Erster Runder Tisch gegen Obdachlosigkeit

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Der erste Runde Tisch gegen Obdachlosigkeit mit Stadtdirektor Burkhard Hintzsche sowie Miriam Koch, Amtleiterin des Amtes für Migration und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim ersten Runden Tisch gegen Obdachlosigkeit

Wohnraumsituation in Düsseldorf und Vermittlung in Wohnungen größte Herausforderung/Aktuelle Zahl der Obdachlosen soll erfasst werden

Die Wohnraumsituation in Düsseldorf und die Vermittlung von Obdachlosen in Wohnungen sind die größten Herausforderungen. Dies ist die Bilanz des ersten Runden Tisches gegen Obdachlosigkeit im Rathaus. Mehr als 50 Teilnehmer tauschten sich am heutigen Mittwoch, 15. Mai, zum Thema aus.

Die Stadtverwaltung hatte zunächst den aktuellen Sachstand zur Unterbringung von Obdachlosen und die Perspektiven dazu vorgestellt. Neben der Modernisierung von Unterkünften und deren teilweise Umwandlung in mietvertragliches Wohnen, stehen vor allem die Intensivierung der Wohnraumvermittlung, die Ausweitung des Konzeptes Probewohnen und des Ankaufs von Belegungsrechten im Fokus.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche kündigte darüber hinaus eine Zählung der Menschen, die "Platte machen", also im Freien oder im öffentlichen Raum übernachten, an. Sie soll im Oktober und November erfolgen. " Nach der letzten Zählung im Mai 2018", erläuterte Hintzsche, "bei der die Mitarbeitenden des Amtes für Migration und Integration, Kolleginnen und Kollegen des OSD sowie Mitarbeitende des Streetworks gemeinsam bis zu 200 Menschen auf der Straße ermittelt haben, wollen wir mit dieser erneuten Zählung unter anderem der Dunkelziffer entgegenwirken".

Der Teilnehmerkreis benannte die Wohnraumsituation in Düsseldorf als größte Herausforderung. Deshalb wird dieses Thema beim nächsten Treffen Schwerpunkt sein. Dazu sollen auch die Wohnungsgesellschaften eingeladen werden, um gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen zu suchen. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche erläuterte: „Wir gehen davon aus, dass bis zu 30 Prozent der von uns Untergebrachten sind in der Lage, die Pflichten eines Mietvertrages zu erfüllen. Wir sind allerdings aufgrund der Wohnungsmarktsituation in Düsseldorf dringend auf die Kooperation mit Wohnungsunternehmen und privaten Vermieterinnen und Vermietern angewiesen."