Düsseldorf ist und bleibt "Hauptstadt des Fairen Handels"

Ein forenübergreifendes Projekt

Düsseldorf erhielt 2007 den bundesweiten Titel Hauptstadt des Fairen Handels. Seit 2011 ist die Stadt auch Fairtrade Town.

Diese Auszeichnungen würdigen das vielfältige Engagement der Bürgerinnen und Bürger, sowie der Stadtverwaltung, den fairen Handel in Düsseldorf zu etablieren. Ein interfraktioneller Ratsbeschluss hat bereits 2006 die faire Beschaffung für die Verwaltung verbindlich geregelt. Beim Einkauf ist Produkten mit fairtrade-Label der Vorzug zu geben. Alle anderen Waren müssen den Anforderungen der ILO-Kernarbeitsnormen entsprechen. Der Einzelhandel - sowohl Weltläden als auch Supermärkte - und die Gastronomie Düsseldorfs bieten immer mehr fair gehandelte Proudkte an. Diese überzeugen auch durch gute Qualität und besten Geschmack.

Die Fairtrade Stadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein mitzumachen, (mehr) fair gehandelte Produkte zu kaufen und dafür zu werben. Engagieren Sie sich, bringen Sie neue Ideen ein und setzen Sie ein Zeichen für den Fairen Handel.

Fairtrade Stadt Düsseldorf

2011 erhielt Düsseldorf im Rahmen der internationalen Kampagne Fairtrade Towns den Titel Fairtrade-Stadt. Mit dieser Auszeichnung darf sich die Landeshauptstadt zum Kreis internationaler Metropolen wie London, Rom, San Francisco, Brüssel oder Kopenhagen zählen. In der Bewerbung, die von der Lokalen Agenda angestoßen wurde, gilt es fünf Kriterien zu erfüllen: Die Verwendung fair gehandelter Produkte in der Verwaltung, abgesichert durch einen Ratsbeschluss, ausreichend viele Anbieter von Fairtrade-Produkten im Einzelhandel und der Gastronomie mussten ebenso nachgewiesen werden, wie das Engagement von öffentlichen Einrichtungen, Kirchen Schulen und Medien.

2014 wurde der Titel Fairtrade Town für Düsseldorf erneuert.

Tatsächlich ist der faire Handel in Düsseldorf fest verankert: In über 250 Geschäften und mehr als 70 gastronomischen Betrieben in Düsseldorf können fair gehandelte Produkte erworben und genossen werden. Aber auch in einigen Kantinen, Schulen, Kirchengemeinden und anderen öffentlichen Einrichtungen werden fair gehandelte Getränke und Gerichte serviert.

Um zu erfahren, wo Sie in Düsseldorf Fairtrade-Produkte kaufen können, klicken Sie sich doch einfach durch unseren FAIRKAUFSFÜHRER! Im Stadtplan finden Sie schnell und einfach Verkaufsstellen und gastronomische Betriebe mit Fairtrade-Produkten ganz in Ihrer Nähe.

Fairtrade Schools

Düsseldorfer Fairtrade-Schools

 

Erzbischöfliches Suitbertus-Gymnasium - 1. Fairtrade-School in Deutschland

Geschwister-Scholl-Gymnasium

KGS Höhenstraße

Theodor-Fliedner-Gymnasium

Leibniz-Montessori-Gymnasium

Weitere Schulen bewerben sich aktuell um die Auszeichnung.

Diese und alle ausgezeichneten Düsseldorfer Fairtrade Schulen auf der Internetseite Fairtrade Town Düsseldorf.

Warum der Faire Handel wichtig ist

Ganz selbstverständlich kaufen wir Produkte, die in weit entfernten Länden, auf anderen Kontinenten gewachsen oder hergestellt sind. Die günstige Vielfalt für uns geht jedoch oft einher mit Ausbeutung in den Herkuftsländern. Unfaire Arbeitsbedingungen und Raubbau an der Umwelt werden billigend in Kauf genommen.

Der Lohn für harte Arbeit reicht in der globalisierten Welt oft nicht aus, um sich und seine Kinder zu ernähren. Schulbildung und ärztliche Versorgung sind für viele Menschen unbezahlbar. Die Arbeit von Kindern - auch unter ausbeuterischen Bedingungen - ist für viele Familien der einzige Ausweg ihr Überleben zu sichern.

Der Faire Handel zahlt existenzsichernde Löhne. Ausbeuterische Kinderarbeit ist verboten und findet beim Fairen Handel nicht statt; durch faire Löhne für die Erwachsenen soll sie grundsätzlich überflüssig werden. Der Faire Handel unterstützt Bäuerinnen und Bauern, sich zusammen zu schließen, gemeinsam zu produzieren und vermarkten. Diese Genossenschaften finanzieren mit einem Teil des erwirtschafteten Geldes Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Krankenstationen oder zur Trinkwasserversorgung.

Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte unterstützen Verbraucher hier durch faire Preise die Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika - gelebte Politik mit dem Einkaufskorb.

Das Fairtrade-Siegel garantiert die Einhaltung der fairen Bedingungen.

