Stadtteile

Benrath

Die Benrather und "ihr" Schloss - das ist gewissermaßen eins. Zu Recht sind die Bewohner der 1929 nach Düsseldorf eingemeindeten alten Stadtgemeinde Groß-Benrath stolz auf das berühmte Gartenschloss. Kurfürst Carl Theodor erteilte 1755 Nicolas de Pigage den Bauauftrag. Entstanden ist einer der schönsten Rokkoko-Bauten. Eine Stiftung sorgt nun dafür, dass das Schloss, der Park und die im Schloss beheimatetet Museen (Europäische Gartenkunst und Naturgeschichte) in Top-Zustand erhalten werden.

Die Orangerie, heute ein längst nicht nur von Benrathern gern besuchtes Kunst- und Bildungszentrum, ist noch ein Überbleibsel eines Wasserschlosses, das hier als Vorgängerbau stand.

Die Ortslage Benrath floriert, eine selbstbewusste Bürgerschaft sorgt dafür, dass hier keine Stagnation stattfindet. So putzt sich der Stadtteil immer wieder heraus und verfügt rund um den lebhaften Benrather Markt über beste Einkaufsmöglichkeiten.

Hassels

Beliebt als Wohnanlage im Wald war einst der Stadtteil Hassels, zwischen Eller und Benrath gelegen. 1288 wurde Hassels erstmals urkundlich erwähnt. Wegen der großen Grün- und Waldflächen - sie bedecken fast die Hälfte des Stadtteils - siedelten sich im vergangenen Jahrhundert vorzugweise höhere Angestellte der Industriebetriebe in Wersten, Holthausen und Reisholz hier an.

Inzwischen entstand zwischen Wohn- und Waldgebieten die Autobahn 59. Jüngst wurde ein größeres Gewerbegebiet erschlossen, bestimmt nahezu ausschließlich für kleinere Betriebe und Autohäuser. Zahlreiche neue Arbeitsplätze entstanden dadurch.

Himmelgeist

Der Name ist so idyllisch wie der Ortsteil selbst: Himmelgeist, Hummelgeest, Hummelweide.
Wenige Auto-Minuten aus der City heraus glaubt man sich plötzlich in eine andere Zeit zurückversetzt. Hier kann man im Lokal "Zur Rheinfähre" im Sommer noch unter der Linde sitzen und die Atmosphäre eines unverfälschten Rhein- und Fähr-Dörfchens auf sich wirken lassen. Ruhe rund um die kleine, alte Pfarrkiche St. Nikolaus, unterbrochen nur von den schweren Dieselmotoren der vorbei tuckernden Frachtkähne.

Beliebtes Ausflugsziel ist auch das Schloss Mickeln, heute Gästehaus der Heinrich-Heine-Universität. Der schöne Park geht in die Weite des landwirtschaftlich genutzten Rheinbogens über.

Himmelgeist, so glaubt man geradezu zu spüren, ist sehr alt, älter als Düsseldorf selbst. 904 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Dort zu wohnen ist aber nicht ganz billig, die Grundstückspreise und Mieten liegen deutlich über dem Durchschnitt der Stadt.

Holthausen

Holthausen ist seit 1899 mit dem Namen der Firma Henkel fest verbunden. Hier steht die Zentrale des Konsumgüterherstellers, bei dem allein in Holthausen 6.500 Mitarbeiter/innen beschäftigt sind. Das internationale Unternehmen nimmt mit einer Werkfläche von 1,5 km2 ein Viertel der Grundfläche des Stadtteils ein. Mehr als 50.000 Beschäftigte sind weltweit für die Henkel-Gruppe tätig. In 125 Ländern der Welt vertrauen Menschen den Marken und Technologien von Henkel.

