfer Schulen ist das Thema Nachhaltigkeit Bestandteil im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften und in Projekten / Projekttagen.
Das Netzwerk ermöglicht einen Austausch untereinander und mit wichtigen Akteuren in Düsseldorf.
Das Düsseldorfer Bildungsprogramm für alle Düsseldorfer Schulen enthält (für die Schulen kostenlose Angebote für Unterrichtsveranstaltungen und Aktionen. 
Informationen zum Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

Brundtlandbericht

1987 wurde von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen erstmals ein Leitbild für nachhaltige Entwicklung im Rahmen desBrundtlandberichts verfasst. Unter dem Begriff Nachhaltigkeit wurde jene Entwicklung verstanden, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten kommender Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen."

 

 

C

Charta von Aalborg

Die Charta ist das Abschlusspapier der Europäische Konferenz über zukunftsbeständige Städte und Gemeinden, die 1994 im dänischen Aalborg stattfand. Die mehr als 600 Teilnehmer die beschlossen die sog. Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charter of European Cities & Towns Towards Sustainability) oder kurz "Charta von Aalborg". 80 europäische Kommunen haben damit ein Bekenntnis zur Agenda 21 abgegeben.

 

D

Daseinsgrundfunktionen

Die Daseinsgrundfunktionen beschreiben relevante, grundlegende menschliche Bedürfnisse und somit Ansprüche an den jeweiligen Lebensraum des Menschen. Die sieben Daseinsgrundfunktionen bestehen aus: „Wohnen“,  „Arbeiten“, „Sich-Versorgen“, „Sich-Bilden“, „Sich-Erholen“, „Verkehrsteilnahme“, „In Gemeinschaft leben“.

 

Demographischer Wandel

Der Begriff "demographischer Wandel" meint die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung eines Landes. In Deutschland findet man aktuell Trends hin zur Schrumpfung, Alterung, Heterogenisierung und  Individualisierung der Gesellschaft. Grund dafür sind vor allem die sinkenden Zahlen für Neugeborene und die steigenden Werte bezogen auf eine Bevölkerungsgruppe mit einem hohen Lebensalter.

 

Disparitäten, räumlich und sozial

Räumliche und soziale Disparitäten (z.B. der Stadt-Land-Gegensatz) äußern sich in unterschiedlichen Lebensbedingungen sowie in ungleichen wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Aus wirtschaftlicher Sicht kann man solche Disparitäten als Folge von unterschiedlichem regionalem Wachstum beschreiben. Indikatoren hierfür sind unter anderem die Arbeitslosenquote, Durchschnittseinkommen, sowie allgemein die Lebensqualität.

E

Erdgipfel

siehe unter UNCED

F

Forum

In den römischen Städten der Antike der Markt- und Versammlungsplatz, heute die öffentliche Diskussion oder Aussprache oder der Personenkreis für eine sachverständige Diskussion.

 

Fachforum Lebensraum Stadt der Lokalen Agenda 21 Düsseldorf

Im Fachforum haben sich interessierte Düsseldorfer Bürger zusammengefunden, die sich für ein nachhaltiges Leben im Lebensraum Stadt einsetzen.
Zur Internetseite des Fachforums

G

global

weltumspannend, die ganze Erde betreffend.

I

Indikatoren

Soziale Indikatoren sind Messinstrumente der Sozialwissenschaften, mit denen Lebensqualität, Gesamtzustand und Entwicklungsvorgänge einer Gesellschaft quantitativ ermittelt und mit anderen Gesellschaften verglichen werden. Entsprechende Indikatoren sind z.B. Einkommen, Schulbildung, Anteil von Altersgruppen oder der Bildungsabschluss

 

integrativ

faire angemessene Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Belange in Sachen Lokale Agenda bei der Formulierung von Projekten und Maßnahmen.

 

Interdependenz

beschreibt die soziale Einbindung von Individuen z.B. über den Arbeitsmarkt, Bildungssysteme und soziale Netzwerke, Vereine.

