Stationen der Filmgeschichte

Immer dienstags um 20 Uhr

Stationen sind Orte der Abfahrt, Ankunft oder des Richtungswechsels. Auf der langen Reise der Filmgeschichte waren und sind sie Punkte, in denen Neues geschaffen, Außergewöhnliches geleistet oder etwas Einmaliges hervorgebracht wurde. Filme, die nach wie vor interessant, spannend oder erhellend sind. Andere wurden im Negativen wie im Positiven Monumente, da sie eng mit der Zeitgeschichte verbunden waren.

 

Di 26.10. | 20:00
NRAN GUYNE
Regie: Sergei Paradschanow · UdSSR 1969

Di 02.11. | 20:00
BIENVENIDO, MR MARSHALL!
Regie: Luis García Berlanga · E 1953

Di 09.11. | 20:00
SHAFT
Regie: Gordon Parks · USA 1971

Di 16.11. | 20:00
THE TREASURE OF THE SIERRA MADRE
Regie: John Huston · USA 1948

Di 23.11. | 20:00
THELMA & LOUISE
Regie: Ridley Scott · USA 1991

Di 30.11. | 20:00
THE DEER HUNTER
Regie: Michael Cimino · USA 1978

Di 07.12. | 20:00
NEMA-YE NAZDIK
Regie: Abbas Kiarostami · IRN 1990

Di 14.12. | 20:00
DO THE RIGHT THING
Regie: Spike Lee · USA 1989

Di 21.12. | 20:00
PALERMO ODER WOLFSBURG
Regie: Werner Schroeter · D 1980

Di 28.12. | 20:00
DUEL IN THE SUN
Regie: King Vidor · USA 1946

 

Alle Filme finden Sie im Flyer

In Zusammenarbeit mit Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums e.V.

Stummfilm + Musik

Während der Frühzeit des Kinos war es noch nicht möglich Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Deshalb wurden Stummfilme in den Kinos von Live-Orchestern oder Kinoorgeln begleitet und so stimmungsvoll für das Publikum unterlegt. In dieser Tradition begibt sich das Filmmuseum einmal im Monat in die Frühzeit des Films und präsentiert einen Stummfilm mit Live-Musik. Dieses Angebot ist in der Umgebung einzigartig!
Neben klassischer Begleitung am Klavier oder der hauseigenen Welte-Kinoorgel kommen auch moderne Musikrichtungen und DJs auf die Bühne. Erleben Sie Kino in seiner ursprünglichen Form als dezidierte Bildsprache und lassen Sie sich von der Welt des Stummfilms verzaubern.

Eintritt: 9,00 Euro · Ermäßigt: 7,00 Euro · mit Black-Box-Pass: 6,00 Euro

Sa 23.10. | 20:00

THE PHANTOM OF THE OPERA · DAS PHANTOM DER OPER

USA 1925 ∙ 106 min ∙ eng. Zwischentitel ∙ digitalDCP ∙ FSK 6 · R: Rupert Julian, Lon Chaney, Edward Sedgwick ∙ B: Elliot J. Clawson, Raymond L. Schrock, Frank M. McCormack nach dem Roman von Gaston Leroux ∙ K: Milton Bridenbecker, Virgil Miller, Charles Van Enger ∙ D: Lon Chaney, Mary Philbin, Norman Kerry, Arthur Edmund Carewe u.a.

In den Katakomben der Pariser Oper treibt ein Phantom sein Unwesen. Es fordert in einem Drohbrief, die Hauptrolle des bevorstehenden FAUST-Stückes mit der jungen Sängerin Christine Daaé zu besetzen, ansonsten werde die Karriere Carlottas, die eigent liche Erstbesetzung, „grauenvoll enden“. Die neue Direktion glaubt nicht an den Spuk. Doch es scheint ein Fluch über der Produktion zu liegen. Das Phantom versetzt die Anwesenden in der Oper in panische Angst: ein Kronleuchter stürzt während einer Aufführung ins Publikum, ein „mysteriöser Perser“ taucht in der Garderobe auf und bei einem Maskenball wird noch während der Feier eine Leiche gefunden. Der Terror dient lediglich dazu, die „krankhafte-obses-sive“ Liebe des Phantoms zu Christine zum Vorschein zu bringen.

