Internationales Symposium zu Max Stern

| Kultur

Das Symposium wird von der im Kulturdezernat Düsseldorf eingerichteten Stelle für Provenienzforschung in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum vorbereitet.

Aufgrund aktuell laufender Auskunfts- und Restitutionsgesuche in deutschen Museen, die im Zusammenhang mit der Galerie Max Stern stehen, hat sich die Landeshauptstadt Düsseldorf dazu entschlossen, die für Frühjahr 2018 geplante Ausstellung "Max Stern – von Düsseldorf nach Montreal" im Stadtmuseum Düsseldorf abzusagen und stattdessen ein internationales Symposium im Herbst 2018 im Stadtmuseum zu diesem Themenkomplex durchzuführen, zu dem die Stadt Düsseldorf ausdrücklich die "Dr. Max and Iris Stern Foundation" eingeladen hat.

Das Symposium wird von der im Kulturdezernat Düsseldorf eingerichteten Stelle für Provenienzforschung in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum vorbereitet. Die Landeshauptstadt Düsseldorf arbeitet seit Jahren auf Grundlage der Washingtoner Erklärung (1998), der Gemeinsamen Erklärung (1999), der Theresienstädter Erklärung (2009) sowie nach Maßgabe der Handreichung (2001) und gehört zu den wenigen Kommunen, die seit Oktober 2016 eine eigene Stelle für Provenienzforschung besetzt hat.

Das Symposium wird Auftakt sein, die neuesten Ergebnisse der Provenienzforschung einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und umfänglich zu diskutieren sowie die Frage zu erörtern, was ein richtiges Format wäre, die Geschichte der Galerie Stern zu dokumentieren. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse kann dann besprochen werden, wie eine Ausstellung zu der Galerie Stern aussehen sollte.

Der Oberbürgermeister ist im ständigen Kontakt mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Auch am Sonntag, 12. November, gab es ein Gespräch im Rahmen dessen man einen zeitnahen, gemeinsamen Termin mit dem Kulturdezernenten, der Provenienzforscherin der Stadt Düsseldorf und dem Stadtmuseum vereinbart hat, auf dem das weitere Vorgehen besprochen werden soll.

Stadt und Jüdische Gemeinde haben ein Interesse daran, die Diskussion mit hoher Sachlichkeit und Besonnenheit zu führen und die Absage der Ausstellung nicht zum Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzung zu machen.