 

interdisziplinär

fachübergreifend

K

Konsens

Übereinstimmung der Meinungen in einer Gruppe.

 

Konsultation

Beratung durch sachverständige, kompetente bzw. betroffene Personen.

L

Lebensqualität

beinhaltet Elemente wie materiellen Lebensstandard, öffentliche Gesundheit und Sicherheit, Zugang zu Ausbildung, medizinischer Versorgung, erfüllender Beschäftigung, Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung, des Fortschritts, der Gemeinsamkeit, Entfaltung von Kultur, sozialem Leben und Erholung, Umwelt und ästhetischen Qualitäten.

 

Leipzig-Charta

2007 haben die 27 in Europa für Stadtentwicklung zuständigen Minister*innen die "Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt" verabschiedet und wichtige Ziele für eine nachhaltige Stadtentwicklung formuliert. Unter anderem: Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Unterstützung lokaler Agrarwirtschaft und urban-gardening-Projekte, soziale Gerechtigkeit stärken.

 

Lokale Agenda 21

"Global denken - Lokal handeln" lautet eine Handlungsmaxime der Agenda 21. Gemeint ist, dass die Menschen vor Ort, also in ihren Städten und Gemeinden nach Lösungen suchen. Somit liegt die Verantwortung nicht mehr nur bei den Regierungen, sondern alle sind gefordert. Es bedeutet aber auch ganz konkret die Lebensbedingungen "vor der eigenen Haustür" unter die Lupe zu nehmen und möglicherweise zu verändern.

N

Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung

Eine der möglichen Übersetzungen für sustainability, bzw. "sustainable development"; Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt aus der Waldwirtschaft. Es gilt, nur so viel Holz zu entnehmen wie nachwachsen kann. Weiterhin üblich ist die Übersetzung mit Zukunftsfähigkeit bzw. zukunftsfähige Entwicklung.

 

Nachhaltiger Konsum - Arbeitsgemeinschaft

Nachhaltiger Konsum - dieses Thema hat die Lokale Agenda als aktuellen Schwerpunkt gewählt und dazu eine Arbeitsgemeinschaft (AG) eingerichtet.
Die Arbeitsgemeinschaft "Nachhaltiger Konsum" entwickelt und bündelt Ideen und organisiert Veranstaltungen & Aktionen in Düsseldorf zu nachhaltigem Konsum. Die AG fördert den Austausch und gibt Initiativen die Möglichkeit, ihre Ideen und sich selbst bekannter zu machen.
Zur Internetseite der AG nachhaltiger Konsum

 

Nachhaltige Stadtentwicklung

Nachhaltige Stadtentwicklung ist die Konkretisierung des Nachhaltigkeitsleitbildes für die lokale Ebene. Eine nachhaltige Stadtentwicklung betrifft somit keineswegs nur Politik und Verwaltung, sondern auch die ansässigen Unternehmen, Bildungseinrichtungen, den Handel, die BürgerInnen und die Zivilgesellschaft.

O

Öko-Audit

allgemein: eine systematische Überprüfung der Umwelteinwirkungen von Institutionen oder Unternehmen; speziell: Verfahren nach der EG Öko-Audit-Verordnung (EWG) Nr. 1836/93, ABI. L 168, 10.7.1993.

 

Ökologie

Wechselbeziehung zwischen den Lebewesen und der Umwelt; Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zur Umwelt.

 

Ökologische Schwelle

Grenze der Tragfähigkeit eines Systems (beispielsweise der Erde).

 

Ökonomie

Wirtschaft, Wirtschaftswissenschaft.

 

Ökoprofit

zur Ökoprofit-Seite der Stadt Düsseldorf

P

Paris-Abkommen

Am 12. Dezember 2015 beschlossen 196 Staaten in Paris einen völkerrechtlich bindenden Vertrag, um den Klimawandel zu stoppen. Das Ziel des Vertrags ist, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit beschränken. Das Temperaturoptimum wird auf einen Anstieg von maximal 1,5 Grad festgelegt. Der Vertrag trat am 4. November 2016 in Kraft und soll das 2021 auslaufende Kyoto-Protokoll ersetzen.