Dominik Gerhard begleitet an der Welte-Kinoorgel. • In Kooperation mit dem 16. IDO-Festival, dem Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival.➜ Kein Einlass nach Veranstaltungsbeginn.

Filmclubs

Jeden Donnerstag zeigen die jeweils einem Sprachraum gewidmeten Filmclubs untertitelte Originalfassungen – auf Griechisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Hier bieten die Filmreihen der Filmclubs sprachkundigen Besucherinnen und Kulturinteressierten regelmäßig die Möglichkeit, den Film in seiner ursprünglichen Version zu hören und die Länder besser kennenzulernen. Damit greift die Black Box eine Idee der Gründerzeit kommunaler Filmarbeit auf. Kooperationspartner sind das Japanische Generalkonsulat, das Institut français und das Übersetzungsbüro Manzin.

Selbst wenn man die Sprache nicht perfekt beherrscht, erleichtern die Untertitel das Verständnis. In erster Linie spüren die Filmclubs aktuellem Filmgeschehen in den jeweiligen Ländern nach. Es gibt aber auch den einen oder anderen Klassiker in Originalsprache zu entdecken.

 

Spanischer Filmclub

2. Donnerstag im Monat

Do 11.11. | 20:00
LA BODA DE ROSA
Regie: Icíar Bollaín · E 2020

 

Italienischer Filmclub

3. Donnerstag im Monat

Do 21.10. | 20:00
EUFORIA
Regie: Valeria Golino · I 2018

 

Französischer Filmclub

4. Donnerstag im Monat

Do 28.10. | 20:00
L'INTRUS
Regie: Claire Denis · F 2001

Erstaufführung

Einmal im Monat präsentiert die Black Box eine besondere Erstaufführung: Einige Filme haben aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Form, ihrer Unklassifizierbarkeit oder aus anderen Gründen auf dem Kinomarkt einen schweren Stand. Die Aufgabe eines kommunalen Kinos muss sein, solche Filme zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten. Dort die Lücke zu schließen, wo Verleiher und andere Kinobetreiber keine finanzielle Grundlage sehen, ist die programmatische Ausrichtung dieser Reihe – qualitativ, anspruchsvoll und aktuell.
 

Erstaufführung im September

Fr 15.10. 19:00 | Fr 22.10. 21:30

ZOMBI CHILD

F 2019 ∙ 103 min ∙ OmU ∙ digitalDCP ∙ FSK 16 • R/B: Bertrand Bonello · K: Yves Cape ∙ D: Louise Labeque, Wislanda Louimat, Mackenson Bijou u.a.

Die Jugendliche Fanny genießt das Privileg, das Maison d’éducation de la légion d’honneur zu besuchen, eine Eliteschule in der Nähe von Paris. Ihr ist ihre Schulbildung sehr wichtig, sie gönnt sich aber dennoch nächtliche Treffen mit ihren Klassen-kameradinnen im Kunstraum dieses altehrwürdigen Internats. Als Mélissa neu in die Klasse kommt, wird sie schnell in den Kreis der nachtaktiven Mädchen aufgenommen.

In Kooperation mit dem Institut français Düsseldorf.

Neu restauriert

Mit Hilfe von Filmrestaurierungen kehren verloren geglaubte Filmschätze auf die Leinwand zurück. Der chemische Verfall einer Filmkopie kann nicht aufgehalten, gleichwohl aber durch optimale klimatische Bedingungen verzögert werden. Verschiedene Ausgangsmaterialien des historischen Originals werden restauriert und digitalisiert, um dann im Kino als Duplikat erneut aufgeführt zu werden. Monatlich präsentiert das Filmmuseum aktuelle Filmrestaurierungen aus Kinematheken und Archiven in Deutschland und Europa.
 

