Robotik, Mapping & Tanz und eine Loopstation

| Kultur Jugend

Eines der Projekte ist der MACHMA-Workshoptag, Foto: Merle Forchmann.

Dennis Palmen, "Kulturrucksack NRW" in Düsseldorf, Petra Winkelmann vom Kulturamt, Jessica Mörtl vom Jugendamt, Videokünstler Fabian Schulz, Anne Blankenberg vom Theatermuseum und Silke Bunde, künstlerische Mentorin "Kulturrucksack NRW" stellten das Projekt vor, Foto: Michael Gstettenbauer.

Dennis Palmen, Projektkoordination "Kulturrucksack NRW" in Düsseldorf, beim Pressegespräch, Foto: Michael Gstettenbauer.

Seit 2013 beteiligt sich die Landeshauptstadt Düsseldorf am "Kulturrucksack NRW". Das Projekt bietet die Möglichkeit, mittelfristig, kontinuierlich und vertiefend mit Kindern und Jugendlichen kreativ zusammenzuarbeiten. So werden 2018 durch den "Kulturrucksack NRW" insgesamt mehr als 40 kulturelle Projekte in Jugendfreizeiteinrichtungen und Kulturinstituten in ganz Düsseldorf finanziert und umgesetzt.

Eines dieser vom Kultur- und Jugendamt begleiteten Projekte ist das Jugendkulturfestival #MACHMA, das am Samstag, 28. April, vom Jugend- und Kulturamt Düsseldorf mit Unterstützung des "Kulturrucksack NRW" im Theatermuseum angeboten wird.

Jugendkulturfestival #MACHMA
Beim Jugendkulturfestival #MACHMA am Samstag, 28. April, können 60 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren verschiedene kostenlose Kreativangebote unter dem Oberthema "Digitale Kunst" erleben:

Im Loopstation-Workshop unter der Leitung von Künstler Philipp Neumann werden Beats und Rhythmen aus Papier produziert. Die Kinder erzeugen Geräusche durch zerreißendes und geknülltes Papier und nehmen mit der Loopstation einen eigenen Rhythmus auf.

Der Videokünstler Fabian Schulz und die Choreographin Arnika Riede bieten den Workshop "Mapping & Tanz" an. Mit einem Beamer werden Effekte auf die Tanzenden projiziert, so dass eine Mischung aus Video und Performance entsteht.

Im "Robotik"-Workshop unter der Leitung von Lutz Tomala werden kleine Spheros programmiert. Die kugelförmigen Roboter sind dem BB-8 aus den Star Wars-Filmen ähnlich.

Eine Mischung aus analoger Kunst und Digitalem stellt der "Pixel & Tapeart"-Workshop dar. Hier werden Pixelbilder mit Klebebändern auf Pappe hergestellt.

Außerdem gibt es für die Zeit zwischen den Workshops Mitmachaktionen wie eine Videospielstation und eine Greenscreen-Ecke, mit der man den Hintergrund eines Fotos verändern kann.

Infos zu den Workshops und zur Anmeldung gibt es unter kulturrucksacknrw@kulturkomplizen.com. Der Anmeldeschluss ist Montag, 16. April. Die Kinder können jeweils zwei Workshops aus den vier angebotenen auswählen. Alle Workshops finden im Theatermuseum statt.

Kulturrucksack NRW
Die einzelnen Kulturrucksack-Projekte werden vom Kultur- und Jugendamt in 22 Düsseldorfer Jugendfreizeiteinrichtungen mit kulturellem Schwerpunkt durchgeführt. Die Projekte gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen und der Einrichtungen ein. So werden unter anderem unter Berücksichtigung des sozialen und kulturellen Hintergrunds, des Sozialraums und des Profils der Einrichtungen Ideen und Ansätze gemeinsam mit den künstlerischen Mentorinnen und Mentoren sowie den kulturpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern individuell für jede Einrichtung entwickelt. Diese Ideen werden anschließend in für die Einrichtungen kostenlosen Projekten unter professioneller künstlerischer Anleitung umgesetzt. Gleichzeitig erhalten die Einrichtungen so Unterstützung bei der Entwicklung eines eigenen kulturellen Bildungsprofils. Von Stadtspaziergängen, die das eigene Viertel in einem neuen Licht zeigen, bis hin zu Street-Art oder Videodreh mit der eigenen Tanzcrew.

