Übersichtskarte ÖPNV-Einzugsbereiche

Stellplätze und Garagen für Wohnnutzung

Richtlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf für die Berechnung von notwendigen Stellplätzen im Wohnungsbau

  1. Die Richtzahlen der nicht mehr gültigen Verwaltungsvorschrift zur Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen werden von der Verwaltung angewandt, wenn kein Gutachten des Bauherrn zur individuellen Stellplatzberechnung vorgelegt wird.

  2. Abweichend von den Richtzahlen der oben genannten Verwaltungsvorschrift gelten in der Stadt Düsseldorf für die Stellplatzberechnung im Wohnungsbau folgende Regelungen:
Differenzierte Verpflichtung zur Herstellung von Stellplätzen beim Wohnungsbau
(1 Stellplatz pro Wohneinheit = 100 %)

ÖPNV-Anbindungsehr gutgutmittel
Wohnungsgröße
kleiner 40 Quadratmeter

1 Stellplatz pro
3 Wohneinheiten
33%

1 Stellplatz pro
2 Wohneinheiten
50%

1 Stellplatz pro
1 Wohneinheit
100%

bis 87 Quadratmeter1 Stellplatz pro
2 Wohneinheiten
50%
3 Stellplätze pro
4 Wohneinheiten
75%
1 Stellplatz pro
1 Wohneinheit
100%
88 bis 130 Quadratmeter2 Stellplätze pro
3 Wohneinheiten
66%
1 Stellplatz pro
1 Wohneinheit
100%
1 Stellplatz pro
1 Wohneinheit
100%
größer 130 Quadratmeter1 Stellplatz pro
1 Wohneinheit
100%
2 Stellplätze pro
1 Wohneinheit
2 Stellplätze pro
1 Wohneinheit
Studenten- und Altenwohnungen, geförderter Wohnungsbau
kleiner 40 Quadratmeter1 Stellplatz pro
3 Wohneinheiten
33%
1 Stellplatz pro
3 Wohneinheiten
33%
1 Stellplatz pro
2 Wohneinheiten
50%
bis 87 Quadratmeter1 Stellplatz pro
2 Wohneinheiten
50%
1 Stellplatz pro
2 Wohneinheiten
50%
3 Stellplätze pro
4 Wohneinheiten
75%


3.   Die Bewertung der Wohnungsstandorte im Sinne der Ziffer 2 erfolgt gemäß Übersichtskarte "ÖPNV-
      Lagegunst der Wohnstandorte nach Stadtteilen und ÖPNV-Einzugsbereiche ausgewählter
      Haltestellen in Düsseldorf"

3.1 "Sehr gut" erschlossen sind die in der Übersichtskarte grün hinterlegten Bereiche.
3.2 "Gut" erschlossen sind die in der Übersichtskarte gelb hinterlegten Bereiche.
3.3 "Mittel" gut erschlossen sind die in der Übersichtskarte rot hinterlegten Bereiche.

4.   Für im Baulückenkataster der Stadt erfasste Baulücken kann die Stellplatzpflicht bei Errichtung von
      Wohnungen auf Antrag ganz oder teilweise ausgesetzt werden, wenn der Bauherr den Nachweis
      erbringt, dass die Herstellung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist.

5.   Sofern sich ein Grundstück innerhalb des gelb oder rot hinterlegten Bereiches befindet, aber
      innerhalb eines der dort dargestellten Kreise, so wird die Stellplatzberechnung entsprechend der
      nächstbesseren Kategorie erfolgen. Voraussetzung dafür ist der Nachweis seitens des Bauherrn,
      dass das Bauvorhaben sich tatsächlich innerhalb dieses Kreises befindet.

6.   Davon abweichende Stellplatzberechnungen sind möglich im Rahmen städtebaulicher Verträge,
      beispielsweise wenn für die Nutzer des Vorhabens nachgewiesen und gesichert wird, dass auf
      Dauer ein Stellplatzbedarf dadurch verringert wird, dass sich die Mieter zum Car-Sharing oder zur
      Nutzung von Mietertickets bei der Rheinbahn verpflichten. Nähere Einzelheiten regelt dann der
      jeweils mit der Stadt abzuschließende Vertrag.

 

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