Martinstaler für ehrenamtliches Engagement

| Zu Gast im Rathaus Soziales

Zum 15. Mal wurde der Martinstaler an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise in Düsseldorf ehrenamtlich engagieren. Foto: Ingo Lammert

Oberbürgermeister Thomas Geisel mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Martinstalers. Foto: Ingo Lammert

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement hat Oberbürgermeister Thomas Geisel Mitbürgerinnen und Mitbürger am Donnerstag, 24. November, mit dem Martinstaler ausgezeichnet. Jeder erhielt eine Urkunde und eine Plakette mit dem Bild des St. Martin. "Wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement heute sein kann, zeigen die unterschiedlichen Bereiche, in denen die zu Ehrenden aktiv sind. Auf ganz unterschiedlichen Feldern, im Brauchtum, in den Kirchen, in sozialen Einrichtungen oder in Vereinen setzen sie sich für ihre Mitmenschen ein. Für ihr Ehrenamt wenden sie oftmals einen Großteil ihrer Freizeit auf. Für dieses wertvolle Engagement wollen wir uns mit der Auszeichnung heute bedanken", erklärte der Oberbürgermeister.

Bürgerinnen und Bürger können in jedem Jahr Mitmenschen für den Martinstaler vorschlagen. In diesem Jahr sind insgesamt 43 Vorschläge eingegangen. Der Martinstaler wird in diesem Jahr zum 15. Mal verliehen.

Folgende zehn Preisträger werden 2016 geehrt:

Gregor Keweloh ist seit über 40 Jahren im Bereich "Brauchtum tätig. Seit 38 Jahren ist er 1. Vorsitzender der Jagdhornbläser des Düsseldorfer Parforcehorn, seit 2012 Zugführer in der Schützengesellschaft Reserve e.V. 1858. Zudem ist er als Tischbaassprecher im erweiterten Vorstand der Düsseldorfer Jonges tätig und war Schlichter im Streit vom Vorstand der Düsseldorfer Jonges.

Felix Kreuzer ist seit 17 Jahren bei den Verkehskadetten Düsseldorf aktiv - ab 2002 war er dort Gruppenleiter, seit 2003 zusätzlich Mitglied des Fahrdienstes, ab 2005 Obergruppenleiter und seit 2012 erst stellvertretender Leiter, dann Leiter der Verkehskadetten Düsseldorf mit circa 90 Jugendlichen Helfern. Felix Kreuzer zeichnet sich durch großes Verantwortungsbewusstsein und besonderes Engagement aus.

Heinz Nieß hat vor 25 Jahren seine ehrenamtliche Arbeit in der Ökumenische Begegnunsstätte begonnen und ist nun für das Zentrum Plus Gerresheim tätig. Wöchentlich unterstützt er das Cafe "VergissMeinNicht" für Demenzerkrankte. Zusätzlich ist er beim Sauerländischen Gebirgsverein engagiert und wandert wöchentlich viele Kilometer.

Brigitte Göbels war von 2004 bis 2014 Mitglied des Seniorenbeirates für den Stadtbezirk 2. Sie ist Mitbegründerin und Organisatorin des Kulturherbst-Programms für Senioren und Mitbegründerin der Friedrich-Spee-Akademie e.V. Bei letzterem ist sie als Schatzmeisterin tätig und für die Zusammenstellung eines kulturellen Programms für ältere Menschen verantwortlich. Brigitte Göbels gestaltet die Programme durch Mitgliedbeiträge und Spenden. Ausstellungen, Lesungen, Wanderungen, Konzerte usw. gehören dazu. Des Weiteren organisiert sie den "Frauen lesen für Frauen"-Abend im Maxhaus mit, dieser findet jeden März statt.

Michael Stapper ist seit 35 Jahren im Club 68 in Düsseldorf tätig, einem Verein für behinderte und nichtbehinderte Menschen. Er kümmert sich um die Büroarbeit und holt mit einem Fahrzeug die behinderten Mitglieder zu Veranstaltungen ab. Zusätzlich organisiert er mit anderen die monatlichen Programme mit den zahlreichen Veranstaltungen. Seit 18 Jahren ist er im Vorstand des Vereins.

Ottfrid Hillmann egagiert sich seit über 30 Jahren im Düsseldorfer Unterwasser Club (DUC). Dort war er als Tauchlehrer, Vereinsvorsitzender, Übungsleiter und Jugendwart tätig. Seit 16 Jahren ist er Sprecher aller Düsseldorfer Selbsthilfegruppen. Zudem ist er Gruppenleiter der Selbsthilfegruppe Psoriasis.

Gabriele Ingui und Erika Rabe engagieren sich seit zehn Jahren für den Kleiderladen der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Gerresheim. Die Kleidung kann dort gegen eine Spende erworben werden. Etwa 125 Kunden kommen pro Monat. Die Beiden haben den Secondhand-Laden für Bedürftige mitaufgebaut und koordinieren ein Team aus 10 Ehrenamtlern.

Gerd Schlüter und Wilfried Heiter schufen 1999 das Historische Klassenzimmer in der Maxschule. Seitdem haben sie zahlreiche Besucher mit der Geschichte der Maxschule und alten Lehr- und Erziehungsmethoden vertraut gemacht. Sie tun dies in Lehrerkleidung der Kaiserzeit, während die Gäste in den historischen Schulbänken Platz nehmen können und mit Schiefertafeln und Griffeln arbeiten.

In der Kategorie "neue Wege des bürgerschaftlichen Engagements", bei der neue, innovative Ideen von ehrenamtlichem Engagement gewürdigt werden, wurden folgende Initiativen ausgezeichnet:

Das Hispi- Das Lernhaus gibt es seit 2015 und wurde unter anderem von Katrin Jungjohann mitgegründet, die den Preis stellvertretend für die Bürgerinitiative entgegennimmt. In dem Lernhaus auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft Lacombletstraße werden Flüchtlingskinder schulisch unterrichtet. Nachmittags findet Hausaufgabenbetreuung statt und am Abend Deutschkurse für Erwachsene.

Underdog ist ein Projekt des Vereins asphalt e.V./fiftyfifty: Streetworker, ehrenamtliche Tierärztinnen und -ärzte sowie eine Assistentin suchen in einer mobilen Praxis die Schlaf- und Verweilstätten von Obdachlosen mit Tieren auf und bieten den Vierbeinern veterinärmedizinische Hilfe an. Über die Tiere werden auch die Menschen erreicht.