Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam im Düsseldorfer Hafen, Foto: Paul Esser, ©Amt für soziale Sicherung und Integration

:D inklusiv!

Fachtagung zum Thema Inklusion als Querschnittsaufgabe

Das Thema Inklusion als Querschnittsaufgabe stand am Donnerstag, 30. Juni 2016, im Mittelpunkt einer Fachtagung, die vom Amt für soziale Sicherung und Integration organisiert wurde. Die Tagung sollte Impulse geben, für alle Bürgerinnen und Bürger ein noch lebenswerteres Düsseldorf zu schaffen. Auch der Aspekt einer älter werdenden Gesellschaft soll in den zukünftigen Handlungsfeldern der Verwaltung und der Politik berücksichtigt werden.
Rund 110 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wohlfahrtsverbänden, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, aus Behindertenverbänden und dem Seniorenrat nahmen an der Veranstaltung teil.

Einladung und Programm

Oberbürgermeister Thomas Geisel und Elisabeth Veldhues, Landesbehindertenbeauftragte ©Amt für soziale Sicherung und Integration
Oberbürgermeister Thomas Geisel und Elisabeth Veldhues, Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in NRW

Grußwort und Einführung

Oberbürgermeister Thomas Geisel, der die Veranstaltung eröffnete, erklärte: "Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und der Abbau von Barrieren sind wichtige Ziele der Landeshauptstadt Düsseldorf. Um diese zu erreichen, müssen wir wissen, welche Handlungsfelder es für Politik und Verwaltung gibt und wie künftige Herausforderungen gemeistert werden können. Besonders wichtig ist die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung. Nicht nur physische Barrieren müssen abgebaut werden, sondern auch die Barrieren in den Köpfen."
Nach den Grußworten von Oberbürgermeister Thomas Geisel und Elisabeth Veldhues, Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen, referierte Professor Dr. Albrecht Rohrmann von der Universität Siegen zum Thema  "Lebenswerte Stadt – für alle". 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtages ©Amt für soziale Sicherung und Integration

Die Arbeitsgruppen

In den Arbeitsgruppen "Barrierefreie Stadtplanung und Quartiersentwicklung" und "Politische Partizipation und Bewusstseinsbildung" diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie in Düsseldorf die Inklusion weiter voran gebracht werden könnte.

Barrierefreie Stadtplanung und Quartiersentwicklung
Implus: Simon Kesting, NeumannConsult
Folienvortrag
Ergebnis der Arbeitsgruppe

Politische Partizipation und Bewusstseinsbildung
Implus: Daniela Eschkotte, Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW
Folienvortrag
Ergebnis der Arbeitsgruppe

Zusammenfassung der Ergebnisse

Wichtig war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter anderem, dass der Arbeit des Beirats für Menschen mit Behinderungen mehr politisches Gewicht zukommen sollte. Ein Ausschuss für die Belange von Menschen mit Behinderungen hätte beispielsweise sicher mehr Möglichkeiten, Veränderungen auf den Weg zu bringen. Auch muss Inklusion in den Köpfen aller Entscheidungsträger verankert werden und ressortübergreifend angegangen werden. Sie nur im sozialen Bereich zu verankern, wäre zu kurz gegriffen. Inklusion ist ein Teil von Stadtentwicklungsplanung. Aktivitäten sollten gebündelt werden, damit die vorhandene Energie nicht verpufft.

Ein Wort zum Schluss

In Düsseldorf wurden noch weitere Veranstaltungen zum Thema Inklusion durchgeführt, zum Beispiel:

Fachtagung "Vom Wert der Vielfalt" am 16. November 2016
Zielgruppe: Fachkräfte aus Kindertagesstätten, aus Schulen und aus dem Jugendbereich
Organistation: Qualitätzirkel Inklusion

Fachtagung "Auf dem Weg zu einem demenzfreundlichen Quartier" am 29. November 2016
Zielgruppe: Politik, Verwaltung und Fachkräfte
Organisation: Amt für soziale Sicherung und Integration, Demenz-Servicezentrum Region Düsseldorf 

Abschließend danken wir allen Beteiligten für das Gelingen des Fachtages. Besonders auch den Schülerinnen und Schülern der Alfred-Herrhausen-Schule für ihre musikalischen Beiträge unter Leitung von Bianca Steinmann, Clara-Schumann-Musikschule.
Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung der  Agentur RevierA durchgeführt.