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Ethanol-Kamin

Ethanol-Kamine

Funktionsweise und Hinweise für den sicheren Betrieb

Jedes Jahr, wenn die Tage kürzer werden und die Außentemperaturen sich nach unten bewegen, versucht man sich etwas Gemütlichkeit in die Stube zu holen. Spitzenreiter in dieser Disziplin ist der offene Kamin. Wer nicht auf einen solchen zurückgreifen kann, für den gibt es seit einigen Jahren eine Ersatzlösung: Ethanol-Kamine.

Einmal gezündet, verbreitet die Flamme eines Ethanol-Kamins eine angenehme Atmosphäre und wohlige Wärme, so glaubt man. Tatsächlich sind diese "Öfen" nicht zum Heizen geeignet und kein Ersatz für die Hausheizung. Im Gegenteil, sie dürfen nur in gut belüfteten Räumen benutzt werden, da sie der Umgebung Sauerstoff entziehen und dafür Kohlendioxid abgeben.

Zwar handelt es sich bei dem Brennstoff Bio-Ethanol um ein reines Naturprodukt, welches aus Biomasse wie Mais, Zuckerrüben oder Getreide hergestellt wird, allerdings entwickelt der Alkohol hochentzündliche Dämpfe, die zu explosionsartigen Verpuffungen führen können. Daher darf der Brennstoff nicht in der Nähe des Kamins gelagert werden. Zudem darf der Kamin nicht während des Betriebs oder in noch heißem Zustand nachgefüllt werden.

Es empfiehlt sich, einen zum Löschen flüssiger Brennstoffe auf Ethanolbasis geeigneten Feuerlöscher im Haus zu haben. Ebenfalls geeignet sind spezielle Löschdecken, die im Handel zu bekommen sind.

Sicherheitshinweise!

  • Das Gerät sollte eine Zertifizierung des TÜV Rheinland, gemäß DIN 4734 besitzen
  • Ethanolbetriebene Öfen und Kamine sind zum Heizen nicht geeignet
  • Da die Flammen Abgase erzeugen, muss für regelmäßige Frischluftzufuhr gesorgt werden
  • Den Kamin nie unbeaufsichtigt betreiben
  • Keine brennbaren Gegenstände im Umkreis von mind. 1 Meter lagern
  • Der Kamin muss standfest und gegen Kippen gesichert sein
  • Kein Bioalkohol oder Brennpaste in das noch brennende Feuer gießen
  • Ablöschen des Feuers gemäß der Bedienungsanleitung bzw. mit der Regulierungsplatte
  • Niemals das Feuer mit Wasser löschen
  • Vor dem erneuten Befüllen der Brenneinheit muss diese vollständig abgekühlt sein
  • Während des Einfüllvorgangs nicht Rauchen, Essen oder Trinken
  • Bioalkohol ausschließlich in einem geeigneten Behälter an einem kühlen Ort lagern