Die Klasse steht staunend um den Tisch mit der Dampfmaschine rum
Die Klasse freut sich über das Experiment mit der Dampfmaschine

Mit der Dampfmaschine dem CO2 auf der Spur

Die Viertklässlerinnen und Viertklässler der Friedrich-von-Spee Grundschule in Angermund haben sich bereits mit verschiedenen Umweltthemen auseinandergesetzt. Jetzt lernten sie mit Frau Köster, vom Verein DEUTSCHE UMWELT-AKTION e.V., wo die für sie allgegenwärtige Energie herkommt und welche Folgen deren Gewinnung für unseren Planeten hat.

An diesem Tag dreht sich für die vierte Klasse alles um Energie. Was ist Energie überhaupt? Wo kommt Energie her? Wofür braucht man sie?  Warum schadet ein zu hoher Energieverbrauch unserer Umwelt und was können wir dagegen tun?
Durch Pantomime müssen die Kinder zuerst verschiedene elektrische Geräte darstellen und erraten. Aber Achtung! Zwischen elf elektrischen Haushaltsgeräten, wie Staubsauger, Mixer und Bohrmaschine hat sich ein besonderes Objekt eingeschlichen, das Fahrrad. "Ein Fahrrad hat doch keinen Stecker?", wundern sich die Kinder. Das stimmt, aber es braucht trotzdem Energie. Frau Köster malt Fabian auf seinem Fahrrad an die Tafel. Die Kinder lernen, hier kommt die Energie aus Fabians Beinen. Indem er in die Pedalen tritt, bewegt er das Rad und dieses erzeugt über einen Dynamo am Reifen Strom für das Licht.

Nun wird ein Kohlekraftwerk an die Tafel gezeichnet und erläutert. Wasserdampf dreht eine Turbine, so wie Fabians Beine das Rad bewegen und anstelle eines Dynamos gibt es einen Generator so groß wie das Klassenzimmer, der Strom für eine ganze Stadt erzeugen kann. Das gefährliche Nebenprodukt der Stromerzeugung durch Verbrennung, Kohlenstoffdioxid, wird erläutert.            
Schließlich können die Kinder mit Hilfe einer Dampfmaschine selbst erleben, wie Energie erzeugt wird. Die Dampfmaschine ruckelt und dampft, pfeift und zischt. Die Schülerinnen und Schüler sehen fasziniert zu und finden "das stinkt!". Als das CO2 aus dem Schornstein kommt, stellen sie erschrocken fest: "Wir haben die Luft verpestet!". Nach dem Experiment zeigt Frau Köster den Kindern die Rückstände des CO2, schwarze Schmiere auf einem weißen Taschentuch, viele Kinder sehen sich erschrocken an.

Danach geht die Klasse "auf Spurensuche" nach dem CO2, Frau Köster erklärt den Schülerinnen und Schülern die Wege und Auswirkungen des CO2 in unserer Atmosphäre und die daraus resultierende verstärkte Erderwärmung und den Klimawandel. Olida bemerkt, "es schneit nicht mehr so oft!". Die Kinder kennen alle bereits das Symbol des Klimawandels, den Eisbären, dessen Lebensraum verschwindet. Schnell wird allen bewusst, dass es so nicht weitergehen kann.    
In der Klasse werden Ideen gesammelt, wie man Energie sparen kann: Licht ausmachen und Geräte ausstöpseln, wenn man den Raum verlässt, sowie weniger Auto fahren werden oft genannt. Oskar schlägt vor: "Man muss nicht jedes Jahr das neueste Handy kaufen." Als nächstes werden die erneuerbaren Energien angesprochen. Die Schülerinnen und Schüler lernen saubere Energiegewinnung durch Wind- und Wasserkraftwerke, sowie Solarzellen kennen. Im letzten Experiment kann die Energieumwandlung von Sonnenlicht in Bewegung an Solarautos erlebt werden.

Zum Abschluss der Stunde wird noch ein kleines Theaterstück aufgeführt. Olida die Klimahexe und Leo Mr. CO2 der Klimakiller sprechen höhnisch über die Menschen. "Die Menschen helfen uns die Erde zu zerstören, wenn sie so weitermachen, dauert es nicht mehr lange!", stellt die Klimahexe lachend fest und Mr. CO2 gibt ihr energisch Recht: "Stimmt, wer isst denn sonst Erdbeeren aus Afrika mitten im Winter, wer nimmt für 100 Meter das Auto und wer heizt und lüftet gleichzeitig seine Wohnung?". Die Kinder lachen über dieses Schauspiel und bemerken gleichzeitig: Es ist gar nicht so schwer Energie zu sparen! Die Schülerinnen und Schüler erzählen, wie sie bereits auf die Umwelt achten. Die Schulleiterin Frau Schwenk bestätigt: "Wenn Umweltthemen in den Unterricht eingebracht werden, entstehen auch Projekte aus der Eigeninitiative der Kinder."        
Ein lebendiges und tatkräftiges Beispiel ist das "Greenteam", bestehend aus den drei Schülerinnen Amalia, Elisabeth und Sophie. Sie berichten stolz von ihrem Projekt, mit dem sie die Kunden des Supermarktes um die Ecke mit Hilfe von Plakaten zum Umweltschutz motivieren wollen.

Das Bildungsangebot kann im Sachunterricht sowie fachübergreifend in den Schulalltag integriert werden und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse. Die Schülerinnen und Schüler lernen multiperspektivisch und mehrdimensional Lösungen und Handlungsstrategien zu erarbeiten, um zu einer nachhaltigeren Lebensweise beizutragen.

Dieses Bildungsangebot finden Sie in unserem aktuellen Bildungsprogramm (pdf, 4,8 MB) auf Seite 35.

Dauer: 90 Minuten         
Anbieter: Deutsche Umwelt-Aktion e.V., www.umwelt-aktion.de
Anmeldung: Sabine Köster
Telefon/Telefax: 02132.971883 
E-Mail: pr.koester@t-online.de