Planungen für die Mühlenstraße kommen gut an

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Mühlenstraße: Aktueller Bestand

Mühlenstraße: Konzeptidee Variante Naturstein (Animation)

In der Grafik wird der Planungsraum Mühlenstraße skizziert.

Die Grafik zeigt einen Übersichtsplan zur Mühlenstraße.

Beigeordnete Cornelia Zuschke stellte im Rahmen einer Bürgerinformation im Rathaus Einzelheiten zu den Planungen für die Mühlenstraße in der Altstadt vor.

Rund 70 Düsseldorfer mit Altstadt-Bezug waren am Donnerstagabend, 16. Februar, ins Rathaus gekommen, um sich die Planungen für die Neugestaltung der Mühlenstraße vorstellen zu lassen. Am Ende spendeten sie Beifall.

Beigeordnete Cornelia Zuschke und Dr. Uwe Kloppe erläuterten dem Plenum die Vorstellungen. "Die Planung ist gut", brachte es Frank Hermsen von der Altstadtgemeinschaft abschließend auf den Punkt.

Nach den vorliegenden Planungen soll Tempo 30 auf der Mühlenstraße erhalten bleiben. Die Fahrbahnbreite soll auf sechs Meter festgelegt werden, so dass zwar noch zwei Fahrzeuge aneinander vorbei fahren können, sich aber deutlich breitere Gehwege ergeben. Die Zufahrt zum Burgplatz soll erhalten bleiben. Der in die Jahre gekommene Grabbeplatz wird eine Auffrischung erhalten. Die Kreuzung zum Parkhaus wird optimiert.

Großen Anklang fand die Idee, auf die Parkplätze in der Mühlenstraße zu verzichten, um den Parksuchverkehr zu verhindern. Zwischen Liefergasse und Burgplatz sollen die Parkplätze wegfallen. Auch zwischen Neubrückstraße und Liefergasse sehen die Planungen kein Parken am Fahrbahnrand mehr vor.

"Die Parkplätze wegzunehmen ist gut. Anwohner bekommen dort eh nie einen Parkplatz", erklärte zum Beispiel Michael Naseband im Rahmen der Diskussion. Zukünftig gebe es damit kein "Anliegen" mehr, das Auswärtige zur Einfahrt und Durchfahrt in die Mühlenstraße berechtigen würde. Auch das von den Anwesenden stark kritisierte "Posen" von PS-starken Fahrzeugen, werde damit abgestellt.

Durch den Verzicht auf die Parkplätze, mit Ausnahme von Behindertenparkplätzen, und die breiteren Gehwege ergeben sich neue Möglichkeiten. So ist auf dem gewonnenen Freiraum erweiterte Außengastronomie ebenso wie Fahrradständer möglich, die Rettungswege bleiben frei und auch Laden und Liefern soll auf der Straße möglich sein.

Als Besonderheit sollen an der Südseite der Mühlenstraße zwischen Neubrückstraße und Liefergasse so genannte "public parklets" entstehen. Diese Erweiterung des öffentlichen Gehwegs wird an Stelle der Parkplätze treten. Hochwertige, witterungsbeständige Holzeinbauten geben den "parklets" den Charakter einer Stadtmöblierung und werten das Straßenbild auf. Vorteil: Da kein festes Fundament benötigt wird, können sie schnell und kostengünstig aufgebaut werden. Die ersten "parklets" gab es übrigens 2010 in San Francisco.

Kontrovers diskutiert wurde über den Taxistand auf dem Burgplatz. Während ein Teil der Anwesenden kritisierte, dass die Taxen sich in der Nacht von 22 bis 4 Uhr morgens vom Taxistand bis in die Mühlenstraße zurückstauten, sahen es andere als notwendig an, dass die "Droschken da sind, wo auch die Menschen sind".

Einige der Projekte, so zum Beispiel die "parklets", könnten, die Zustimmung politischer Gremien vorausgesetzt, relativ schnell umgesetzt werden, erklärte Cornelia Zuschke am Ende der Veranstaltung. Die Gesamtplanung dürfte allerdings nicht vor 2019 realisiert sein.