Feuerwehr sensibilisiert für Gefahren in der Vorweihnachtszeit - Landeshauptstadt Düsseldorf

Feuerwehr sensibilisiert für Gefahren in der Vorweihnachtszeit

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Brände an Adventskränzen können entstehen, wenn nicht für ausreichend Schutz rund um Kerzen gesorgt ist. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

Mit dem ersten Adventswochenende beginnt die traditionelle Vorweihnachtszeit, in der vielerorts wieder Adventsgestecke, geschmückte Tannenbäume und andere saisonale Dekorationen in die Wohnräume einziehen.

In zahlreichen Haushalten kommen dabei weiterhin echte Kerzen zum Einsatz und auch im Zusammenspiel mit trockener Vegetation, elektrischen Lichterketten oder der unsachgemäßen Nutzung von Fonduegeräten entstehen immer wieder gefährliche Situationen. Die Feuerwehr Düsseldorf sensibiliert daher für Gefahren und appelliert für einen achtsamen Umgang.

David von der Lieth, Leiter der Düsseldorfer Feuerwehr: "Die Vorweihnachtszeit mit geschmückten Kränzen und Gestecken zu genießen, ist eine schöne Tradition. Dabei sollten die Gefahren aber nie unterschätzt werden und beispielsweise brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt sein."

Dekorationen bergen Brandlasten

Viele Adventskränze und Gestecke bestehen aus leicht entzündlichen Materialien wie getrockneten Zweigen, Papier- oder Stoffelementen. Treffen offene Flammen oder Hitzequelle auf solche Arrangements, kann bereits ein kurzer Moment der Unachtsamkeit zu einem Entstehungsbrand führen – etwa, wenn ein Weihnachtsbaum umkippt oder Luftzug und Gardinen in die Nähe einer Kerze geraten. Die Feuerwehr rät deshalb dringend, Räume beim Einsatz echter Kerzen nicht unbeaufsichtigt zu lassen und brennende Kerzen immer vollständig zu löschen, bevor der Raum verlassen wird.

Feuerwehr verweist auf Erfahrungen und Entwicklungen der vergangenen Jahre

Die Feuerwehr Düsseldorf weist seit vielen Jahren auf die besonderen Gefahren in der Advents- und Weihnachtszeit hin. Brandversuche in speziellen Übungsanlagen zeigen regelmäßig, wie schnell getrocknete Adventsgestecke oder Baumreste Feuer fangen können. "Die lange Standzeit von Adventskränzen und Weihnachtsbäumen führt unweigerlich zu Austrocknungen. Damit steigt das Brandrisiko erheblich", erläutert Feuerwehrsprecher Stefan Böle. Gleichzeitig verweist er auf die Statistik: "Die Zahl der Brände im Zusammenhang mit saisonaler Dekoration waren in den letzten Jahren rückläufig – die Mehrung zur Weihnachtszeit 2024/2025 zeigt aber, wie schnell eine Gefahr entstehen kann und mahnt zur Vorsicht."

Ein Blick auf die Einsatzzahlen unterstützt diese Einschätzung: Zwischen dem 1. Dezember 2024 und dem 6. Januar 2025 rückte die Feuerwehr Düsseldorf zu 521 Brandeinsätzen aus (Vorjahreszeiträume: 523 bzw. 434). Sechs Einsätze standen im direkten Zusammenhang mit Weihnachtsdekorationen (Vorjahreszeiträume: 1 bzw. 2).

Tipps der Feuerwehr für die Advents- und Weihnachtszeit

Ein weihnachtliches Gesteck mit echten Wachskerzen sollte folgende Eigenschaften und Voraussetzungen erfüllen:

  • Adventskränze und Gestecke im Geschäft gut prüfen. Nadeln die Zweige bereits, sollte der Kunde nach frischer Ware fragen.
  • Wer selbst bastelt: Möglichst frisches, selbst geschnittenes Tannengrün verwenden.
  • Ein Drahtgeflecht ist zwar teurer, brennt aber dafür nicht.
  • Unter den Kerzen gehört ein Tropffang aus Metall mit Steckdorn, damit die Kerzen sicher befestigt werden können.
  • Auf hinreichend Abstand zwischen Tannengrün und Accessoires zu den Kerzen muss geachtet werden.
  • Rechtzeitig vertrocknetes Grün aus den Gestecken herausnehmen.

Tipps im Hinblick auf Weihnachtsbaum und Lichter

Der Baum sollte möglichst frisch sein. Schon beim Kauf testen, ob er noch nicht rieselt. Bäume mit Wurzel bleiben wesentlich länger frisch. Baumständer mit Wasser füllen und regelmäßig kontrollieren.

  • Schwere Baum- oder Kerzenständer erhöhen die Standfestigkeit.
  • Standorte in unmittelbarer Umgebung von brennbaren Gegenständen wie Gardinen sollten vermieden werden.
  • Bei echten Wachskerzen im Baum gilt: Kerzenhalter mit nicht brennbarem Tropffang verwenden. Fest, standsicher und nicht zu nah an benachbarten Ästen platzieren. Möglichst schwer entflammbaren Weihnachtsschmuck anbringen, Kerzen nicht zu weit herabbrennen lassen oder selbstlöschende Kerzen kaufen. Diese immer von oben nach unten anzünden und niemals unbeaufsichtigt brennen lassen.
  • Menschen, die einen Baum mit echten Kerzen bevorzugen, sollten ein Löschmittel bereitstellen. Für Gestecke und Kränze reicht ein Blumensprüher aus. Für Tannenbäume sollte ein Wasserlöscher oder ein mit Wasser gefüllter Eimer bereitstehen.
  • Der Christbaum sollte auf einer sicheren, nicht brennbaren Unterlage aufgestellt werden.
  • Wer elektrische Lichter verwendet, sollte beim Kauf der Lichterkette auf das CE- und GS-Zeichen achten. Wer die Wohnung verlässt, sollte den Netzstecker der Lichterkette ziehen.

Tipps zu Fondue oder Tischgrill

An den Feiertagen ist es sehr beliebt, im Kreise der Familie beim Fondue oder auch Raclette zusammenzusitzen. Besondere Gefahr geht von den mit heißem Fett gefüllten Töpfen auf den Tischen aus. Schon bei der Vorbereitung ist mit der notwendigen Vorsicht zu agieren. Überhitzt der Topf beim Erwärmen auf dem Herd, kann das Fett rasch anfangen zu brennen. Fettbrände dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden. Das Wasser würde schlagartig verdampfen und dabei eine gewaltige Fettexplosion auslösen. Schwerste Verbrennungen der Haut wären das Resultat. Auch könnte es so schnell zu einem Wohnungsbrand kommen.

  • Den Topf mit dem heißen Fett kippsicher auf eine feuerfeste Unterlage stellen.
  • Niemals Spiritus in das Rechaud des Fondues nachgießen, wenn der Behälter noch heiß ist.
  • Generell ist Brennpaste wesentlich sicherer als der leicht entzündliche Spiritus.
  • Niemals Benzin, Feuerzeugbenzin oder ähnliche Brennflüssigkeiten verwenden: Dabei besteht Explosionsgefahr.
  • Fett oder Öl niemals überhitzen – ansonsten kann es sich entzünden.
  • Überhitztes und brennendes Fett/Öl nie mit Wasser löschen, denn dann besteht die Gefahr einer Fettexplosion. Die Flammen sollten mit einem passenden Topfdeckel oder ähnlichem erstickt werden.

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