Start für Mobilitätspartnerschaft von Wirtschaft und Stadt

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Unterzeichnung der Mobilitätspartnerschaft im Jan-Wellem-Saal des Rathauses, Foto: Michael Gstettenbauer. Oben v.l.n.r.: Dr. Axel Fuhrmann (HWK), Gregor Berghausen (IHK), Lutz Denken (Kreishandwerkerschaft); Unten v.l.n.r.: Oberbürgermeister Thomas Geisel, Andreas Ehlert (HWK), Dr. Udo Brockmeier (IHK) und Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide, Foto: Michael Gstettenbauer.

Für umweltgerechte Mobilität: Oberbürgermeister Thomas Geisel, der Präsident der Handwerkskammer, Andreas Ehlert, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Lutz Denken, und der Vizepräsident der IHK, Dr. Udo Brockmeier, haben am Montag, 13. November, eine Mobilitätspartnerschaft unterzeichnet.

Eine gemeinsame Initiative von Stadt, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft sowie Industrie- und Handelskammer IHK Düsseldorf soll dazu beitragen, die Mobilität in der Stadt zügig umweltfreundlicher zu machen und nachhaltig zu sichern. Man erhofft sich damit nicht zuletzt eine Verbesserung der Luftqualität, um drohende Fahrverbote für Dieselautos abwenden zu können. Oberbürgermeister Thomas Geisel, der Präsident der Handwerkskammer, Andreas Ehlert, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Lutz Denken, und der Vizepräsident der IHK, Dr. Udo Brockmeier, haben dafür im Rathaus eine Partnerschaft für effiziente und umweltgerechte Mobilität, kurz Mobilitätspartnerschaft, unterzeichnet.

Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Düsseldorf ist eine wirtschaftsstarke und dynamische Metropole. Umso wichtiger ist, dass Stadt und örtliche Wirtschaft gemeinsam Verantwortung für eine smarte, effiziente und umweltgerechte Mobilität übernehmen. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Mobilitätspartnerschaft, einer der ersten in der Republik, schnell spürbare Verbesserungen in den betrieblichen Fuhrparks und beim Mobilitätsverhalten erreichen, die nicht nur weniger Luftbelastung, sondern auch weniger Lärm und mehr Verkehrssicherheit mit sich bringen."

"Ziel unserer Bestrebungen ist es unter anderem, kurzfristig eine Reduzierung des Luftschadstoffs Stickstoffdioxid zu erreichen. Der Grenzwert dieses Schadstoffs wird insbesondere an vielbefahrenen Straßen in der Innenstadt deutlich überschritten", ergänzte Umweltdezernentin Helga Stulgies.

"Insbesondere das Vernetzen im Planen und Anwenden von unterschiedlichen Mobilitätsrastern und -strategien überbetrieblich sowie zwischen Betrieben und öffentlichem Nahverkehr insgesamt macht Sinn, um für viele Menschen ein umweltverträgliches, aber auch individuell gutes Mobilitätsangebot zu erreichen. Darüber hinaus ist diese Partnerschaft auch gleichzeitig ein Einstieg in die dringend notwendige Möglichkeit, auch bei uns in Stadt und Region connected mobility-Szenarien aufzubauen", erklärte Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke.

Der Mobilitätspartnerschaft können sich alle Düsseldorfer Unternehmen anschließen. Sie erklären sich damit bereit, die Mobilität ihres Betriebes umweltfreundlicher zu gestalten. Dies soll in alle betrieblichen Bereiche hineinwirken - von den Arbeitswegen der Beschäftigten über Geschäftsreisen bis hin zur eigenen Fahrzeugflotte und den Lieferverkehren - seien es Transportlösungen zum Beispiel elektromobiler Art (Elektrofahrzeuge oder Lastenräder), optimierte Tourenplanungen oder Videokonferenzen - anstelle von Geschäftsfahrten. Unternehmen, die herausragende Beiträge leisten, sollen ausgezeichnet werden.

Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Kreishandwerkerschaft und Stadt wollen interessierte Unternehmen nach Kräften unterstützen.

"Die Handwerkskammer wird den Mitgliedsunternehmen erstberatend bei der Analyse ihres Fuhrparks und der Umstellungsmöglichkeiten helfen. Für die Detailplanung werden wir darüber hinaus einen Beraterpool zusammenstellen, der jeden differenzierten betrieblichen Mobilitätsbedarf abdecken soll", erläuterte der Präsident der Handwerkskammer Andreas Ehlert.

Manche Handwerksbetriebe setzen bereits auf einen umweltfreundlichen Fuhrpark, indem sie mit Elektrotransportern oder Lastenrädern zum Kunden fahren. "Wir werden von unseren Mitgliedsbetrieben Best-Practice-Beispiele bereitstellen, denn einige gestalten ihre betriebliche Mobilität bereits effizient", sagte der Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide.

Die Industrie- und Handelskammer sieht in einer Zusammenarbeit der Unternehmen großes Potential: "Durch kluge Vernetzung von Unternehmensflotten und die Einbindung der Belegschaften eröffnen sich hohe Einsparpotenziale für alle Beteiligten - zum einen zur Kostenreduktion, zum anderen zur Senkung der Umwelt- und Klimabelastungen", betonte Dr. Udo Brockmeier, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer.

Sowohl die Handwerkskammer als auch die Industrie- und Handelskammer wollen im Rahmen der Mobilitätspartnerschaft zudem ihre Fortbildungsaktivitäten verstärken. In Workshops und Konferenzen werden die Chancen der Unternehmen und gute Beispiele vorgestellt.

Die Vereinbarung zur Mobilitätspartnerschaft gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2020. Weitere Informationen zum Thema finden sich im Internet unter www.duesseldorf.de/mobilitaetspartnerschaft