"Auf den Spuren der Wölfe"

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Wölfin. Foto: NABU/M. Hamann

Wolf in der Lüneburger Heide. Foto: NABU/Jürgen Borris

Um über den Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken, bieten die Waldschule und der NABU NRW die Ausstellung "Auf den Spuren der Wölfe" an. Von Dienstag, 3. Dezember, bis 6. Januar 2020, können Interessierte im alten Waldschul-Blockhaus im Wildpark Einblicke in die spannende Welt der Wölfe bekommen.

Er ist zurück in Nordrhein-Westfalen: der Wolf. In den vergangenen Jahren haben sich bestätigte Wolfsichtungen gehäuft. Drei Tiere haben sich mittlerweile dauerhaft hier niedergelassen: In den Wolfsgebieten Schermbeck und Senne lebt jeweils ein weibliches Tier; das Hohe Venn in der Eifel hat sich ein Rüde als Zuhause gewählt. Auch der rheinland-pfälzische Stegskopf, der als Wolfsgebiet gilt, reicht bis in Nordrhein-Westfalen hinein. Doch vielen ist dieses seltene Wildtier noch immer fremd.

Um über den Wolf zu informieren und so die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken, bieten die Waldschule Düsseldorf und der Naturschutzbund Nordrhein-Westfalen (NABU NRW) die Ausstellung "Auf den Spuren der Wölfe" an. Von Dienstag, 3. Dezember, bis Montag, 6. Januar 2020, können Interessierte im alten Waldschul-Blockhaus im Wildpark, Rennbahnstraße 60, Einblicke in die spannende Welt der Wölfe bekommen. Die Ausstellung ist täglich - außer montags - von 10 bis 15.30 Uhr geöffnet.

Am Tag der Eröffnung, 3. Dezember, haben Kinder und Jugendliche darüber hinaus die Möglichkeit, Trittsiegel von Wölfen zu gießen und als Andenken mit nach Hause zu nehmen. In der Ausstellung werden unter anderem die Biologie und das Verhalten freilebender Wölfe vorgestellt. Spielerisch und interaktiv können sich Besucher dem Thema "Wolf" annähern und erfahren, wie sich Trittsiegel von Hund und Wolf unterscheiden, warum Wildbiologen den Kot von Wölfen so schätzen und wie man mit Zäunen Nutztiere schützen kann.

Aufklärung zum Wolf von Waldschule und NABU NRW
Der NABU NRW ist seit über drei Jahren deutschlandweit mit einer von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Wanderausstellungen zum Thema "Wolf" unterwegs. An bisher 21 Standorten konnten sich so schon über eine Millionen Menschen über den Wolf in Nordrhein-Westfalen informieren.

Dieser Ansatz wird auch von der Waldschule Düsseldorf unterstützt. "Da der Wildpark Grafenberg sich zum Ziel gesetzt hat, alle europäischen Wildtiere zu repräsentieren, möchten wir auch zur Aufklärung über das Thema 'Wolf' beitragen", erklärt Lea Thomas, Leiterin der Waldschule Düsseldorf.

Christian Chwallek, stellvertretender Vorsitzender des NABU NRW, weist darauf hin, wie wichtig  Aufklärungsarbeit ist: "Ob der Wolf bei uns eine Chance bekommt, ist weniger eine Frage von Lebensraum und Nahrungsverfügbarkeit, als vielmehr eine Frage der Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Unsere Erfahrungen mit der Wolfsausstellung in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass Menschen, die über Wölfe informiert sind, dem Thema offener gegenübertreten."

Genau dort setzt der NABU NRW mit der Wanderausstellung zum Wolf an. Der Wolf wird dabei weder als reißende Bestie noch als Kuscheltier vorgestellt, sondern als rückkehrendes Wildtier, mit dem auch potenzielle Konflikte einhergehen, die aber meist lösbar sind. So tragen die Waldschule Düsseldorf und der NABU NRW dazu bei, die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Wolf zu stärken.

Weitere Informationen zum Wolf in Deutschland gibt es online unter www.willkommen-wolf-in-nrw.de, www.nrw-wolf.de oder www.NABU.de/wolf sowie unter dem NABU-NRW-Bildungsprojekt www.wolf-macht-schule.de.