Denkmalschutz und Barrierefreiheit

Die Bevölkerungsentwicklung - aber auch die veränderten Anforderungen und Bedürfnisse an Wohnungen und Wohnumfelder - stellen die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen. Beispielhaft stehen hierfür zwei für die Stadtentwicklung besonders bedeutsame Personengruppen: Die Gruppe der über Sechzigjährigen wird bald den größten Anteil der Bevölkerung ausmachen (Stand: 2008). Ebenso sind Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen; ihre Anzahl wird in Nordrhein-Westfalen auf rund 2,3 Millionen geschätzt (Stand: 2008). Aber auch Säuglinge und Kleinkinder müssen in die Überlegungen einbezogen werden: Sie sind oftmals unter ungünstigen Bedingungen in Kinderwagen und Buggies zu transportieren. Barrierefreiheit ist daher eine wesentliche Voraussetzung für die selbst bestimmte Teilhabe behinderter - aber auch älterer - Menschen am öffentlichen, sozialen und kulturellen Leben. Hier sind oftmals Zielkonflikte aufzulösen: Der Anspruch auf "Teilhabe für alle" scheint mit denkmal- und baurechtlichen sowie städtebaulichen Vorgaben zu kollidieren. Hier kann jedoch mit Phantasie und Augenmaß der Spagat zwischen historischen Verpflichtungen und den Anforderungen einer sich ändernden Gesellschaft bewältigt werden. 

Quelle: Susanne Fritzsche, Jörg Heimeshoff (Hg.), Barrierefreiheit in historischen Stadt- und Ortskernen, Teilhabe für alle 2008

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