Kommunen, in denen mehr als 3.500 junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren leben, können sich direkt beim Kulturrucksack bewerben. Das Land unterstützt die Kulturrucksack-Kommunen mit jährlich 4,40 Euro pro Kind oder Jugendlichen in der genannten Altersgruppe. In 2018 kommt so für Düsseldorf eine Gesamtförderung von 106.920 Euro zusammen, welche über Kulturamt, Jugendamt und Projektkoordination auf einzelne Projekte verteilt wird. Seit 2013 beteiligt sich die Landeshauptstadt am Kulturrucksack NRW.

In Düsseldorf bewerben sich die einzelnen Jugendfreizeiteinrichtungen gemeinsam mit Kulturinstituten mit Projektideen für die Kulturrucksack-Förderung. Eine Jury, bestehend aus Vertretern des Kultur- und Jugendamtes und den künstlerischen Mentoreninnen und Mentoren, stimmt dann über die eingereichten Projektideen ab.

2018 werden durch den "Kulturrucksack NRW" insgesamt mehr als 40 kulturelle Projekte in Jugendfreizeiteinrichtungen und Kulturinstituten in ganz Düsseldorf finanziert und umgesetzt. Folgend einige Beispiele:

"Unser eigenes Computerspiel": Ein Fotografie- und Programmier-Projekt in der Jugendfreizeiteinrichtung "V24" im Juni mit Fotografin Petra Warrass ermöglicht den Teilnehmenden Material (Fotos, Zeichnungen, Geräusche, Musik) und Ideen für eine Hintergrundgeschichte und eine Hauptfigur zu sammeln. Daraus wird dann ein eigenes kleines Computerspiel (mit HTML5) zusammengestellt, für das die Gruppe selbst den Schwierigkeitsgrad bestimmt. Keine Programmier-/Vorkenntnisse sind erforderlich.

"Buch-Binde-Objekte": Bei dem Projekt im "SWT Theo Club" in Rath in Kooperation mit der Stadtbüchereien erstellen die Teilnehmenden Blätter, die sie mittels unterschiedlicher Bindemöglichkeiten zu individuellen "Buchobjekten" zusammenfassen, zum Beispiel durch Heften, Tackern, Kabelbinder, Buchbinderschrauben oder Fadenheftung. Zu dem Projekt gehört eine Büchereiführung, ein Besuch der Buchbinderwerkstatt in der Zentralbibliothek und eine Ausstellung der Buchobjekte in der Stadtbücherei.

"Wunderland": Das spartenübergreifende Kunstprojekt in der Jugendfreizeiteinrichtung Heye 95 in Gerresheim im August mit der Soundkünstlerin Alice Ferl beschäftigt sich mit der Schnittstelle von Traum und Realität. Mit den teilnehmenden Kindern werden Träume gesammelt und aufgenommen, die dann mit der unmittelbaren, vertrauten Umgebung der Stadt in Verbindung gebracht werden. Auf Grundlage des gesammelten Materials werden dann Orte in der Stadt zum Ausgangspunkt genommen fiktive, utopische Traumszenarien neu zu entwickeln. Die dabei entstehenden Geschichten werden mittels 3D-Audio-Technik aufgenommen und zu einer Audiospur zusammengeführt, die den Hörer durch die Stadt begleitet.

"Licht und Schatten": ein Projekt in der "GOT Bonifatius" in Bilk in den Herbstferien mit Ton- und Videokünstler Fabian Schulz. Der Videokünstler bringt den Teilnehmenden das Oberthema Mapping und Projektionskunst nahe sowie Schnitttechniken und Sounderstellung und erschafft mit ihnen eine Installation aus Klang und Licht.

Details und weitere Informationen gibt es unter www.kulturrucksack.nrw.de/duesseldorf