Weitere Informationen

Fairtrade Deutschland

http://www.fairtrade-deutschland.de/ueber-fairtrade/

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
http://www.bmz.de/de/themen/fairer_handel/index.html

Forum Fairer Handel

http://www.forum-fairer-handel.de/startseite/

Hauptstadt des Fairen Handels 2007

Düsseldorf ist "Hauptstadt des Fairen Handels"

Im bundesweiten Wettbewerb als "Hauptstadt des Fairen Handels" hat Düsseldorf mit einer Vielzahl von Themen und Projekten die Jury 2007 überzeugen können:

  1. Faire Beschaffung durch die Stadt Düsseldorf - vom Projekt zum Prinzip!
  2. Firmenpreis für Hauptschulen - zum Fairen Handel
  3. Faire Blumen - Düsseldorf blüht auf
  4. Düsseldorf Café - eine Erfolgsgeschichte im fünften Jahr
  5. Faires hüpft, trägt und fliegt in Düsseldorf
  6. Medien und Fairer Handel - Tue Gutes und rede darüber

Der Faire Handel zeigt, wie wir weltweit sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortlich handeln können und gleichzeitig einen Beitrag zur Bildung leisten.

Der Titel "Hauptstadt des Fairen Handels" wird alle zwei Jahre von der "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" verliehen. Der Wettbewerb würdigt das Engagement der Kommunen zum Thema Eine Welt und Fairer Handel und macht die Beispiele bekannter.

Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul würdigte 2007 die Aktivitäten der Stadt Düsseldorf insbesondere bei der fairen Beschaffung und der kontinuierlichen, breit angelegten Arbeit. Der Preis wurde durch das gemeinsame Engagement von Politik, Verwaltung, besonders der Lokalen Agenda und der Eine-Welt-Initiativen in Düsseldorf erarbeitet. Düsseldorf setzte sich damit gegen 24 Mitbewerber durch. Zweite Plätze belegen die Städte Bonn und Marburg, Neuss wurde Dritter und München erhielt einen Sonderpreis.

Für Düsseldorf ist der Titel Dank für das bisherige Engagement und gleichzeitig Ansporn weiter zu machen. Der Düsseldorfer Umweltamtsleiter, Dr. Werner Görtz, Agenda- Koordinatorin, Ursula Keller, und der Geschäftsführer des Eine Welt Forums Düsseldorf e. V., Ladislav Ceki, nahmen am 19.09.2007 die Auszeichnung entgegen. Neben der Urkunde erhielt die Stadt ein Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro. Dieser Betrag wurde verwendet, um Düsseldorfer Neubürger mit einem Probepäckchen fairem Düsseldorf Café und einer Infobroschüre in der Willkommensbox zu begrüßen.

Andere Agenda Projekte zum Fairen Handel

Außerdem von der Lokalen Agenda in Düsseldorf angestoßene Aktionen:

  • Faire Beschaffung in der Stadtverwaltung: Die Vergabeordnung schreibt seit 2006 vor, dass beim Einkauf Waren aus ausbeuterischer Kinderarbeit verboten sind und die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen nachzuweisen ist. Produkten mit Fairtrade-Siegel sind vorrangig zu kaufen.
  • Fairer Handel in Schulen: Fünf Düsseldorfer Schulen sind Fairtrade-Schools weitere Schulen bewerben sich um den Titel.
  • Das Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet Schulen vielfältige Unterstützung an, auch zum Thema Fairer Handel - z. B. faire Frühstücke über das Jahresangebot für alle Schulen.

Berichte im Agenda-Rundbrief

Rundbrief 21 (2,3 MB)
Fairdammt lecker: Düsseldorf frühstückt fair (Seite 19)

Rundbrief 20 (2,4 MB)
Düsseldorf ist Fairtrade - Town (Seite 6-7)

Rundbrief 19 (3,3 MB)
Düsseldorf ist fair (Seite 6)

Rundbrief 18 (3,7 MB)
Fairer Kaffeegenuss für Neu-Düsseldorfer (Seite 17)

Rundbrief 17 (4,2 MB)
Düsseldorf bleibt fair am Ball (Seite 22)

Rundbrief 16 (5,8 MB)
Düsseldorf ist Hauptstadt des Fairen Handels (Seite 12)
Fairer Handel: Sag es durch die Blume (Seite 13)
Jeck und fair - die Stadtwerke machen's vor (Seite 21)

Rundbrief 15 (4,0 MB)
Die Stadt will Vorbild sein (Seite 26)

Bannerausstellung Fairer Handel

Fairer Handel - in Düsseldorf und der Welt

Mit sieben großformatigen Bannern informiert die Stadt Düsseldorf rund um das Thema fairer Handel.

Die Ausstellung Fairer Handel - in Düsseldorf und der Welt (PDF-Datei 7,9 MB) ist unterwegs bei Veranstaltungen in der Stadt, in öffentlichen Räumen und Schulen.

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden.

Mehr Informationen

 

 

Kontakt

Ansprechpartnerin

Ursula Keller

Umweltamt, Agenda-Koordinatorin
lokaleagenda@duesseldorf.de

Telefon 0211 - 8926809

Fairtrade Stadtplan