 

Partizipation

politisch-institutionelle, kulturelle und ökonomische Teilhabe

 

Produkt-Lebenszyklus

Produkte besitzen eine begrenzte Lebensdauer. Ein Produkt unterliegt mit der Zeit einer Reihe von Veränderungen, hinsichtlich der Bereiche Produktgestaltung, Produktionsbedingungen und Absatzbedingungen. Diese Veränderungen werden mit Hilfe des Produkt-Lebenszyklus beschrieben.

 

Prozess

Ablauf, Verlauf, Verfahren. In der Agenda 21 im Sinne eines anhaltenden Verfahrens der Diskussion bzw. Konsultation, der Umsetzung, der Steuerung, Kontrolle, Korrektur und Berichterstattung.

R

Recycling

Beim Recycling, bzw. bei der Müllverwertung werden Abfallprodukte wiederverwertet oder deren Ausgangsmaterialien werden zu Sekundärrohstoffen

 

Relevante gesellschaftliche Gruppe

alle Gruppen unserer Gesellschaft, die für die Lösung eines konkreten Problems wichtig oder von einer konkreten zu verbessernden Situation betroffen sind. Die relevanten gesellschaftlichen Gruppen können also nur problembezogen benannt werden.

 

Ressourcen

alle Gruppen unserer Gesellschaft, die für die Lösung eines konkreten Problems wichtig oder von einer konkreten zu verbessernden Situation betroffen sind. Die relevanten gesellschaftlichen Gruppen können also nur problembezogen benannt werden.

 

Rio-Konferenz

siehe unter UNCED

S

Schwache Nachhaltigkeit

Schwache Nachhaltigkeit betreibt Umweltschutz um des Menschen Willens und zur Erhaltung seiner natürlichen Lebensgrundlagen. Dieser anthropozentrische  Ansatz priorisiert somit nicht die Bewahrung der Umwelt, sondern die Aufrechterhaltung und Steigerung des Gesamtwohlstandes

 

Starke Nachhaltigkeit

Der ökozentrische, starke Nachhaltigkeitsansatz betrachtet die Natur/Umwelt um ihrer selbst willen als schützenswert. Hier wird dem Menschen eine ethisch-sittliche Verantwortung gegenüber der Umwelt zugesprochen.

 

Sustainable Development

Bezeichnung für eine Entwicklung der Menschheit, durch die die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen befriedigt werden, ohne die Befriedigung der Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden (intergenerative Gerechtigkeit) und gleichzeitig Anstrengungen unternommen werden, um die bestehende Verteilungsungerechtigkeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern zu mildern und schließlich zu überwinden (intragenerative Gerechtigkeit).

T

Territorium

Wird definiert durch eine räumlicher Einheit mit bestimmter Ausdehnung, einer festen Grenze und einer spezifischen Form des Regierens

 

Transparenz

Transparenz ist im politischen Diskurs eine Forderung für frei zugänglicher Informationen und stetiger Rechenschaft über Abläufe, Sachverhalte, Vorhaben und Entscheidungsprozesse. Beim Paris-Abkommen wird Transparenz umgesetzt, indem alle fünf Jahre eine öffentliche Berichterstattung über das Einhalten der nationalen Selbstverpflichtungen in Bezug auf die Klimaschutzziele erfolgt.

 

U

UNCED

Konferenz der Vereinten Nationen für die Umwelt und Entwicklung (englisch: United Nations Conference on Environment and Development) die im Juni 1992 in Rio de Janeiro stattfand. Verabschiedet wurde die Agenda 21 (mehr siehe unter Agenda 21).

 

Upcycling

Beim Upcycling (englisch up „nach oben“ und recycling „Wiederverwertung“) werden Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Im Gegensatz zum Downcycling kommt es bei dieser Form des Recyclings zu einer stofflichen Aufwertung.

Z

Zukunftsfähigkeit

siehe unter Nachhaltigkeit