Bevor Henkel kam hatte es in Holthausen, das ursprünglich einmal Langeweyer hieß, kaum zwei Dutzend Häuser gegeben. Namensgebend für den heutigen Elbroich-Park, eine der wenigen Grünanlagen im Stadtteil, war übrigens das Rittergut Elbroich, das im späten Mittelalter in Süd-Holthausen stand.

Das Stück Rheinfront des Stadtteils, das Werft Reisholz, wird als Hafen genutzt. Große Pläne gibt es für diesen Uferabschnitt. High-Tech-Firmen, vielleicht auch eine schicke Marina sollen hier entstehen - ohne die alteingesessene Firmen zu verdrängen. Auch das Holthausener Zentrum, der Kamper Acker, soll eine städtebauliche Aufwertung erfahren.

Itter

Zum Heiraten fahren manche Düsseldorfer gerne nach Itter, genauer in die dortige St. Hubertus-Kirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammt.

Das über 850 Jahre alte Dorf bekam seinen Namen durch den Itterbach. Hier haben sich manche ihren Traum verwirklicht: das eigene Häuschen im Grünen. Denn Ein- und Zweifamilienhäuser - der gehobenen Kategorie übrigens - überwiegen in Itter. Allerdings nehmen noch immer 80 Prozent der Stadtteilfläche Wiesen und Felder ein.

Reisholz

Seine Geschichte als traditionsreicher Industriestandort kann und will Reisholz nicht verleugnen. Die stadteigene Entwicklungsgesellschaft Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz hat daran einen hohen Anteil.

Typisch ist die Nachbarschaft von Werkswohnungen und Arbeitsstätten in diesem inzwischen international geprägten Stadtteil. Doch der Strukturwandel hat auch dort Arbeitsplätze gekostet. So waren Neuansiedlungen wie etwa der Firma IKEA, die hier eines ihrer weltweit größten Möbelhäuser eröffnete, durchaus willkommen.

Damit das Wohnen angenehmer wird, soll eine Ortsumgehung den Stadtteil künftig vor allem vom Schwerlastverkehr befreien.

Urdenbach

Stark landwirtschaftlich geprägt ist Urdenbach, die dritte Rheingemeinde des Stadtbezirkes 9. Durch einen Wechsel im Flussverlauf des Rheines im 14. Jahrhundert bildete sich die Urdenbacher Kämpe heraus, eine Auenlandschaft mit ganz eigenem, herbem Charme. Sie ist das letzte nicht hochwasserfreie Gebiet von Düsseldorf. Ein natürliches Überschwemmungsgebiet, das die Naturfreunde von weither anlockt.

Landwirtschaft wurde hier zur Landschaftspflege. Im Ort wurden nach 1968 zahlreiche Wohnungen gebaut, doch die ländlich-ruhige Atmosphäre blieb davon unbeeinträchtigt.

Wersten

Es ist längst Geschichte das "Kreuz mit dem Kreuz": Der aus einschlägigen Staumeldungen jahrzehntelang berüchtigte Stadtteil Wersten ist seit 1987 mit der Tunnellösung für die A 46 sowie der Eröffnung des Bundesgartenschau-Geländes enorm aufgewertet worden.

Heute fährt man sogar nach Wersten, um sich auf dem einstigen BUGA-Gelände, dem heutigen Südpark, mit seinen Seen und schönen Grünanlagen zu entspannen.

Viele junge Leute, darunter zahlreiche Familien, haben sich in den letzten Jahren in Wersten, etwa in dem Viertel mit dem beschaulichen Namen "Düsseldörfchen", angesiedelt. Weitere Einfamilienhäuser sollen in Nachbarschaft des Autobahn-Tunnels entstehen.

Einen markanten städtebaulichen Akzent setzte die Provinzial-Versicherung mit der Errichtung der Hauptverwaltung - ganz in der Nähe des inzwischen kreuzungsfrei ausgebauten Kreuzes.

Bezirksvertretung

Bezirksbürgermeister: Dr. Karl-Heinz Graf

Bezirksverwaltung

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