Neu restauriert im September

So 14.11. 18:00 | So 21.11. 15:00

RASHŌMON · RASHOMON – DAS LUSTWÄLDCHEN

J 1950 · 88 min · OmU · digitalDCP · FSK 16 · R: Akira Kurosawa · B: Akira Kurosawa, Shigeo Nishida · K: Kazuo Miyagawa · D: Toshirô Mifune, Machiko Kyô, Masayuki Mori, Takashi Shimura u.a.

Unter dem Rashômon-Tor suchen ein Priester, ein Holzfäller und ein Knecht Schutz vor dem Regen. Der Holzfäller beginnt von einer Gerichtsverhandlung zu erzählen, an der er kurz zuvor teilgenommen hatte. Er war nämlich im Wald auf die Leiche eines reichen Samurai gestoßen, der mit seiner Frau durch das Land gereist war. Der daraufhin beschuldigte Bandit prahlte zwar mit dem Mord und der Vergewaltigung der Frau, verstrickte sich jedoch in Widersprüche. Bald wird klar, dass jede/r der Beteiligten und sogar die von einem Medium herbeibeschworene Seele des Ermordeten eine andere Geschichte erzählt.

Filmklassiker am Nachmittag

Die Filmklassiker am Nachmittag zeigen jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr deutsche Filme aus den 1930er und 1940er Jahren. Zur Zeit des Nationalsozialismus pendelte das deutsche Kino zwischen Propaganda und eskapistischem Unterhaltungskino – mit teilweise fließenden Grenzen. Das Unterhaltungskino machte zu dieser Zeit etwa 90% der Produktion aus und entwickelte eine genuin eigene Qualität. Die Filmklassiker am Nachmittag möchten einen Blick auf das harmlos wirkende Kino dieser Zeit werfen – stets mit dem Bewusstsein, vor welchem zeithistorischen Hintergrund diese unterhaltenden Lustspiele inszeniert wurden.

In unregelmäßigen Abständen werden in Sondervorstellungen sogenannte Vorbehaltsfilme mit Einführung und anschließender Diskussion vorgeführt. Diese Filme wurden im Auftrag der Goebbelschen Propaganda-Maschinerie gedreht und sind nur unter bestimmten Auflagen spielbar.

Eintritt: 2,00 Euro

Di 02.11. 15:00

PARADIES DER JUNGGESELLEN

D 1939 · 91 min · 35 mm · FSK 0 • R: Kurt Hoffmann · B: Karl Peter Gillmann, Günter Neumann nach einer Vorlage von Johannes Boldt · K: Carl Drews · D: Heinz Rühmann, Josef Sieber, Hans Brausewetter, Trude Marlen, Gerda Maria Derno u.a.

Hugo Bartels steht vor seiner Scheidung. Er gesteht dem Richter, dass er unter Alkoholeinfluss seine zweite Ehefrau Hermine mit seiner ersten Gattin Eva betrogen hat. Bartels und der Richter kommen zu der Übereinkunft, dass er sich „vom weiblichen Geschlecht“ zukünftig fernhalten solle. Diesem Entschluss folgen Taten: Bartels beschließt mit seinen beiden Kameraden eine Wohngemeinschaft unter dem titelgebende Namen „Paradies der Junggesellen“ zu gründen, die keine Frau betreten darf. Die neu gegründete Wohngemeinschaft zelebriert daher alles, was als „dezidiert männlich“ betrachtet wird und von Frauen in Frage gestellt werden könnte: Sie spielen Karten und Eisenbahn oder besuchen das Fußballstadion. Als sich Hugo in die Vermieterin verliebt, bricht er mit dem Kodex

Filmmatinee

Facetten von Humanität - Filmmatinee im Oktober:

Rund viermal im Jahr werden im Rahmen einer Matineevorstellung bedeutende Filme präsentiert, die Einblicke und Perspektiven auf gesellschaftlich relevante Themen wie Gleichberechtigung - insbesondere für Frauen -, Menschenrechte, Facetten von Weiblichkeit sowie auf politisches und philosophisches Engagament ermöglichen. Die jeweilige Einführung zum Film soll unter anderem dazu anregen, sowohl über den Film als künstlerisches Werk als auch über die Inhalte miteinander ins Gespräch zu kommen.

