A

Agenda 21

Die Agenda 21 ist ein weltweites Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Das Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) wurde von 178 Staaten auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro im Jahr 1992 beschlossen. Ziel ist ein ökologisch, sozial und wirtschaftlich verträgliches Handeln.

Vollständiger Text Agenda 21 in deutsch (PDF-Datei 3,3 MB)

C

Charta von Aalborg

Die Charta ist das Abschlusspapier der Europäische Konferenz über zukunftsbeständige Städte und Gemeinden, die 1994 im dänischen Aalborg stattfand. Die mehr als 600 Teilnehmer die beschlossen die sog. Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charter of European Cities & Towns Towards Sustainability) oder kurz "Charta von Aalborg". 80 europäische Kommunen haben damit ein Bekenntnis zur Agenda 21 abgegeben.

 

 

E

Erdgipfel

siehe unter UNCED

F

Forum

in den römischen Städten der Antike der Markt- und Versammlungsplatz, heute die öffentliche Diskussion oder Aussprache oder der Personenkreis für eine sachverständige Diskussion.

G

global

weltumspannend, die ganze Erde betreffend.

I

integrativ

faire angemessene Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Belange in Sachen Lokale Agenda bei der Formulierung von Projekten und Maßnahmen.

interdisziplinär

fachübergreifend

K

Konsens

Übereinstimmung der Meinungen in einer Gruppe.

Konsultation

Beratung durch sachverständige, kompetente bzw. betroffene Personen.

L

Lebensqualität

beinhaltet Elemente wie materiellen Lebensstandard, öffentliche Gesundheit und Sicherheit, Zugang zu Ausbildung, medizinischer Versorgung, erfüllender Beschäftigung, Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung, des Fortschritts, der Gemeinsamkeit, Entfaltung von Kultur, sozialem Leben und Erholung, Umwelt und ästhetischen Qualitäten.

Lokale Agenda 21

"Global denken - Lokal handeln" lautet eine Handlungsmaxime der Agenda 21. Gemeint ist, dass die Menschen vor Ort, also in ihren Städten und Gemeinden nach Lösungen suchen. Somit liegt die Verantwortung nicht mehr nur bei den Regierungen, sondern alle sind gefordert. Es bedeutet aber auch ganz konkret die Lebensbedingungen "vor der eigenen Haustür" unter die Lupe zu nehmen und möglicherweise zu verändern.

N

Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung

Eine der möglichen Übersetzungen für sustainability, bzw. "sustainable development"; Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt aus der Waldwirtschaft. Es gilt, nur so viel Holz zu entnehmen wie nachwachsen kann. Weiterhin üblich ist die Übersetzung mit Zukunftsfähigkeit bzw. zukunftsfähige Entwicklung.

O

Öko-Audit

allgemein: eine systematische Überprüfung der Umwelteinwirkungen von Institutionen oder Unternehmen; speziell: Verfahren nach der EG Öko-Audit-Verordnung (EWG) Nr. 1836/93, ABI. L 168, 10.7.1993.

Ökologie

Wechselbeziehung zwischen den Lebewesen und der Umwelt; Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zur Umwelt.

Ökologische Schwelle

Grenze der Tragfähigkeit eines Systems (beispielsweise der Erde).

Ökonomie

Wirtschaft, Wirtschaftswissenschaft.

P

Prozess

Ablauf, Verlauf, Verfahren. In der Agenda 21 im Sinne eines anhaltenden Verfahrens der Diskussion bzw. Konsultation, der Umsetzung, der Steuerung, Kontrolle, Korrektur und Berichterstattung.

R

Relevante gesellschaftliche Gruppe

alle Gruppen unserer Gesellschaft, die für die Lösung eines konkreten Problems wichtig oder von einer konkreten zu verbessernden Situation betroffen sind. Die relevanten gesellschaftlichen Gruppen können also nur problembezogen benannt werden.

Ressourcen

alle Gruppen unserer Gesellschaft, die für die Lösung eines konkreten Problems wichtig oder von einer konkreten zu verbessernden Situation betroffen sind. Die relevanten gesellschaftlichen Gruppen können also nur problembezogen benannt werden.

Rio-Konferenz

siehe unter UNCED

S

Sustainable Development

Bezeichnung für eine Entwicklung der Menschheit, durch die die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen befriedigt werden, ohne die Befriedigung der Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden (intergenerative Gerechtigkeit) und gleichzeitig Anstrengungen unternommen werden, um die bestehende Verteilungsungerechtigkeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern zu mildern und schließlich zu überwinden (intragenerative Gerechtigkeit).

U

UNCED

Konferenz der Vereinten Nationen für die Umwelt und Entwicklung (englisch: United Nations Conference on Environment and Development) die im Juni 1992 in Rio de Janeiro stattfand.

Z

Zukunftsfähigkeit

siehe unter Nachhaltigkeit