Mutter verhinderte Küchenbrand

| Einsatzmeldung

Feuerwehr löschte letzte Glutnester – 64-jähriger Nachbar musste mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus

Dienstag, 23. Februar 2021, 11.47 Uhr, Josef-Ponten-Straße, Garath

Durch das besonnene Eingreifen einer Mutter konnte das Übergreifen eines brennenden Fetttopfes auf die Küche verhindert werden. Ein Nachbar zog sich bei dem Versuch, die Wohnung vom Rauch zu befreien, eine Rauchgasvergiftung zu und musste nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden. Die Feuerwehr entfernte den erhitzen Topf aus der Küche und löschte letzte Glutnester ab. Nachdem der Rauch aus der Wohnung befördert war, kehrten die Einsatzkräfte nach 30 Minuten zu ihren Wachen zurück.

Über die Notrufnummer 112 meldete sich am Dienstagmittag eine Mutter bei der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf und schilderte am Telefon, das beim Frittieren in der Küche das Fett im Topf angefangen hatte zu brennen. Sie konnte sich allerdings zusammen mit ihrer zehnjährigen Tochter schon in Sicherheit bringen.

Sofort entsendete der Leitstellendisponent der Feuerwehr mehrere Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten zum gemeldeten Einsatzort. Als diese wenige Minuten später vor Ort eintrafen, stand die Mutter mit ihrer Tochter bereits vor der Tür. Sie hatte vor dem Verlassen der Wohnung den Herd abgeschaltet und eine Bettdecke über den brennenden Topf gelegt, um die Flammen zu ersticken. Sofort machte sich ein Atemschutztrupp auf den Weg in die Wohnung und konnte dort einen 64-jährigen Nachbarn antreffen, der bereits erste Lüftungsversuche unternommen hatte.

Der 64-Jährige wurde sofort aus der Wohnung geführt und dem Rettungsdienst zur medizinischen Erstversorgung übergeben. Anschließend musste er mit einer Rauchgasvergiftung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden, Lebensgefahr besteht nicht.

In der Küche entfernte der Einsatztrupp der Feuerwehr den Topf vom Herd und verbrachte diesen nach draußen. Außerdem löschte er letzte Glutnester in der Bettdecke mit einem Wasserlöscher ab. Mit einem Hochleistungslüfter entfernten die Feuerwehrleute anschließend den Rauch aus der Wohnung, die nach Abschluss des Feuerwehreinsatzes weiterhin bewohnbar ist.

Nach rund 30 Minuten kehrten die letzten der 18 Einsatzkräfte der Feuerwache Frankfurter Straße und Werstener Feld zu ihren Standorten zurück. Nur durch das besonnene Verhalten der Mutter, den Fettbrand nicht mit Wasser zu löschen, sondern den Herd abzuschalten und das brennende Fett abzudecken, konnten ein größerer Sachschaden und vor allem schwere Brandverletzungen verhindert werden.

Was beim Einsatz von Wasser als Löschmittel im Zusammenhang mit einem Fettbrand passieren kann, sehen Sie in folgendem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=7G8zU8OssPg

Sicherheitshinweis:

Zum Abdecken eines Fettbrandes sollten nach Möglichkeit nicht brennbare Materialien wie beispielsweise ein Topfdeckel oder ein größerer Topf genutzt werden. Hiermit werden die Flammen komplett abgedeckt und damit dem Feuer der Sauerstoff entzogen. Brennbare Materialien können je nach Temperatur des Fettes sich ebenfalls entzünden und haben nur kurzzeitig einen Löscheffekt.