Die Kinder hören gespannt Moppels Abenteuer zu

Moppels Abenteuer: Gelb, blau, braun oder grau?

Ewa Westermann-Schutzki kommt etwas außer Atem in der Rabenklasse an, die Schülerinnen und Schüler haben sie schon erwartet. "Mit dem Fahrrad bei diesem Wetter hier her zu fahren ist aufregend, das sage ich euch! Ich habe heute Morgen fast so ein Abenteuer erlebt wie Moppel, und von seinem Abenteuer erzähle ich euch jetzt!".

"Ich habe euch jemanden mitgebracht!" Frau Westermann-Schutzki befreit Moppel, das Plüschkaninchen, aus ihrer Tasche und holt auch noch ein Poster und vier Mini-Mülltonnen hervor. Auf dem Poster können die Kinder in Bildern Moppels Abenteuer verfolgen, während Frau Westermann-Schutzki lebhaft und spannend von seiner Geschichte berichtet. Die Schülerinnen und Schüler fiebern mit Moppel mit, der aus seinem Käfig ausbricht und den Kindern Nils und Sarah in die Schule folgt. Auf dem Schulweg trifft ihn ein leeres Trinkpäckchen am Ohr, er verdirbt sich den Magen an einem auf dem Boden liegenden Käsebrot, stolpert über einen weggeworfenen Comic und muss aufpassen, dass er sich an den auf dem Spielplatz liegenden Glasscherben nicht die Pfötchen aufschneidet. Moppel ist überhaupt nicht begeistert von seinem Ausflug und davon, wie es in der Natur aussieht.

Während Frau Westermann-Schutzki von Moppels Abenteuer erzählt, fragt sie die Kinder immer wieder, wo der Abfall hingehört. So sortieren die Kinder gemeinsam den Müll des Schulwegs in die verschiedenen Mülltonnen: Papier-, Plastik-, Kompost-, Restmüll und Glascontainer. Es wird auch über Pfandflaschen gesprochen: "Die gehören in gar keinen Müll!". Lebensmittel soll man, wenn es geht, bitte überhaupt nicht wegschmeißen, da sind sich alle einig.
Kurz bevor Nils und Sarah wieder nach Hause kommen, schafft auch Moppel es zurück in seinen Käfig und schläft sofort erschöpft ein. Dabei träumt er von einer Natur ohne Müll und Gefahren für kleine Kaninchen und Kinder.

In der Frühstückspause nach der ersten Stunde sollen die Kinder ihren Müll vorne auf den Boden im Klassenraum legen, neben den in der Klasse gesammelten Müll der letzten drei Tage. Dabei ist einiges zusammen gekommen. Nach der großen Pause macht sich die Rabenklasse mit neuer Energie und unter der Anleitung von Frau Westermann-Schutzki daran, den Müll zu sortieren und in den richtigen Eimern zu entsorgen. Sie finden sogar eine Hand voll frischer Tomaten! "Wer hat die denn weggeschmissen?", fragt Frau Westermann-Schutzki erschrocken. "Das ist wirklich schade und eine Verschwendung, vielleicht hätte jemand anderes sie gemocht?"

Frau Westermann-Schutzki spricht mit den Kindern darüber, was mit dem Abfall passiert, wenn dieser abgeholt wurde. Am besten wäre es ihn komplett zu recyceln und wiederzuverwenden, so wie man es bei Altpapier macht. "Am blauen Engel kann ich erkennen, dass es recyceltes Papier ist!", weiß eine Schülerin. Doch leider wird viel zu viel Müll verbrannt und nicht richtig verwertet. Am Ende der Stunde singt die Rabenklasse noch das Lied "Natur, Umwelt und Abfall", welches die Themen der Projektstunde noch einmal abwechslungsreich zusammenfasst. Die letzte Frage von Frau Westermann-Schutzki an die Kinder lautet: "Welcher Müll ist der beste Müll?" Cainando weiß die Antwort: "Kein Müll! Am besten man macht erst gar keinen!"

Das Bildungsangebot der Verbraucherzentrale Düsseldorf wurde an der Elsa-Brandström-Grundschule im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. In der Vorbereitung zu dieser Stunde hat sich die Rabenklasse mit Frau Braun mit dem Thema Abfallentsorgung und Abfallvermeidung auseinandergesetzt. "Das Angebot hat sehr gut in unsere Projektwoche gepasst und mit Frau Westermann-Schutzki konnte die Klasse das zuvor Gelernte noch einmal handlungsorientiert umsetzen", freut sich Frau Braun.

Dieses Bildungsangebot finden Sie in unserem aktuellen Bildungsprogramm (pdf, 4,8 MB) auf Seite 12.

Dauer: ca. 3 Stunden      
Anbieter: Umweltberatung der Verbraucherzentrale Düsseldorf
Anmeldung: Ewa Westermann-Schutzki  
Telefon: 0211-710649-40 oder -75          
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