Verpflichtungserklärung

Ausländerinnen und Ausländer, die nach Deutschland kommen möchten, müssen unter anderem nachweisen, dass sie in der Lage sind, den Lebensunterhalt einschließlich ausreichenden Krankenversicherungsschutzes für die Dauer des beabsichtigten Aufenthalts sicher zu stellen. Dieser Nachweis kann - insbesondere bei kurzfristigen oder vorübergehenden Aufenthalten - unter anderem auch durch Abgabe einer Verpflichtungserklärung erbracht werden.

In einer Verpflichtungserklärung verpflichtet sich jemand (in der Regel Verwandte oder Bekannte), für einen Zeitraum von fünf Jahren für alle Kosten aufzukommen, die während des Aufenthalts in Deutschland anfallen (können).

Ein solcher Nachweis wird in der Regel von den deutschen Auslandsvertretungen (Botschaften, Konsulaten) verlangt, bevor ein Einreisevisum ausgestellt wird.

Verpflichtungserklärungen (Einladung) für Touristen

In den meisten Fällen, in denen eine Verpflichtungserklärung erforderlich ist, handelt es sich um sogenannte Einladungen für Ausländerinnen und Ausländer, die als Tourist nach Deutschland kommen möchten. Eine Verpflichtungserklärung für die Ausstellung eines Visums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen ohne Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erhalten Sie in den Bürgerbüros nach vorheriger Terminvereinbarung

Firmeneinladung

Wer als Unternehmerin oder Unternehmer jemanden einladen möchte (z.B. zu Geschäftsbesprechungen) benötigt in der Regel keine Verpflichtungserklärung. Es reicht aus, wenn auf einem Firmenkopfbogen eine formlose Kostenübernahme erklärt und darauf die Unterschrift beglaubigt wird. Infos hierzu oder direkt zur Terminvereinbarung

Verpflichtungserklärungen bei der Ausländerbehörde

Wenn Sie eine Verpflichtungserklärung für einen längeren Aufenthalt abgeben wollen (zum Beispiel für einen Sprachkurs zum Studium), muss die Ausländerbehörde prüfen, ob Sie finanziell dazu in der Lage sind, für die ggf. entstehenden Kosten aufzukommen. In diesen Fällen ist eine umfangreiche Bonitätsprüfung erforderlich, die nur nach vorheriger  Terminvereinbarung durchgeführt wird.

Dies gilt auch, wenn die Auslandsvertretung im Visumsverfahren verlangt, dass die Angaben in der Verpflichtungserklärung nachgewiesen werden. 

Übersicht

Voraussetzungen

Wer eine Verpflichtungserklärung abgeben möchte, muss den Hauptwohnsitz in Düsseldorf haben. 

Erforderliche Unterlagen
  • gültiger Pass oder anerkannter Passersatz (bei Deutschen genügt der Personalausweis)
  • Ausländerinnen und Ausländer müssen einen Aufenthaltstitel besitzen, der länger gültig ist als die Dauer der Verpflichtung. Dies gilt nicht für freizügigkeitsberechtigte Unionsbürgerinnen und Unionsbürger sowie ihre Familienangehörigen. 
  • vollständige Personalien der Person, für die die Verpflichtung übernommen werden soll (möglichst auch Angaben zum Pass)
  • ausgefülltes Formular "Verpflichtungserklärung" (siehe unten)

Für die Abgabe der Verpflichtungserklärung bei der Ausländerbehörde benötigen Sie zusätzlich eine Aufstellung über alle regelmäßigen

  • Einnahmen (zum Beispiel Lohnabrechnungen der letzten 3 Monate, bei Selbständigen: Steuerbescheid) und
  • Ausgaben (zum Beispiel Miete, Nebenkosten, Kredit- und Unterhaltsverpflichtung)

Sollten Sie eine andere Person zur Abgabe der Verpflichtungserklärung  bevollmächtigen, muss diese Person zusätzlich vorlegen:

  • ihren eigenen Pass oder Personalausweis
  • eine von Ihnen unterschriebene Vollmacht zur Abgabe der Verpflichtungserklärung

Dies gilt auch, wenn Sie Ihre Ehefrau oder Ihren Ehemann bevollmächtigen.

Bearbeitungszeitraum

Der Termin für die Ausstellung einer Verpflichtungserklärung einschließlich Bonitätsprüfung dauert ungefähr 30 Minuten.   

Was ist zu bezahlen?
  • 29,00 Euro pro Verpflichtungserklärung

Bitte beachten Sie, dass bei Barzahlungen ab 10,00 EUR eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1,00 EUR erhoben wird. Die bargeldlose Bezahlung mit EC-Karte wird daher empfohlen.

Befreiungen

  • Nein

Ermäßigungen

  • Nein       

Ihre Ansprechpartner