Freizügigkeit für Familienangehörige

Gemeinschaftsrechtlich freizügigkeitsberechtigt können auch bestimmte Familienangehörige von Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern sein. Diese Familienangehörigen können auch aus einem so genannten Drittstaat (einem Staat, der nicht der EU oder dem EWR angehört) kommen.

Beim Familiennachzug handelt es sich um ein abgeleitetes Aufenthaltsrecht. Voraussetzung ist, dass die hier lebenden Familienangehörigen Freizügigkeit haben.
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Zu den Familienangehörigenzählen unter anderem:

  • die Ehefrau oder der Ehemann
  • die eingetragene Lebenspartnerin oder der eingetragene Lebenspartner
  • Verwandte in absteigender Linie, die noch nicht 21 Jahre alt sind (Kinder, Enkelkinder...)

Beim Nachzug von über 21 Jahre alten "Kindern" und anderen Verwandten in auf- und absteigender Linie (Eltern, Großeltern...) muss der Unterhalt gesichert sein und ausreichender Krankenversicherungsschutz bestehen.

Ob auch dann noch ein Aufenthaltsrecht besteht, wenn die familiäre Gemeinschaft nicht mehr besteht, hängt von vielen Voraussetzungen ab, die hier nicht dargestellt werden können. Wenden Sie sich im Bedarfsfall bitte an Ihre Ausländerbehörde.

 

Bestätigungen des Aufenthaltsrechts

Wenn Freizügigkeitsvoraussetzungen vorliegen, besteht das Aufenthaltsrecht kraft Gesetzes. Bescheinigt wird dies durch die Ausländerbehörde nicht mehr. Denn seit dem 29.01.2013 gibt es die so genannten Freizügigkeitsbescheinigung nicht mehr.

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Drittstaatlerinnen und Drittstaatler, die als Familienangehörige Freizügigkeit besitzen, erhalten auf Antrag eine Aufenthaltskarte

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Daueraufenthaltsrecht

Wenn nach fünf Jahren ständig rechtmäßigen Aufenthalts ein Daueraufenthaltsrecht erworben wurde, kann hierüber eine Bescheinigung ausgestellt werden.

Unionsbürgerinnen und Unionsbürger erhalten dann auf Antrag eine Bescheinigung des Daueraufenthalts,

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Drittstaatlerinnen und Drittstaatler eine Daueraufenthaltskarte.

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Rechtsgrundlagen

§ 2 Abs. 2 Nr. 6 Freizügigkeitsgesetz/EU

§ 3 Freizügigkeitsgesetz/EU

 

 

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