Düsseldorfer Integrationspreis 2026 - Landeshauptstadt Düsseldorf

Düsseldorfer Integrationspreis 2026

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Zusammenhalt durch Haltung! Engagement für ein demokratisches Miteinander

Eine Initiative des Lions Club Düsseldorf-Carlstadt und des Kommunalen Integrationszentrums der Landeshauptstadt Düsseldorf

„Wir brauchen die Demokratie – aber ich glaube: Derzeit braucht die Demokratie vor allem uns!“ (Frank-Walter Steinmeier, Deutscher Bundespräsident).

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Polarisierung, Desinformation, rassistische und menschenfeindliche Haltungen gewinnen an Sichtbarkeit und Lautstärke. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis vieler Menschen, für demokratische Grundwerte einzustehen, Vielfalt zu schützen und marginalisierte Stimmen hörbar zu machen.

In einer vielfältigen, durch Einwanderung geprägten Stadtgesellschaft, ist ein respektvoller Umgang miteinander keine Selbstverständlichkeit, sondern Ergebnis eines gemeinsamen Miteinanders und Handelns. Es braucht Menschen, die sich mit Mut, Haltung und Kreativität dafür einsetzen, dass diese Vielfalt als Stärke verstanden und gelebt wird – in Schulen, Vereinen, Initiativen, in der Nachbarschaft und auf öffentlichen Bühnen.

Mit dem neunten Düsseldorfer Integrationspreis würdigen der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt und das Kommunale Integrationszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf im Jahr 2026 Projekte und Initiativen, die sich mit Haltung, Engagement und Kreativität für ein demokratisches und solidarisches Miteinander einsetzen.

Thematischer Schwerpunkt

Zusammenhalt durch Haltung! Engagement für ein demokratisches Miteinander

Ausgezeichnet werden Projekte, die aktiv zu einer demokratischen, diskriminierungskritischen und inklusiven Stadtgesellschaft beitragen.
Im Mittelpunkt stehen Ansätze, die durch praktische Demokratiearbeit, Haltungsstärkung und partizipative Prozesse den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Dies kann u. a. geschehen durch:

  • Empowerment & Teilhabe: Stärkung von Menschen mit Rassismus- oder Diskriminierungserfahrungen, Förderung von Selbstorganisation, solidarisches Handeln auf Augenhöhe
  • Demokratiebildung & Haltungsarbeit: Vermittlung demokratischer Grundwerte, Stärkung demokratischer Kompetenzen, Entwicklung eines kritischen Demokratieverständnisses, Förderung von Zivilcourage, Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Öffentlicher Diskurs & kreative Ausdrucksformen: Sichtbarmachung demokratischer Haltungen durch Kunst, Kultur und Kampagnen; Schaffung von Dialogräumen für gesellschaftlich relevante Themen
  • Beratung, Vernetzung & Strukturarbeit: Aufbau verlässlicher Unterstützungsangebote für demokratisches Engagement sowie Mitwirkung in Netzwerken, die sich kritisch mit Diskriminierungen auseinandersetzen

Besonders begrüßt werden Projekte, die demokratische Bildungsprozesse initiieren, zur Haltungsschärfung beitragen und Menschen in ihrer aktiven Mitgestaltung einer offenen Gesellschaft bestärken.

Die Jury orientiert sich an den folgenden Kriterien:

  • Das Projekt wird durch konkrete Kooperationen, insbesondere mit Organisationen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte oder anderen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, partnerschaftlich umgesetzt.
  • Es leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Demokratiearbeit, indem es zur kritischen Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung oder gesellschaftlicher Ausgrenzung befähigt und demokratische Handlungskompetenzen stärkt.
  • Das Projekt basiert auf einer Haltung der gegenseitigen Wertschätzung und verfolgt einen partizipativen und/oder ressourcenorientierten Ansatz, der die Vielfalt der Beteiligten berücksichtigt.
  • Ehrenamtliches Engagement spielt eine tragende Rolle: Das Projekt wird ganz oder teilweise von Ehrenamtlichen getragen, fördert deren Beteiligung oder qualifiziert sie gezielt für ihre Aufgaben.
  • Das Projekt entfaltet gesellschaftliche Reichweite, indem es eine größere Anzahl an Personen erreicht und entsprechende Strukturen oder Formate zur Ansprache aufbaut.
  • Besonders begrüßt werden Projekte, die die Grundlagen ihrer Arbeit diskriminierungskritisch reflektieren, eine demokratiepädagogische Haltung einnehmen und langfristig zur Stärkung demokratischer Strukturen beitragen.

Preisgelder

Für den Integrationspreis 2026 wird ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 15.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Eine mögliche Aufteilung sieht wie folgt aus:

1. Preis: 7.000€
2. Preis: 5.000€
3. Preis: 3.000€

Hinweis:
Der Jury bleibt es vorbehalten, das Preisgeld flexibel aufzuteilen – etwa, wenn mehr als drei Projekte eine Würdigung erfahren sollen.

Wer kann sich bewerben?

Teilnahmeberechtigt sind engagierte, gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen aus Düsseldorf, z. B.:

  • Organisationen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte (z.B. Migrant*innenorganisationen, postmigrantische Initiativen und Zusammenschlüsse)
  • Sportvereine
  • Zivilgesellschaftliche Initiativen
  • Wohlfahrtsverbände
  • Kulturvereine und -institutionen
  • Träger der Jugend- und Familienarbeit
  • Düsseldorfer Schulen aller Schulformen

Frist und Preisverleihung

  • Bewerbungsschluss: 30. Januar 2026
  • Preisverleihung: voraussichtlich 5. Juli 2026

Jury

Die Jury setzt sich aus Vertreter*innen folgender Institutionen zusammen:

  • Dezernat für Kultur und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf
  • Lions Club Düsseldorf-Carlstadt
  • Kommunales Integrationszentrum Düsseldorf
  • Pressevertretung
  • Prof.in Dr.in Susanne Spindler (HSD Hochschule Düsseldorf)
  • Mithu Sanyal (Kulturwissenschaftlerin und Journalistin)

  • Amt für Migration und Integration

    Kommunales Integrationszentrum

    Redlichstraße 2a

    40239 Düsseldorf

    Stadtplan
  • Filiz Şirin-Gündüz

    Telefon 0211 - 8921873

    E-Mail
  • • ebenerdiger Eingang

    • barrierefreies WC

    • Behindertenparkplatz

    • taktiles Leitsystem