Einbürgerungsanspruch (allgemein)

Rechtsgrundlage: § 10 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)

Wer mindestens seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat und die weiteren unten beschriebenen Voraussetzungen erfüllt, hat einen Anspruch auf Einbürgerung.

Weitere Möglichkeiten zur Einbürgerung:

Übersicht

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen müssen vorliegen:

  • Sie leben mindestens acht Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet.
  • Sie sind freizügigkeitsberechtigt, im Besitz einer anrechnungsfähigen Aufenthaltserlaubnis oder einer Niederlassungserlaubnis.
  • Sie sind bereit, Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben.
  • Sie sind nicht vorbestraft.
  • Sie bekennen sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
  • Sie verfügen über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache.
  • Sie verfügen über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland (Einbürgerungstest).
  • Sie bestreiten den Lebensunterhalt für sich und Ihre unterhaltsberechtigten Familienangehörigen aus eigenen Mitteln oder haben die Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen nicht zu vertreten.

Hinweis: Haben Sie einen Ehegatten oder Lebenspartner, der noch nicht so lange im Bundesgebiet lebt und/oder haben Sie minderjährige Kinder, wenden Sie sich bitte bezüglich einer möglichen Miteinbürgerung an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Für Minderjährige unter 16 Jahren ist der Antrag von den Eltern beziehungsweise dem allein sorgeberechtigten Elternteil zu stellen. Das alleinige Sorgerecht ist nachzuweisen (beispielsweise durch ein Gerichtsurteil).

Minderjährige, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, stellen den Antrag selbst.

Bei gesetzlich Betreuten ist ein Nachweis über die Betreuung einzureichen. Soweit ein Einwilligungsvorbehalt nach § 1903 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) besteht, bedarf der Antrag der Zustimmung des Betreuers.

Ihre persönliche Vorsprache ist erforderlich.

Mehrstaatigkeit: Wünschen Sie Informationen über die Voraussetzungen einer Einbürgerung ohne Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Erforderliche Unterlagen

In einem ersten Beratungsgespräch informieren wir Sie ausführlich zu den Voraussetzungen und zum Ablauf des Einbürgerungsverfahrens. Sie erhalten eine individuelle Liste über die erforderlichen Unterlagen. 

Für einen Beratungstermin und die Abgabe des Einbürgerungsantrags benötigen Sie einen Termin. 

Einen Beratungstermin erhalten Sie unter Telefon 0211 - 89 21 020.

Einen Termin zur Antragsabgabe (immer nur nach vorheriger persönlicher Beratung) können Sie unter Termine-Online oder unter Telefon 0211 - 89 21 020 vereinbaren.

Ihre persönliche Vorsprache ist erforderlich.

Bearbeitungszeitraum

Der Bearbeitungszeitraum ist vom Einzelfall abhängig.

Bei Antragsabgabe kann eine realistische Einschätzung erfolgen.

Was ist zu bezahlen?
  • Die Einbürgerung kostet für Erwachsene 255,00 Euro.
  • Minderjährige, die alleine eingebürgert werden, zahlen ebenfalls 255,00 Euro.
  • Für mit einzubürgernde minderjährige Kinder beträgt die Gebühr 51,00 Euro pro Person.

Die Hälfte der Gebühr ist bei Antragsabgabe zu zahlen.

Bitte beachten Sie, dass bei Bezahlung einer Gebühr mit Bargeld eine Zusatzgebühr in Höhe von 1,00 Euro zu erheben ist. Beträge unter 10,00 Euro sind hiervon ausgenommen.

Befreiungen

  • Befreiungen sind im Einzelfall auf Antrag möglich.

Ermäßigungen

  • Ermäßigungen sind im Einzelfall auf Antrag möglich.         

Ihre Ansprechpartner