So 24.10. | 11:30

DIE GÖTTLICHE ORDNUNG

CH 2017 ∙ 97 min ∙ OmU ∙ digitalDCP ∙ FSK 6 · R/B: Petra Volpe ∙ K: Judith Kaufmann · D: Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunnner u.a.

Seit 1918 gibt es das Wahlrecht für Frauen in Deutschland, in der Schweiz wurde es bedeutend später, im Jahr 1971 und in Folge eines Volksentscheides, eingeführt. Der Film von Petra Volpe spielt kurz vor diesem Volksentscheid in einem beschaulichen Dorf, in dem die 1968er-Bewegung nie angekommen zu sein scheint. Protagonistin Nora erzählt in authentischen Bildern ihre Geschichte und die ihrer Mitstreiterinnen: das Erwachen weiblicher Gleichberechtigung in einem Schweizer Bergdorf.

42nd Street Düsseldorf

Als Hommage an die 24-Stunden-Kinos der 1970er-Jahre auf der 42nd-Street in New York und an die ehemalige kleine Schmuddelkinomeile in Düsseldorf widmet sich Mondo Bizarr einmal im Monat in Form eines 35mm-Double-Features den Klassikern des internationalen Exploitation-Films. Die Reihe 42nd-Street Düsseldorf liefert Wahnsinniges und Abstruses, Vergessenes und Verbotenes, kombiniert mit einer auf die Hauptfilme abgestimmten Trailershow.

Mit Eintrittskarte des ersten Films ist die zweite Vorstellung kostenlos · Einführung: Marc Ewert (Mondo Bizarr, Düsseldorf)

» Halloween Hexensabbat «

Fr 05.11. | 20:30 

THE AWAKENING · DAS ERWACHEN DER SPHINX

GB 1980 · 101 min · DF · 35mm · FSK 16 • R: Mike Newell · B: Chris Bryant · K: Jack Cardiff · D: Charlton Heston, Susannah York, Jill Townsend u.a.

 

Im Anschluss, ca. 22:30

LA CASA 4 · WITCHCRAFT - DAS BÖSE LEBT

I·USA 1988 · 95 min · DF · 35mm · FSK 16 · R: Fabrizio Laurenti · B: Harry Spalding, Daniele Stroppa · K: Gianlorenzo Battaglia · D: David Hasselhoff, Linda Blair, Catherine Hickland, Hildegard Knef u.a

Psychoanalyse & Film

In dieser sehr erfolgreichen Reihe zeigt die Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik seit 2001 monatlich Filme mit einer filmanalytischen Einführung von Dorothee Krings (Redakteurin der RP). Der anschließende Vortrag eines/-r Psychoanalytikers/in leitet die Diskussion ein. Die Beteiligung des Publikums ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Reden Sie mit!

Fr 29.10. | 19:00

PARADISE NOW

PSE∙NL∙ISR∙D∙F 2004 ∙ 90 min ∙ DF ∙ digital ∙ FSK 12 · R: Hany Abu-Assad ∙ B: Hany Abu-Assad, Bero Beyer, Pierre Hodgson ∙ K: Antoine Héberlé · D: Kais Neshef, Ali Suliman, Lubna Azabal, Amer Hlehel, Hiam Abbass, Ashraf Barhoum u.a.

Khaled und Said, zwei junge palästinensische Freunde, werden seit ihrer Kindheit von der „Intifada“, der palästinensischen Widerstandsbewegung, beeinflusst. Von einem radikalen, militanten Kommando werden sie als Märtyrer „auserwählt“, ein Selbstmordattentat zu verüben, bei dem möglichst viele israelische ZivilistInnen umkommen sollen. Sie setzen alles daran, diesen Auftrag zu erfüllen und werden doch von Ängsten und Zweifeln heimgesucht. Da das Vorhaben strenger Geheimhaltung unterliegt, wird ihnen verboten, Abschied von Freund*innen und Verwandten zu nehmen. Als Belohnung sollen sie ins Paradies gelangen.

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